Die Rennmaus Farb-Palette

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und diese Seite gibts auch auf Englisch.

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 Links mit Beschreibungen der Rennmausfarben und -gene (in deutsch):

(in englisch) :

Das internationale Diskussions-Forum für Rennmauszüchter ist "The Gerbil Mailing list (GML)" (englisch) und es gibt nun endlich auch eine deutschsprachige Rennmaus-Mailingliste.
Achtung: Nicht alle angegebenen Gencodes sind bereits wissenschaftlich bestätigt. Diejenigen mit einem Fragezeichen erforden noch weitere Untersuchungen. Sie werden hier nur vorläufig zur Diskussion genannt.

Foto    

Gene


Name(n)  

name(s) / 

 

AGOUTI-Farben 

mit einem hellen Bauchfell und dreifarbigen Haaren (normalerweise grau nahe der Haut, gefolgt von einem gelben Band und einer dunkel gefärbten Haarspitze). Eine interessante Tabelle mit Haarfarben ist in folgendem interessanten Buch zu finden: "De gerbil als gezelschapsdier", von Fred Petrij und Netty de Wit (auf holländisch) 
 


(Eva's 'Frosch', a very light wild agouti)   
A- C- E- G- P-  

Agouti (wildfarbig) 

Hier Eva's Rennmaus namens "Frosch" ;-). Ein etwas untypisch helles Exemplar, aber dies macht deutlich, daß auch die Wildfarbe etwas variieren kann, auch gibt es eher graue und manchmal eher etwas rötlichere Agoutis. Vergleiche dazu auch Vera's Agouti vor der Skinner-Box auf der Seite über Rennmausverhalten.

Golden Agouti
wildkleur

 
A- C- E- G- P- Sp+

Agouti-Schecken

3 kleine "Pfeile" ;-) (mit sehr ausgedehnter Scheckung) und ein wildfarbener Agouti

 

pied Agouti


 
 
 
A- C- dd(?) E- G- P-  

[dd]-Agouti (?)  

Die junge Rennmaus im Vordergrund könnte so ein neuer [dd]-Agouti werden (?). Bereits bei jungen Tieren scheint man den etwas aufhellende Effekt des dd-Genpaares im direkten Vergleich erkennen zu können (Muß man aber mal abwarten, ob das auch tatsächlich vom dd kommt). Hinten links ist ein normaler wildfarbener Agouti. (siehe auch bei "dd-Silberagouti" und "Blau")
? 

?


 




 



 
A- CC E- G- pp  

Gold (= Zimt)

Das pp-Gen bewirkt, daß alle Teile des Fells etc., die das dunkle Farbpigment 'Eumelanin' enthalten, aufgehellt werden. Dadurch verschwinden auch die dunklen Haarspitzen und auch die Augen werden rubinfarbig. Vergleiche auch mit Rotfuchs
Argente Golden, 

geel wildkleur

 
A- Cch E- G- pp  

Gold, hell
(Creme-Agouti)

Man kann einen kleinen Unterschied zwischen Gold (im oberen Bild vorne) und Gold,hell (Creme-Agouti, hinten) erkennen. Das ch-Gen hellt alle pp-Farbschläge zusätzlich etwas auf. Vergleiche auch die sehr ähnliche Farbe Topas, die von Eva Maisels hellem Gold "Helge" , hier auf dem unteren Foto, kaum zu unterscheiden ist.

Argente Cream

licht geel wildkleur


 
 
  
 
A- C- E- gg P-  

Silberagouti 

Das gg-Gen verhindert die Ausbildung des gelben Farbpigments Phaeomelanin vollständig, was zu einer grauen Fellfarbe führt. Unter geeigneten Lichtverhältnissen erkennt man, daß auch die Augenfarbe aller gg-Rennmäuse im Vergleich zur Wildfarbe G- eine kleine Idee heller sind, also vielleicht dunkelweinrot.
Gray-Agouti

zilver-agouti


 
 
 
A- C- dd(?) E- gg P-  

[dd]-Silberagouti(?) 

