Katze krank?
Ist die Katze krank?
Die Katze ist nicht so robust, wie manche Sprichwörter glauben machen wollen. Wunden
sollten nach Möglichkeit behandelt werden. Ebenso wird man schon aus eigenem Interesse
dem Befall von Ektoparasiten, z. B. Flöhen und Zecken, entgegenwirken wollen. Wichtig ist
aber um so mehr die Beachtung der Krankheiten, die nicht so offensichtlich sind. Hierzu
gehören auch Endoparasiten, meistens Wurmbefall. Der Kleintiertierarzt sollte daher Ihre
Katze schon vor schwierigen Situationen kennengelernt haben, z.B. im Rahmen der
Schutzimpfungen, um das Tier kennenzulernen und besser einschätzen zu können.
Nicht jeder hat das Glück, dass der Arzt direkt um die Ecke wohnt. Sie sollten also schon
wissen, wo sich der 'Hausarzt' befindet und auch ggf. eine Alternativpraxis in der
Umgebung kennen. Auch das Wissen, wo die nächste Tierklinik zu finden ist, kann das Leben
Ihrer Katze entscheidend verlängern.
Krankheiten trotz Schutzimpfung?
Schutzimpfungen helfen der Katze, ihr Immunsystem aktiv oder passiv gegen bestimmte
Krankheiten zu stärken. Hierzu gehören Impfungen gegen Tollwut, Katzenseuche,
Katzenschnupfen, Katzenelukämie. Hierzu stellt der Tierarzt dem Besitzer oder Züchter
einen Impfpass für das jeweilige Tier aus, in dem dies Schutzimpfungen und Vermerke z. B.
für die Ausfuhr während eines Urlaubs im Ausland eingetragen werden. Es gibt einige
Krankheiten, gegen die keine Schutzimpfung hilft. Allgemein hat eine gut versorgte Katze
aber auch eine höhere Widerstandskraft gegen Krankheiten im Allgemeinen.
Gefährdungen für den Menschen
Bestimmte Krankheiten oder Parasiten können auch dem Menschen im ungünstigen Falle
gefährlich werden. Dazu gehören u.a. die Glatzflechte, Toxoplasmose und
Wurmerkrankungen.
Krankheiten und deren Symptome
Nicht jedes Symptom ist allein immer ein zwingender Hinweis auf eine bestimmte Krankheit.
Daher sollte der Gang zum Tierarzt nicht versäumt werden.
Goldene Regeln
Lernen Sie die Eigenarten Ihrer Katze kennen, bevor diese krank wird. Erst so können Sie
einschätzen, ob eine Veränderung im Verhalten eintritt. Apathie, übermäßig andauernde
Fressunlust, hochgezogenes drittes Lid (Nickhaut) oder Fieber sind neben Symptomen wie
Sekretion, wäßriger Durchfall und mehrfaches Erbrechen Anzeichen, die einen Gang zum
Tierarzt auslösen sollten. Die Grundtemperatur der Katze beträgt im After 38°C bis
38,5°C. Temperaturen ab 39°C und unter 37,7°C sind anormal. Das Themometer mit Salatöl
eingefettet vorsichtig in den After einführen, während eine zweite Person die Katze an
Schultern und Beinen fixiert. Weitere Symptome: anormaler Mundgeruch, stumpfes Fell,
schuppiges Fell, starker Haarausfall, Verstopfung, Zittern, Husten, Krämpfe,
Kontaktangst.
Der Transportbehälter sollte aus hygienischen Gründen auswaschbar sein. Die im Handel befindlichen Transportboxen sind fast durchweg geeignet. Ich empfehle die Anschaffung einer Box, die in der Größe großzügig und in der Stabilität als Reisebox einzustufen ist. So haben Sie und Ihr Stubentiger auf Dauer mehr davon.
Die Box kann zu Hause entweder als Wohnhöhle verwendet werden - so gewöhnt sich die Katze daran, ohne den Konditionierungseffekt 'Tierarztbox" zu entwickeln, oder man zerlegt sie in Ober- und Unterteil zum besseren Verstauen.
Urlaub mit oder trotz Katze
Wer verreist, sollte beachten, dass eine längere Fahrt für die Katze Stress bedeuten
kann, da sie völlig aus der gewohnten Umgebung herausgerissen wird. Bei Fahrten ins
Ausland sind deren Einreisebestimmungen für Tiere zu beachten. Rechtzeitige Impfungen und
schlimmstenfalls sogar Quarantäne sind Pflicht.
Alternativ dazu bietet sich die Pflege der Katze durch einen freundlichen Nachbarn - also in der gewohnten Umgebung - an. Es gibt auch Katzenpensionen. Es kommt da auf einen Versuch an, ob Ihre Katze das akzeptiert.
Glatzflechte Herpes
tonsurans
Symptome: kreisrunder Haarausfall an Beinen, Stirn oder Augen beginnend, Juckreiz,
Hautverdickung und Pusteln
Toxoplasmose
Katzenseuche/Katzentyphus Panleukopenie,
Feline Enteritis
Symptome: starkes Erbrechen von gelb-grünem Schaum, übelriechender Durchfall, völlige
Futterverweigerung, starker Durst, der aber kaum gestillt wird, hohes Fieber
Katzenschnupfen
Symptome: Grippeartige Fieberschübe, Nickhaut vorgezogen, geschwollene Augenlieder,
Nahrungsverweigerung
Chlamydien
Symptome: Augenentzündung, eitriger Ausfluss am Auge, anhaltendes Niesen
Katzenstaupe
Symptome: Husten, raselnder Atem, Niesen, eitriger Ausfluss aus Nase, Apathie
Rachenseuche Rhinitis infectiosa
Symptome: Schnupfen, starke Schleimbildung bis hin zur Erstickung, Verschlechterung des
Allgemeinbefindens
Vergiftungen
Symptome: ähnlich wie bei Katzenseuche
Flohbefall und Zecken
Akuter Flohbefall kann durch Flohkot (rotbraune-schwarze Pünktchen beim Ausbürsten über
weißem Papier) und genaue Fellkontrolle festgestellt werden.
Milben
Symptome: Schwarzbraune Verkrustungen in den Ohrmuscheln
Würmer
Helle Punkte im Kot können auf einen Befall hinweisen. Regelmäßige Wurmkuren sind
sinnvoll, da Wurmbefall nicht immer sichtbar ist.
PKD (Zystennieren, polyzystische
Nierenkrankheit)
Ein Nierendefekt, der wahrscheinlich autosomal dominant vererbt wird und mittels
Sonographie diagnostiziert werden kann.