DIN 4132 (Auszug)

5 Grundsätze für die bauliche Durchbildung und Ausführung

5.1 Niet- und Schraubenverbindungen

5.1.1 Niete
Für Niete sind Klemmlängen (in mm) größer als 0,2 d2 (d in mm) nicht zulässig.

5.1.2 Paßschrauben
Bei Paßschrauben nach DIN 7968 darf das Gewinde nicht in die zu verbindenden Teile hineinreichen. Die Passung muß mindestens H11/h 11 (Schrauben nach DIN ISO 898 Teil 1) betragen.

5.1.3 Rohe Schrauben
Rohe Schrauben nach DIN 7990 dürfen zur Kraftübertragung nur in Verbindungen verwendet werden, für die eine Betriebsfestigkeitsuntersuchung nach Abschnitt 4.4.1 nicht erforderlich ist.

5.1.4 Hochfeste Schrauben
Bei Verbindungen mit hochfesten Schrauben sind die Bestimmungen der DASt-Richtlinie 010 für nicht vorwiegend ruhende Belastung zu beachten.

5.1.5 Anordnung der Niete und Schrauben
Für die Rand- und Lochabstände gilt DIN 1050. Für die Anreißmaße der Form- und Stabstähle gelten DIN 997, DIN 998 und DIN 999.

5.2 Brenngeschnittene Walzerzeugnisse
Die durch Brennschneiden entstandenen Schnittflächen müssen mindestens eine Güte 23 nach DIN 2310 Teil 3, Ausgabe Februar 1975. Abschnitt 2. bei Kerbfall W 11 (siehe Tabelle 5) und 12 bei Kerbfall W 01 aufweisen.

5.3 Schweißverbindungen

5.3.1 Anforderungen an Betriebe und Fachkräfte
Geschweißte Stahlbauteile für Kranbahnen nach dieser Norm dürfen nur in Betrieben hergestellt werden, die eine Bescheinigung über ihre Eignung nach Beiblatt 1 zu DIN 4100 mit der Erweiterung auf den Anwendungsbereich von DIN 4132 besitzen ¹).

¹) Nach den bauaufsichtlichen Regelungen gilt der Nachweis als erbracht, wenn eine Eignungsbescheinigung für den Geltungsbereich DIN 15 018 oder DV 848 (DS 804 neu) vorliegt.

Mit der Schweißaufsicht dürfen nur Schweißfachingenieure beauftragt werden, die mit den Besonderheiten dieser Norm, insbesondere mit den Zusammenhängen zwischen Nahtgüten und Kerbfällen, vertraut sind. Die eingesetzten Schweißer müssen mindestens die Bedingungen der Prüfgruppe B II nach DIN 8560 erfüllen und überwacht werden.

5.3.2 Nahtarten und Nahtgüten
Art und Güte einer Naht müssen jeweils demjenigen der in der Tabelle 6 festgelegten Kerbfälle entsprechen, der der Betriebsfestigkeitsuntersuchung nach Abschnitt 4.4 zugrunde gelegt ist (oder einem mit höherer zulässiger Spannung); sie sind unter Benutzung der Sinnbilder nach Tabelle 4 in den Zeichnungen anzugeben.

5.3.3 Bauliche Durchbildung geschweißter Bauteile
Die Durchbildung der geschweißten Bauteile muß den Kerbfällen entsprechen, die der Betriebsfestigkeitsuntersuchung zugrunde gelegt sind. Dies gilt auch dann, wenn statt der Betriebsfestigkeitsuntersuchung der Allgemeine Spannungsnachweis maßgebend wird. Das Anschweißen von Steifen und Schienenklemmplatten an Gurte, die von Kranradlasten befahren werden, ist für Kranbahnen der Beanspruchungsgruppen B 5 und B 6 unzulässig.

5.3.4 Dicke der mit dem Trägersteg verschweißten Gurtplatten
Die Gurtplattendicken nach DIN 4100, Ausgabe Dezember 1968, Abschnitt 6.2.4.1, sollen in der Regel nicht überschritten werden. Zugbeanspruchte, durch Radlasten von Laufkranen befahrene .Gurtplatten, die mit dem Tragersteg unmittelbar verschweißt sind, dürfen zur Vermeidung hoher Beanspruchungen in den Verbindungen zwischen mehreren Gurtteilen, geeignete Maßnahmen beim Schweißen vorausgesetzt, in einer Dicke bis zu 50mm, gedrückte Gurte bis zu 80mm, ausgeführt werden.

