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Mit dem Fahrrad
nach Malawi
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Kapitel 7
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Mittlerweile ist es zehn Uhr geworden, unsere Rucksäcke sind schon längst auf die Gepäckträger geschnallt, und wir können endlich losmarschieren. Nachdem wir feststellen, daß die Lehmstraße fest ist und ziemlich eben verläuft, kam uns nach etwa fünf Kilometern die Idee, doch selber zu fahren. Dann müßten unsere Fahrradbesitzer aber laufen, doch da schlagen die Burschen vor, für uns noch ein Fahrrad zu organisieren und uns mit auf den Drahtesel zu nehmen, was wir natürlich dankend annehmen. |
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Das funktioniert unerwartet gut, denn die Gepäckträger sind sehr stabil und man hat einen guten Halt und später blaue Flecken. Zwischendurch, wenn die Piste sandig wird, oder wenn es mal kurz bergauf geht, oder der Weg zerklüftet ist, steigen wir ab und helfen den Schwarzen . So fahren wir durch Grasebenen, Wälder und Buschlandschaft. Eine tolle Abwechslung. Menschen treffen wir kaum. Zum Glück gibt es hier keine großen Steigungen und wir kommen zügig voran. Wir passieren den einsamen, zambesischen Schlagbaum, und nach ein paar Kilometer Waldpiste abwärts stehen wir plötzlich vor der malawischen Grenze. Der Zollbeamte ist sehr verwundert, daß zwei Weiße hier auftauchen. Er fragt, wie wir denn hier hingekommen sind? Als er von den Fahrrädern hört, und von woher, kommt er aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Zöllner kontrolliert sehr gewissenhaft die Reisedokumente und gibt uns mit einem Lächeln seinen Stempel in den Paß. Jetzt habe ich großen Durst auf ein Bier, aber wir sind leider noch nicht in Katumbi. Wie weit ist es denn noch? Etwa zwanzig Minuten Lehmstraße und wir sind da. |
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Für die fast sechzig Kilometer haben wir pro Fahrrad 5 US$ bezahlt. Es ist gerade fünf Uhr durch. Da die Sonne gleich untergeht organisieren wir zuerst für 1,50 US$ eine Unterkunft und dann das lang ersehnte Bier. Mh, lecker! Sogar gut gekühlt, aber leider nur die ersten zwei. Wir bestellen in einem Restaurant Hühnchen mit Reis und Gemüse, das nach etwa einer Stunde für uns fertig zubereitet auf dem Tisch stehen soll. |
| Die Tagestour mit den Fahrrädern war doch so anstrengend, daß wir uns nach dem leckeren Abendessen auf die durchgelegenen Bretterpritschen fallen lassen. Trotz der üblichen afrikanischen Nachtlebengeräusche können wir in der 150 x 250 Zentimeter große Zelle gleich einschlafen. Außerdem ist die Nacht kurz, denn um sechs Uhr früh soll der nächste Bus nach Mzimba fahren, den wollen wir auf keinen Fall verpassen. |