Honig und Imkereiprodukte
Definition: Nahrungsmittel der Honigbiene und beliebtes Süßungsmittel im
Naturkostbereich. Entsteht aus Blütennektar und Honigtau, der von Bienen
gesammelt und im Bienenmagen durch körpereigene Enzyme in Trauben- und
Fruchtzucker gespalten wird. Unterschieden werden Blüten-, Blatt- und
Honigtauhonig. Gewinnung durch Schleudern, Pressen oder durch Tropf- Lauf- oder
Senkprozesse. Honig gibt es auch als naturbelassenen Scheiben- oder Wabenhonig.
Der Standort der Bienenvölker ist in der konventionellen wie der ökologischen
Imkerei ein untergeordnetes Kriterium: Bienen erfüllen in der Natur die wichtige
Aufgabe der Bestäubung. Eine flächendeckende Bienenpopulation ist daher sinnvoll.
Konventionelle Produkte: Problematisch in der konventionellen Bienenhaltung sind
eventuelle Medikamentenrückstände im Honig durch die Behandlung des
Bienenparasiten Varroa. Dafür sind chemische Präparate zugelassen.Auch
konventionelle Mittel zur Behandlung der Wachsmotte und Verfahren zur Honigernte
können sich qualitätsmindernd auf den Honig auswirken bzw. Rückstände verursachen.
Biologische Produkte: Die ökologische Bienenhaltung konzentriert sich auf die
imkerlichen Betriebsweisen. Verboten sind chemotherapeutische Medikamente. Die
Bienenwohnung darf nur aus Holz (ohne giftigen Anstrich), Stroh oder Lehm
bestehen. Da das fetthaltige Bienenwachs Schadstoffe besonders gut speichert,
darf es in der ökologischen Imkerei nicht konventionell zugekauft werden. Die
Bienen müssen es selbst erzeugen. Weitere Kriterien sind die Bienenfütterung vor
dem Winter, Wabenhygiene, schonende Honigernte, -verarbeitung und
Qualitätssicherung. Bis auf den mit Pestiziden hochbelasteten konventionellen
Obstanbau gibt es keine Standorteingrenzung für eine ökologische Bienenhaltung.
Achtung: Honig ist zwar ein natürliches Süßungsmittel, schadet der
Zahngesundheit genauso wie Zucker. Deshalb in Maßen genießen.

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