Vorwort

In riesigen Mäandern zieht der Luangwa dem Zambesi entgegen 31. Mai 1998. Der Urlaub ist geplant, die Flüge gebucht und wir freuen uns auf Afrika. Es ist ja nicht das erste Mal, und die Erlebnisse und Erfahrungen vieler vorausgegangenen Reisen durch Ostafrika lassen das alles für mich als eine ganz normale Ferienreise erscheinen. Dieser Urlaub soll wieder eine Floßfahrt werden, und zwar auf dem Luangwa, einem Nebenfluss des Zambesi.

Wir wollen nicht nur Wildnis pur auf dem krokodil- und flusspferdreichsten Fluss Afrikas erleben, nein, im Anschluss daran werden wir noch ein paar Tage an den Viktoria-Fällen ausruhen. Die notwendige Ausrüstung, Zelte und Rucksäcke, sogar Nahrungsmittel, um in der tiefsten Wildnis überleben zu können, sind gepackt. Wie immer soll es eine tolle Reise werden.

Der Autor an den Viktoriafällen
Brunch bei Familie Simba

Da über das nördliche Luangwa-Tal so gut wie keine Informationen zu bekommen sind, wissen wir nicht, was uns dort eigentlich erwartet. Aber das ist es eben, was ein richtiges Abenteuer ausmacht. Unglückliche Umstände haben diese Tour kurz vor der Abreise mitgestaltet. Von den ursprünglich geplanten vier Personen bleiben nur noch zwei übrig. Für mich steht fest, dass die Floßfahrt in der Form wie sie geplant war, nicht mehr durchführbar ist.

Wir sind trotzdem nach Zambia geflogen. Erst vor Ort, das heißt draußen in der Wildnis, planen wir den Ablauf der nächsten vier Wochen , soweit das im voraus überhaupt möglich ist. Da ich darauf vorbereitet bin, sehe ich keine Schwierigkeiten. Dazu müssen wir nur noch die uns dort gegebenen Möglichkeiten für eine optimale Ablaufgestaltung nutzen, um für uns das Beste aus dieser Situation herauszuholen. Tolle Idee mit den Fahrrädern
Großmaul Hippo Mit Zelt und Rucksack sind wir durch Zambias entlegendstem Winkel gereist und haben von der geplanten Floßeinsatzstelle den River flußabwärts erkundet. Das nur knöcheltiefe Wasser macht im Juni eine Floßfahrt unmöglich. Die stellenweise tieferen Pools sind von riesigen Flußpferdgruppen belegt, daß auch hier ein Durchkommen sehr schwierig ist. Abends haben wir am Flußufer unser Zelt aufgeschlagen und nachts dem "Concerto Hippopotamus" gelauscht.


...weiter mit Kapitel 1: Von Lusaka nach Isoka