5.4 Anschlüsse, Stöße

5.4.1 Anzahl der Niete und Schrauben
Jeder Querschnittsteil eines Stabes ist in Kraftrichtung hintereinander Je Reihe mit mindestens 2 Nieten oder Schrauben und mit höchstens 6 bei schwellender und 5 bei wechselnder Beanspruchung anzuschließen.

5.4.2 Mittelbare Deckung
Bei mittelbarer Deckung eines Stoßes über m Zwischenlagen Ist die Anzahl der Niete oder Schrauben, nicht aber Schrauben in gleitfesten Verbindungen nach der DASt-Richtlinie 010, gegenüber der bei unmittelbarer Deckung rechnerisch erforderlichen Zahl n auf
n' = n (1+0,3 m) zu erhöhen.

5.4.3 Futterstücke
Kraftübertragende Futterstücke, ausgenommen in gleitfesten Verbindungen nach DASt-Richtlinie 010, mit Dicken größer als 6mm und größer als 1/ 3 des aufzufutternden Teiles sind mit mindestens 2 Nieten oder 2 Schrauben oder entsprechenden Schweißnähten (unter Beachtung des Kerbfalles) vorzubinden; andernfalls ist wegen des mittelbaren Anschlusses des unterfutterten Teiles die Anzahl der Anschlußniete oder -schrauben entsprechend Abschnitt 5.4.2 zu vergrößern.

5.4.4 Beiwinkel und Beibleche
Bei genieteten und bei geschraubten Anschlüssen, ausgenommen in gleitfesten Verbindungen nach DASt-Richtlinie 010, sind Beiwinkel entweder in einem Schenkel mit dem 1,5fachen oder in beiden Schenkeln mit dem 1,25fachen Wert der anteiligen Schnittgröße anzuschließen.

5.4.5 Zusammenwirken von Schweißnähten und anderen Verbindungsmitteln
Sofern die Betriebsfestigkeltsuntersuchung maßgebend ist, darf in gleitfesten Verbindungen aus Schweißnähten und hochfesten Schrauben und in Verbindungen aus Schweißnahten und Nieten oder Paßschrauben, abweichend von DIN 4100, Ausgabe Dezember 1968, Abschnitt 3.2.2, nur dann gemeinsame Übertragung einer Schnittgröße angenommen werden, wenn die Aufteilung der Schnittgröße auf die einzelnen Querschnittsteile unter Berücksichtigung der verschiedenen Formänderungswiderstände der Verbindungsmittel möglich ist und die einzelnen Anteile der Schnittgröße in jedem Querschnittsteil je für sich durch nur eine Verbindungsart übertragen werden.

5.5 Besondere Maßnahmen

5.5.1 Lasteinleitungen und Kraftumlenkungen
Im Bereich von Lasteinleitungen oder von Kraftumlenkungen an Knicken, Krümmungen, Ausschnitten und Durchbrüchen sind, soweit nach der entsprechenden Festigkeitsberechnung (siehe Abschnitt 4) erforderlich, geeignete bauliche Maßnahmen zu treffen.
Fachwerkstabanschlüsse mit ungünstigen Zwängungsspannungen ²) sollen möglichst nicht ausgeführt werden. Sie müssen bei vereinfachtem Ansatz der Zwängungsspannungen nach Abschnitt 4.4.4 vermieden werden.

²) Siehe „Der Stahlbau", Heft 9/1968, Seite 266.

5.5.2 Gurtbiegung aus der Radlasteinleitung
Die Biegebeanspruchung in Querrichtung, der die Gurtplatten durch die flächige Lastübertragung von der Kranschiene, insbesondere bei elastischen Schienenunterlagen, wegen ihrer linienförmigen Unterstützung durch das Stegblech ausgesetzt sind, ist durch bauliche Maßnahmen möglichst gering zu halten.
Das gleiche gilt für die Schub- und Scherbeanspruchung, der die Verbindungen zwischen mehreren Teilen von durch Kranlaufräder befahrenen Gurten durch ihre lastverteilende Wirkung in Längsrichtung und durch Torsionsmomente ausgesetzt sind.

