Zambia
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In Myombe
Kapitel 6

Gute Idee mit den Fahrrädern

Heute morgen, nachdem ich mir eine Pfanne ausleihen konnte, bereite ich uns eine köstliche Eierspeise aus unserer Tütennahrung zu. Staunende Gesichter umlagern mich, als ich das Eipulver mit Wasser anrühre, die weißgelbe Flüssigkeit in die heiße Pfanne gebe und ein paar Minuten später das fertige Rührei serviere.

Ein Stück Brot und einheimischer Tee sind auch noch erhältlich und so fängt der Tag gut an. Jetzt müssen wir uns erkundigen, wie wir weiter nach Malawi kommen können. Jemand sagt, hier fahren hin und wieder Händler durch, vielleicht nehmen die euch mit. Das sind ja wieder tolle Aussichten, und so statten wir erst einmal dem Chief den obligatorischen Besuch ab. Mal sehen, ob er nicht eine Idee hat. 

Der Chief bedauerte außerordentlich, uns nicht helfen zu können, denn er hat sein Fahrzeug zur Zeit nicht im Ort, aber er hat tatsächlich eine Idee. Er kennt nämlich ein paar zuverlässige Burschen mit Fahrrädern, die können uns die sechzig Kilometer bis nach Katumbi in Malawi bringen. Das sei die einzige Möglichkeit, ohne größere Verzögerung weiterzukommen. Fahrräder? Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor.

Am nächsten Morgen um sechs Uhr kommen unsere Bicycle-Boys tatsächlich, um uns abzuholen, wie wir es vereinbart hatten. Aber da ist noch ein kleines Problem. Der Zollbeamte von Zambia ist nicht auf seinem Posten und das kann Schwierigkeiten, sowohl beim Grenzübertritt nach Malawi, als auch bei der Wiedereinreise nach Zambia, mit sich bringen. Was tun? Der Chief von Myombe beauftragt seinen Einwanderungsoffizier, der erst noch gesucht werden muß, uns mit den nötigen Dokumenten auszustatten.


 
...weiter mit Kapitel 7: Mit dem Fahrrad nach Malawi