Links im Bild, die kleine helle Rennmaus könnte evt. so ein neuer [dd]-Silberagouti werden.(?) (das dd-Gen läßt die Farbpigmente etwas zusammenklumpen. Das bedingt dann eine etwas hellere Fellfarbe.) (zum Vergleich: Rechts auf dem Foto ist ein normaler Agouti, noch ziemlich dunkel, das ist aber normal: Junge Agouti-Rennmäuse sind i.d.R. dunkler als die Erwachsenen, da ja zunächst die dunklen Haarspitzen hervorkommen und den Gesamteindruck bestimmen, oben wahrscheinlich so ein neuer aufgehellter [dd]-Agouti)
[dd]-Grey Agouti 

[dd]-zilver-agouti


 
 
 
A- CC E- gg pp  


Elfenbein 

 

Vergleiche auch: Elfenbeinfuchs

(Ivory) Cream 

creme wildkleur



 
  
  
  
 
A- C- ee G- P-  

Algierfuchs 

Die intensive Färbung rührt daher, daß alle Rennmäuse mit dem ee-Genpaar ein gelbes, nicht graues, Unterfell haben.
Ein jüngerer Algerier (Fotos oben) zeigt die ersten dunklen Haare auf der Stirn. Unten sieht man einen älteren Algerier, mit nunmehr hohem Anteil dunkler Haare (ticking) auch am Rücken.   

(?) Algerian Fox

Dark Eyed Honey

Sooty Fawn


Algerijn 
(=Sooty yellow =Sable )

 
 
 
A- C- ee G- P- Sp+

? 
Es gibt erste Anzeichen dafür, daß Sp die DEH/Algerier stark aufhellt, was für normale Schecken nicht so ausgeprägt ist. [ee] and [Sp] scheinen sich gegenseitig zu beeinflussen(?). Vergleiche Kohlfuchs-Schecke.
 

 


Links auf dem Foto des einfarbigen Rot-Fuchs (siehe unten) zu erkennen
 
A- CC ee G- pp  

Goldfuchs 

Beim oberflächlichen Blick kaum ein Unterschied zu Gold Agouti. Wenn man aber das Haar zur Seite bläst erkennt man, das auch das Unterfell der Füchse (ee) gelb ist, wärend die Haarbasis bei den Farbschlägen mit E- ja normalerweise grau ist.

Yellow Fox (= Red Eyed Algerian-Fox) 

roodoog Algerijn


 
 
  
  
 
A- C- ee gg P-  

Polarfuchs 
 

Der Anteil dunkler Haare (ticking) ist bei älteren Tieren größer.

Unter bestimmten Lichtbedingungen scheint die Retina von P-gg nicht ganz dunkel zu sein, sondern eher weinrot. Auf dem mittleren Foto eines jüngeren Polar-Fuchs ist das vielleicht zu erkennen. Der Unterschied ist aber sehr gering.

Einen jungen Polarfuchs im direkten Vergleich mit einem jungen Blaufuchs findest Du weiter unter auf dieser Seite..

Viele weitere gute Fotos sind auf Jörg Eberbecks Albumblatt "Polarfüchse" zu sehen.

Und von Elizabeth Heckerts heranwachsender Polarfüchsin "Mary Eben" (doch! Sie scheint eine zu sein!) gibts eine eigene Webseite:

    ...  ... 

Polar Fox  

poolvos 
=Zilver Algerijn,  
(=zilver sable)


A- C- ee gg pp  


Polarfuchs (rote Augen)
gleichbedeutend mit
Elfenbein
(mit Fuchsfaktor) 

Rechts auf dem Foto ist der Elfenbeinfuchs. Die holländische (oder auch englische?) Farbbezeichnung "Apricot" scheint mir nicht ganz treffend zu sein, da sie ja ganz weit entfernt sind, die Farbintensität von Aprikosen zu haben, während es andere Farbschläge gibt, die recht gut an Aprikosen erinnern und ebenfalls schon als "apricot" bezeichnet wurden. Ja auch deshalb sollte man dieses Verwirrspiel mit "apricot" meiden!

Nun ja, ist halt Ansichtssache. Auf der anderen neuen Farbenseite von Andrea und Constanze sind immerhin recht schöne Fotos ...

"Cream Fox" dagegen beschreibt die Farbe sehr treffend...

 Vergleiche auch die sehr ähnliche Farbe Elfenbein.

Red Eyed Polar Fox,
(=Cream Fox)

apricot  ;-(



EINFARBIGE (nicht-Agouti-Rennmäuse

Bedingt durch das aa Gen. Normalerweise ohne helles Bauchfell und mit einfarbigen Haaren.
Wenn aber die Scheckung bedingt durch ein zusätzliches Gen [Sp] sehr ausgeprägt ist, ist auch der Bauch hell und man kann sie dann leicht mit Agouti verwechseln.
(Statt mit [Sp+] ("Spot") wird weiße Scheckung manchmal auch mit [W+] abgekürzt und es nicht genauer geklärt, ob zusätzliche untergeordnete Gene beteiligt sind, wenn die Scheckung größere Bereiche des Körpers einnimmt). Verschiedene Beispiele sind auf dieser Seite zu finden. (And please compare Julians page with pied and patched gerbils.)