5.6 Korrosionsschutz
Die zulässigen Spannungen nach Abschnitt 4 gelten unter der Voraussetzung, daß die Stahlbauteile gegen Querschnittsminderungen und gegen Bildung von Oberflächenkerben durch Rost ständig ausreichend geschützt sind. Wegen der korrosionsschutzgerechten Durchbildung der Bauteile sowie der Auswahl und richtigen Verarbeitung geeigneter Schutzsysteme einschließlich der erforderlichen Oberflächenvorbereitung ist DIN 55928 Teil 1 bis Teil 8 in Verbindung mit DIN 18364 zu beachten. In DIN 55928 Teil 5 nicht genannte Korrosionsschutzarten und -Systeme dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Brauchbarkeit durch Gutachten einer geeigneten Materialprüfungsanstalt nachgewiesen wird.

5.7 Anforderungen an die Erstellung der Kranbahnen von Brückenkranen
Unmittelbar nach Abschluß der Montage sind für die nur unter der ständigen Last stehenden Kranbahnträger wegen der Maßgenauigkeit die nachfolgenden Bedingungen einzuhalten. Abweichende Bedingungen sind vom Bauherrn anzugeben.
Die Messungen sind bei gleichmäßigen, im Meßbericht festzuhaltenden Temperaturbedingungen mit einwandfreien Meßgeräten durchzuführen.

5.7.1 Spurweite
Die Spurweite s darf vom Sollmaß höchstens abweichen:
bei s < 15m:
delta.gif (138 Byte)s = ± 5 mm
bei
s > 15m: delta.gif (138 Byte)s = ± 5 + 0,25(s – 15)mm     (s in m einsetzen)

5.7.2 Lage der Schiene Im Grundriß
Jede Kranschiene darf höchstens ±10mm von der Solllage (ihrer Achse) abweichen. Außerdem darf an keiner Stelle in Schienenlängsrichtung auf eine Meßlänge von 2,0m ein Stichmaß von ±1 mm überschritten werden.
Bei Kranen, die beiderseitig durch horizontale Rollen geführt sind. gelten vorstehende Werte auch für deren Laufflächen. Bei einseitig zwangsgeführten Kranen ist das Stichmaß auf ±0,5 mm abzumindern. Merkbare Versätze an Schienenstößen dürfen nicht vorhanden sein. Gegebenenfalls sind die Übergänge unter Einhaltung dieser Grenzwerte, z. B. durch Schleifen, auszugleichen.

5.7.3 Höhenlage der Schienenoberkante
Die Schienenoberkante darf von der Sollhöhe nicht mehr als ±10 mm abweichen. Die Sollhöhe kann konstant sein, gegebenenfalls eine planmäßige Neigung besitzen oder der planmäßigen Überhöhungskurve entsprechen. Die planmäßige Überhöhung soll der Durchbiegung infolge Kranbahneigenlast und der gemittelten Radlasten
1/ 2 • (max. R + min. R) des Lastfalles H ohne Schwingbeiwert entsprechen, sofern diese 10 mm überschreitet.
Darüber hinaus darf an keiner Stelle in Schienenlängsrichtung auf eine Meßlänge von 2,0m ein Stichmaß von ±2 mm überschritten werden. Merkbare Höhenunterschiede an Schienenstößen dürfen nicht vorhanden sein. Gegebenenfalls sind die Übergänge unter Einhaltung dieses Grenzwertes, z. B. durch Schleifen, auszugleichen.

5.7.4 Lage der Endanschläge
Die Endanschlage dürfen in Richtung der Kranbahn nicht mehr als 1 ‰ der Spurweite, jedoch nicht mehr als 20mm, gegeneinander versetzt sein.

6 Tabellen für die Schweißnahtgüten, dle Einordnung gebräuchlicher Bauformen in Kerbfälle und die zulässigen Spannungen bei der Betriebsfestigkeitsuntersuchung

6.1 Schweißnahtgüten

Tabelle 4. Schweißnahtgüten

Zeile

Nahtart

Nahtausführung Ergänzend zu DIN 4100 müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:

Sinnbild Beispiele

Prüfung auf fehlerfreie Ausführung
Prüfverfahren

Kurzzeichen

1

Stumpfnaht-Sondergüte

a) Wurzel ausgeräumt und Kapplage gegengeschweißt

b) in Spannungsrichtung blecheben bearbeitet

c) keine Endkrater

d41323.gif (180 Byte)

