Fressen und gefressen werden:
Katzenernährung
Fast jede Katze hat ihre eigene Art, dem Menschen mitzuteilen, dass sie jetzt und sofort eine Ration braucht. Der Futterplatz sollte so gestaltet sein, dass er der Etikette unseres Stubentigers gerecht wird. Das bedeutet vor allem die Notwendigkeit, den Platz auch außerhalb des Fressnapfes von Essensresten sauberzuhalten.
Jede Katze braucht auch regelmäßig Wasser, besonders wenn bevorzugt Hartfutter gefressen wird. Die Trinkstelle muss nicht direkt mit der Fressstelle identisch sein. Das Wasser sollte regelmäßig getauscht werden, frisches Leitungswasser enthält manchmal sehr viel Chlor - die Katze mag es dann eher etwas abgestanden. Milch ist eigentlich nur für Jungkatzen vor der Entwöhnung richtig sinnvoll. Es gibt jedoch auch eine spezielle Katzenmilch (lactosefrei), die Katze wird Ihnen schon zeigen, ob sie die auch mag, sonst tut es auch ab und zu etwas Kondensmilch.
Katzenhygiene
Katzenklo
Wer kennt nicht Helge Schneider mit seinem Katzenklo-Song. Ein sauberes Klo ersetzt in der Wohnung den natürlichen Raum zum Verscharren der Verdauungsendprodukte. Es sollte dem Grad der Benutzung entsprechend regelmäßig gereinigt werden. Bestimmte Streu-Arten sind biologisch voll abbaubar. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit gepresstem Holz gemacht: voll abbau- oder kompostierbar, geht sogar auch durch die Toilette ohne Verstopfungsgefahr, stark geruchsbindend, staubt nicht.
Es gibt auch Abdeckungen, sogar mit Aktivkohlefilter, für das Katzenklo. In vielen Fällen reicht auch einen "Scharrschutzrand".
Wohnhöhle/Liegefläche
Die Katze verbirgt sich auch mal gern in einer Röhre oder Höhle. Diese gibt es aus Plüsch und topmodern, ein Karton mit einem großen eingeschnittenem Loch und mehreren kleinen Tatzel- und Gucklöchern wird von meinen Katzen jedoch zum Versteckenspielen bevorzugt. Aber auch ein einfach eingerichtetes Plätzchen auf einem Schrank wird gern akzeptiert. Hier ist die Katze meist ungestört und hat Übersicht zugleich - ideal.
Kratzbaum
Die Katze muss ihre Krallen pflegen, dazu gehört das Kratzen an geeigneten Stellen. Die Meinung darüber, was zum Kratzen geeignet ist, ist bei Katzen wie bei Menschen oft unterschiedlich. Ein stabiler Kratzbaum, eine Rauhputzwand oder eine Sisalmatte werden gerne angenommen, leider auch bei fehlenden Alternativen Tapeten, Möbel, Holzverkleidungen und Teppiche.
Lose aufgehängte Sisalbretter sind unpraktisch, da sie keinen Widerhalt beim Kratzen aufweisen. Exponierte Ecken ziehen so manche Katze zum Kratzen magisch an. Durch das Kratzen wird nämlich auch das Revier markiert. Die exponierten Stellen wirken wie Informationstafeln "Hier kratze/wohne ich!".