  
 
aa C- E- G- P-  

Schwarz

Viele weitere gute Fotos sind auf Jörg Eberbecks Albumblatt "Farbschlag Schwarz" zu sehen.

Ja, stimmt, ein tiefes etwas glänzendes Schwarz. Attraktive kleine weiße Stellen, hier z.B. an den Händchen, sind gar nicht ungewöhnlich, sondern eher die Regel.

Aber ist ja nicht grad einfach, bei solch "schwarz in schwarzen" Rennmäusen ein Photo zu machen, wo man dann auch noch Details erkennen kann... ;-))

Black 

zwart


 
aa C- E- G- P- Sp+

Schwarz-Schecke

Hier eine extrem ausgeprägte Scheckung.

Man erkennt im Vergleich mit den anderen Beispielen auf dieser Seite deutlich, wie stark Scheckung variieren kann. Dies ist aber nicht rein zufällig, sondern läßt sich durch Auslesezüchtung verstärken. Daher ist zu vermuten, daß dem Sp-Gen vielleicht eine Reihe weiterer Gene ('Polygene') untergeordnet sind.

pied Black

  





 
aa C- dd? E- G- P-  
neu: Blau

Diese neue Rennmaus-Farbvariante wird wahrscheinlich durch ein weiteres Gen "dd" bedingt. "d" steht für "dilution" also geringe Farbverminderung (genauer gesagt verklumpen die Farb-Pigmente etwas) und ist bereits von anderen Nagetierarten bekannt. Diese Mutation wurde erstmals 1998 in Osnabrück entdeckt. Das fast schwarze Fell glänzt etwas metallisch-blau, Augen und Nägel sind ebenfalls schwarz. Die Grafik links entspringt natürlich nur meiner Phantasie, aber hier findest Du bereits die ersten Fotos von wirklichen 'Blau'-Rennmäusen, die bläulich metallisch glänzend, aber doch eher schwarz aussehen. Erste Nachkommenschaften gibt es auch schon (siehe [dd]-Silberagouti und [dd]-Agouti.

Blue 

Blauw


 
  
 
aa C- E- gg P-  

Anthrazit  

Ein stumpfes (anthrazitfarbenes) Schwarz. Ja, auch Rennmäuse bekommen zunehmend einige graue Haare, wenn sie älter werden...)

Slate (formerly sometimes called Blue too) 

donker sepia


  
 
aa C- E- gg P- Sp

Anthrazit-Schecke 
 
patched Slate 

donker sepia bont = 
vlekken donker sepia  
= donker sepia Canadian White Spot


 
 
  
 
aa CC E- G- pp  

Platin
(Lilac, Grau) 
 

Auf dem unteren Foto ist eine silbergraue Rennmaus im Hintergrund

Lilac  

lilac

 
 
 
aa CC E- G- pp Sp+

Platin-Schecke 
spotted Lilac 

lilac bont
vlekken lilac = 
lilac Canadian White Spot (= lilac CWS)


    
aa Cch E- G- pp  

Platin, hell 
(Hellgrau, Silbergrau)
   

beachte: Der Unterschied zur Platin Rennmaus ist deshalb so auffällig, weil pp hauptsächlich das dunkle Farbpigment Eumelanin abschwächt. Die aufhellende Wechselwirkung des ch-Gens zusammen mit pp kommt daher in grauen Varianten besser zum Ausdruck, verglichen mit Gold und Gold,hell.

Vergleiche auch mit der Colourpointvariante (cchm) Saphir (weiter unten auf dieser Seite).