Zerstörungsfreie Prüfung der Naht auf 100% der Nahtlänge,z.B. Durchstrahlung

P 100

2

Stumpfnaht-Normalgüte

a) Wurzel ausgeräumt und Kapplage gegengeschweißt

c) keine Endkrater

d41324.gif (156 Byte)

wie Zeile 1 bei
max omega.gif (155 Byte) > 0,8 × zul
omega.gif (155 Byte) Be außer im Druckschwellbereich

Für die wichtigsten übrigen Nähte zerstörungsfreie Prüfung in Stichproben auf mind. 10% der Nahtlänge jedes Schweißers

P 100

3

Stumpfnaht (einseitig auf Wurzelunterlage geschweißt)

 

 

d41325.gif (84 Byte)

P

4

K-Naht mit Doppelkehlnaht (Wurzel durchgeschweißt) DIN 4100, Bild 7

a) Wurzel ausgeräumt und durchgeschweißt

b) Nahtübergänge kerbfrei; erforderlichenfalls bearbeitet

d41326.gif (155 Byte)

 

 

Zerstörungsfreie Prüfung des quer zu seiner Ebene

auf Zug beanspruchten Bleches auf Doppelung und

Strukturfehler im Nahtbereich, z. B. Durchschallung

 

 

 

 

 

 

 

 

D

 

 

 

 

 

 

5

HV-Naht mit Kehlnaht (Kapplage gegengeschweißt) DIN 4100, Bild 5

d41327.gif (133 Byte)

6

Kehlnaht-Sondergüte DIN 4100, Bild 2

a) Einwandfreie Wurzelverschweißung b) Nahtübergänge kerbfrei; erforderlichenfalls bearbeitet

d41328.gif (132 Byte)

7

K-Stegnaht mit Doppelkehlnaht DIN 4100. Bild 6

 

 

d41329.gif (153 Byte)

8

HV-Stegnaht mit Kehlnaht DIN 4100, Bild 4

 

 

d413210.gif (104 Byte)

9

Kehlnaht

 

 

d41328.gif (132 Byte)

6.2 Einordnung gebräuchllcher Baufonnen in Kerbfälle

Die Tabellen 5 und 6 geben eine Anleitung zur Einordnung der verschiedenen Bauformen in die Kerbfälle.
Nicht angegebene Bauformen sind sinngemäß einzuordnen.
Bauformen mit noch ungünstigeren Kerbfällen als in Tabelle 6 aufgeführt sind unzulässig.
In den Tabellen ist durch Sperrung angegeben, ob die Schweißnaht, das durch Schweißung beeinflußte durchlaufende Teil oder beide in den jeweiligen Kerbfall eingeordnet sind. Hieraus ergeben sich für Schweißnaht oder Teil gegebenenfalls Einordnungen in unterschiedliche Kerbfälle.

Tabelle 5. Bauteile, geschraubte und genietete Verbindungen
Kerbfall W 0 und Kerbfall W 1

Ordnungs-Nummer

Beschreibung und Darstellung

Sinnbild

W 01

Teile mit normaler Oberflächenbeschaffenheit und mit Seitenflächen als Walzkanten oder durch Sägeschnitte, wenn überlagerte geometrische Kerbwirkungen nicht vorhanden oder bei der Spannungsermittlung berücksichtigt sind, z.B. bei Ausschnitten. Brenngeschnittene Flächen müssen mindestens die Güte 12 nach DIN 2310 Teil 3, Ausgabe Februar 1975, Abschnitt 2, haben.

09.gif (1344 Byte)

 

 

W 11

Teile mit Scherenschnitt- oder mit Brennschnittflächen mit mindestens Güte 23 nach DIN 2310 Teil 3, Ausgabe Februar 1975. Abschnitt 2, wenn überlagerte geometrische Kerbwirkungen nicht vorhanden oder bei der Spannungsermittlung berücksichtigt sind, z. B. bei Ausschnitten.

10.gif (1376 Byte)

 

 

W 12

Gelochte Teile auch mit Nieten und Schrauben bei Beanspruchung der Niete und Schrauben bis höchstens 20%, der hochfesten Schrauben in GV-Verbindungen bis 100% der zulässlgen Werte Für einschnittige Verbindungen gelten die Einschränkungen der Kerbfälle W 22 und W 23 auch hier.

11.gif (564 Byte)

 

 

W 13

Stegansatz von Walzprofilen bei Angriff von Radlasten

12.gif (892 Byte)

 

 

Kerbfall W2 — Nietung, Paßschrauben nach DIN 7968, SLP- und GVP-Verbindungen

W 21

Gelochte Teile bei zweischnittigem Niet- oder Schraubenanschluß

13.gif (1040 Byte)

 

 

W 22

Gelochte Teile bei einschnittigem, aber gestütztem Niet- oder Schraubenanschluß; die Stützung darf nur für die Breite b < 15 t angenommen werden.

14.gif (957 Byte)

 

 

W 23

Gelochte Teile bei einschnittigem, aber nicht gestütztem Niet- oder Schraubenanschluß mit Nachweis der außermittigen Kraftwirkungen

15.gif (945 Byte)

 

 

Tabelle 6. Bauteile, geschraubte und genietete Verbindungen
Kerbfall K 0
- Geringe Kerbwirkung

Ordnungs-
Nummer

Beschreibung und Darstellung

Sinn-
bild

Kurzzeichen nach
Tabelle 4

011

Mit Stumpfnaht-Sondergüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile16.gif (1089 Byte)01.gif (218 Byte)

P 100

P 100

012

Mit Stumpfnaht-Sondergüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile verschiedener Dicken mit unsymmetrischem Stoß und Schräge < 1:4 oder mit symmetrischem Stoß und Schräge < 1:3

17.gif (602 Byte)

01.gif (218 Byte)

P 100

P 100

021

Mit Stumpfnaht-Normalgüte, HV-Naht mit Kehlnaht oder K-Naht mit Doppel- kehlnaht längs zur Kraftrichtung verbundene Teile18.gif (1949 Byte)19.gif (296 Byte)

P oder
P 100

P oder
P 100

022

Mit Stumpfnaht-Normalgüte verbundene Stegbleche und Qurtprofile aus Form- und Stabstahl

20.gif (836 Byte)

02.gif (201 Byte)

P oder
P 100

P oder
P 100


Kerbfall K1 - Mäßige Kerbwirkung

111

Mit Stumpfnaht-Normalgüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile

21.gif (940 Byte)

02.gif (201 Byte)

P oder
P 100

P oder
P 100

112

Mit Stumpfnaht-Normalgüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile verschledener Dicken mit unsymmetrischem StoB und Schräge < 1:4 oder mit symmetrischem Stoß und Schräge < 1:3

22.gif (927 Byte)

02.gif (201 Byte)

P oder
P 100

P oder
P 100

123

Mit K-Stegnaht mit Doppelkehlnaht. HV-Stegnaht mit Kehlnaht, Doppel-kehlnaht oder Kehlnaht längs zur Kraftrichtung verbundene Teile

23.gif (1700 Byte)

24.gif (383 Byte) 

131

Durchlaufendes Teil, an das quer zur Kraftrichtung Teile mit durchlaufender K-Naht mit Doppelkehlnaht angeschweißt sind

25.gif (664 Byte)

04.gif (200 Byte)

 

151

Mit K-Naht mit Doppelkehlnaht quer zur Kraftrichtüng verbundene Teile*)

26.gif (806 Byte)

04.gif (200 Byte)

D

152

K-Naht mit Doppelkehlnaht in Anschlüssen mit Biegung*)

27.gif (735 Byte)

04.gif (200 Byte)

D

153

K-Naht mit Doppelkehlnaht zwischen Gurt und Steg bei Angriff von Einzellasten
Druck und Zug quer zur Naht (gilt nur für Querbeanspruchung der Naht)*)

28.gif (915 Byte)

04.gif (200 Byte)

D


Kerbfall K2 - Mittlere Kerbwirkung

211

Mit Stumpfnaht-Normalgüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile aus Form- oder Stabstahl außer Flachstahl. (Beim Allgemeinen Spannungsnachweis ist DIN 4100, Abschnitt 5.4, Ausgabe Dezember 1968, zu beachten.)

29.gif (607 Byte)

02.gif (201 Byte)

P 100

P 100

212

Mit Stumpfnaht-Normalgüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile verschiedener Dicken mit unsymmetrischem Stoß und Schräge < 1:3 oder mit symmetrischem Stoß und Schräge < 1:2

30.gif (822 Byte)

02.gif (201 Byte)

P oder
P 100

P oder
P 100

231

Durchlaufendes Teil, an das quer zur Kraftrichtung Teile mit durchlaufender Doppelkehlnaht-Sondergüte angeschweißt sind. Nahtübergänge kerbfrei.

31.gif (664 Byte)

32.gif (117 Byte)

 

233

Gurt- und Stegbleche, an die quer zur Kraftrichtung Schotte oder Steifen mit abgeschnittenen Ecken mit Doppelkehlnaht-Sondergüte angeschweißt sind. Nahtübergänge kerbfrei. Die Einstufung in den Kerbfall gilt nur für den Bereich der Querkehlnähte.

33.gif (1233 Byte)

32.gif (117 Byte)

 

241

Durchlaufendes Teil, an dessen Kante an den Enden abgeschrägte oder ausgerundete Teile längs zur Kraftrichtung mit Stumpfnaht-Normalgüte angeschweißt sind. Nahtenden kerbfrei bearbeitet.

34.gif (928 Byte)

35.gif (186 Byte)

P oder
P 100

P oder
P 100

242

Durchlaufendes Teil, an das an den Enden abgeschrägte oder ausgerundete Teile oder Steifen längs zur Kraftrichtung angeschweißt slnd. Die Endnähte sind im Bereich > 5 t als K-Naht mit Doppelkehlnaht ausgeführt, Nahtübergänge kerbfrei.

36.gif (1592 Byte)

37.gif (109 Byte)

Nur End-
naht

 

244

Durchlaufendes Teil, auf das ein am Ende mit Neigung < 1:3 abgeschrägtes Gurtblech aufgeschweißt ist. Die Endnähte sind im Bereich > 5 t in Kehlnaht-Sondergüte mit a - 0,5 t ausgeführt. Nahtübergänge kerbfrei.

38.gif (1660 Byte)

39.gif (83 Byte)

 


*) Auf Freihelt von Lamellenrissen ist bei den in Dickenrichtung beanspruchten Bauteilen besonders zu achten

Kerbfall K 3 - Starke Kerbwirkung

311

Mit einseitig auf Wurzelunterlage geschweißter Stumpfnaht quer zur Kraftrichtung verbundene Teile

40.gif (905 Byte)

03.gif (98 Byte)

P

312

Mit Stumpfnaht-Normalgüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile verschiedener Dicken mit unsymmetrischem Stoß und Schräge < 1:2, mit unsymmetrischem Stoß ohne Schräge mit Dickenunterschieden < 3mm oder mit symmetrischem Stoß ohne Schräge.

41.gif (930 Byte)

02.gif (201 Byte)

P oder P100

P oder P100

313

Stumpfnaht-Normalgüte und durchlaufendes Teil, beide quer zur Kraftrichtung, z.B. an Kreuzungsstellen von Gurtblechen mit Querschnittsverbreiterungen, die durch Stumpfnaht-Normalgüte angeschweißt sind. Nahtenden kerbfrei bearbeitet.

02.gif (201 Byte)

P oder P100

P oder P100

331

Durchlaufendes Teil, an das quer zur Kraftrichtung Teile mit durchlaufender Doppelkehlnaht angeschweißt sind

43.gif (769 Byte)

32.gif (117 Byte)

 

333

Gurt- und Stegbleche, an die quer zur Kraftrichtung Schotte oder Steifen mit ununterbrochener Doppelkehlnaht angeschweißt sind. Die Einordnung in den Kerbfall gilt nur für den Bereich der Querkehlnähte.

44.gif (1297 Byte)

32.gif (117 Byte)

 

341

Durchlaufendes Teil, an dessen Kante an den Enden abgeschrägte Teile längs zur Kraftrichtung mit Kehlnaht oder Doppelkehlnaht angeschweißt sind. Nahtenden kerbfrei bearbeitet.

45.gif (1012 Byte)

46.gif (177 Byte)

 

342

Durchlaufendes Teil, auf das an den Enden abgeschrägte Teile oder Steifen längs zur Kraftrichtung mit Doppelkehlnaht angeschweißt sind. Die Endnähte sind im Bereich > 5 t kerbfrei bearbeitet.

47.gif (1387 Byte)

32.gif (117 Byte)

 

343

Durchlaufendes Teil, mit dem ein an den Enden abgeschrägtes oder ausgerundetes und durchgestecktes Blech verschweißt ist. Die Endnähte sind im Bereich > 5 t als K-Stegnaht mit Doppelkehlnaht ausgeführt und kerbfrei bearbeitet.

48.gif (1735 Byte)

49.gif (171 Byte)

Nur End-
naht

 

344

Durchlaufendes Teil, an das ein Gurtblech mit to < 1,5 < tu aufgeschweißt ist. Die Endnähte sind im Bereich > 5 to als Kehlnaht-Sondergüte ausgeführt.

50.gif (1537 Byte)

39.gif (83 Byte)

 

346

Durchlaufendes Teil, an das Längssteifen mit unterbrochener Doppelkehlnaht oder durch Ausschnittsschweißung mit Doppelkehlnaht angeschweißt sind. Die Einordnung in den Kerbfall gilt nur für die Bereiche der kurzen Nahtabschnitte zwischen den Endnähten; für diese siehe Ordnungs-Nummer 242, 342 oder 442, je nach Ausbildung.

51.gif (837 Byte)

32.gif (117 Byte)

 

351

Mit K-Stegnaht mit Doppelkehlnaht quer zur Kraftrichtung verbundene Teile

52.gif (791 Byte)

49.gif (171 Byte)

D

352

K-Stegnaht mit Doppelkehlnaht in Anschlüssen mit Biegung

53.gif (741 Byte)

49.gif (171 Byte)

D

353

K-Stegnaht mit Doppelkehlnaht zwischen Gurt und Steg bei Angriff von Einzellasten in Stegebene Druck und Zug quer zur Naht (gilt nur für Querbeanspruchung der Naht)

54.gif (932 Byte)

49.gif (171 Byte)

D


Kerbfall K 4 - Besonders starke Kerbwirkung

412

Mit Stumpfnaht-Normalgüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile verschiedener Dicken mit unsymmetrischem Stoß, ohne Schräge, gestützt. Nichtgestützte Stöße bei Berücksichtigung der Außermittigkeit

55.gif (1271 Byte)

02.gif (201 Byte)

P

P

413

Mit Stumpfnaht-Normalgüte quer zur Kraftrichtung verbundene Teile an Kreuzungsstellen, z. B. von Gurtblechen

56.gif (606 Byte)

02.gif (201 Byte)

P

P

433

Gurt- und Stegbleche, an die Schotte mit ununterbrochener einseitiger Kehlnaht quer zur Kraftrichtung angeschweißt sind

57.gif (1242 Byte)

39.gif (83 Byte)

 

441

Durchlaufendes Teil, an dessen Kante längs zur Kraftrichtung rechtwinklig endende Teile angeschweißt sind

58.gif (443 Byte)

32.gif (117 Byte) 

442

Durchlaufendes Teil, auf das rechtwinklig endende Teile, z. B. Steifen oder Knaggen zur Schienenbefestigung, längs zur Kraftrichtung mit Doppelkehlnaht aufgeschweißt sind

59.gif (1828 Byte)

32.gif (117 Byte) 

443

Durchlaufendes Teil, mit dem ein rechtwinkliges durchgestecktes Blech mit Doppelkehlnaht verschweißt ist

60.gif (956 Byte)

32.gif (117 Byte)

 

444

Durchlaufendes Teil, auf dem ein mit umlaufender Kehlnaht aufgeschweißtes Gurtblech endet

61.gif (935 Byte)

39.gif (83 Byte)

 

446

Durchlaufende Teile, zwischen denen Bindebleche mit Kehlnaht oder Stumpfnaht-Normalgüte eingeschweißt sind

62.gif (968 Byte)

63.gif (225 Byte)

 

447

Durchlaufende Teile, auf die Stäbe mit Kehlnähten ringsumlaufend aufgeschweißt sind

64.gif (817 Byte)

39.gif (83 Byte)

 

448

Stäbe aus Rohren, die mit Kehlnähten ringsumlaufend verschweißt sind

65.gif (822 Byte)

39.gif (83 Byte)

 

449

Stoßlaschen, die auf Teile von tu > to mit Stirn- und Flankenkehlnähten aufgeschweißt sind

66.gif (1169 Byte)

39.gif (83 Byte)

 

451

Durch Doppelkehlnaht oder HV-Naht mit Kehlnaht auf Wurzelunterlage quer zur Kraftrichtung verbundene Teile (Kreuzstoß)

67.gif (1360 Byte)

68.gif (160 Byte)

D

452

Durch Doppelkehlnaht-Anschluß mit Biegung angeschlossenes Teil

69.gif (755 Byte)

32.gif (117 Byte)

D

453

Doppelkehlnaht zwischen Gurt und Steg bei Angriff von Einzellasten in Stegebene Druck und Zug quer zur Naht (gilt nur für Querbeanspruchung der Naht)

70.gif (901 Byte)

32.gif (117 Byte)