Dove
(= Silver)
 
 

duivengrijs


 
 
  
 
aa C- E- gg pp  

Altweiß 
Augen rubin


Auf dem zweiten Foto ist rechts ein etwas cremefarbigeres Weiß, was an Elfenbein erinnert. Das kann es aber nicht sein, da die Eltern (aaPpGgCCEef x aappGgCCEef) sind. Siehe auch Elfenbeinfuchs

Ruby-Eyed-White (REW),
(=offwhite) 
 

ivoor creme


 
 

  
  
 
 
aa C- ee G- P-  

Kohlfuchs
  
Kohlfüchse haben ein gelbes Unterfell wegen des ee-Gens. Ab der Mitte bis zu den Haarspitzen sind die Haare dunkel, wodurch der dunkle Gesamteindruck entsteht. Dunkle Haarspitzen bilden sich erst beim Erwachsenwerden stärker aus. Bei den jungen Kohl-Füchsen schimmert die gelbe Farbe des Unterfells stärker durch und sie erscheinen deshalb heller. Der Farbeindruck variiert sehr stark.

Auf dem 2. Foto von Elizabeth Heckert ist ein etwa 8 Wochen alter Kohlfuchs zu sehen, der gerade den Fellwechsel durchmacht. Das Fell der hinteren Körperhälfte ist noch ohne dunkle Haarspitzen, aber das dunkle Fell nimmt nach und nach den ganzen Körper ein.
Alle Rennmäuse wechseln ihr Fell zum ersten mal in diesem Alter (mit ca. 8 - 12 Wochen). So deutlich wie hier bei den Nutmegs ist der Unterschied zwar meistens nicht, doch geringe Farbunterschiede oder manchmal auch eine klare Trennlinie lassen sich doch recht oft unterscheiden.

  Nutmeg 

Nootmuskaat





aa C- ee G- P- Sp+


Kohlfuchs-Schecke

Ein Kohlfuchs-Schecke hat nicht nur die hellen Bereiche mit Scheckung, sondern ist auch am ganzen Körper deutlich heller, als der normale Kohlfuchs. Offenbar gibt es eine sich verstärkende aufhellende Wechselwirkung zwischen ee und Sp.

Spotted Nutmeg


 

 

 
aa CC ee G- pp  

Rotfuchs  

ähnlich zu Gold und Gold-Fuchs, aber einfarbig und ohne hellen Bauch. (rechts im Bild).
Links erkennt man einen Goldfuchs (im Gegensatz zu Rotfuchs mit heller Bauchseite!) (siehe auch oben bei der Farbe Gold, die sehr ähnlich wirkt und sich nur durch so nicht sichtbares graues Unterfell unterscheidet).

 Red Fox ( = Argente Nutmeg)

roodoog nootmuskaat


 

 

 
aa Cch ee G- pp  

Rotfuchs, hell  (?)  

Wie bei allen gelben Farben kaum ein Unterschied mit oder ohne ch

 Pale Red Fox ( = Pale Argente Nutmeg)


 

Blue Fox
 
aa C- ee gg P-  

Blaufuchs 

Der Unterschied zwischen dem jungen Blaufuchs im oberen Bild links (ich kann bei dem ja noch nicht so genau erkennen, warum der ausgerechnet "Blau"fuchs heißt, naja, was will man machen...), und dem älteren Exemplar im unteren Bild (hier stimmt der Name schon eher) ist doch sehr groß. Bei vielen Füchsen bilden eben erst die älteren Tiere dunkle Haarspitzen aus ("Ticking") und die bestimmen ganz wesentlich das Aussehen.

Silver Nutmeg 

Zilver Nootmuskaat


 
 
  
  
 
-- C- efef(?) G- P-  

Schimmel
(Orange Schimmel, Orange Siam)

Bisherige Kreuzungsergebnisse lassen vermuten, daß es sich um ein neues ef Gen auf dem ee locus handelt. Genauere Untersuchungen sind meines Wissens aber noch nicht publiziert worden.   

Beachte: Die Farbe verblasst allmählich "fades out" (daher das f in ef) mit zunehmendem Alter, aber besonders der Schwanz bleibt auch bei älteren Tieren (drittes Foto) orange und auch nahe der Nase sind noch kleine orangefarbene Bereiche übriggeblieben (unteres Foto).

 Schimmel 
 

  Schimmel


 


 
 
-- C- efef G- P- Sp+

Schimmel-Schecke
(war: Champagner)

Bei der 3 Wochen alten Schimmel-Schecke (oben) kann man noch Reste der orangen Farbe besonders im Nackenbereich feststellen. Der ungescheckte Schimmel ist zu der Zeit noch intensiv gefärbt.

Später verblaßt das Fell der Schimmel-Schecke völlig (allenfalls am Schwanz ist noch eine Spur Farbe zu erkennen, auf dem mittleren Photo links, rechts ist der nun auch schon deutlich aufgehellte Schimmel).

Elizabeth Heckert züchtet auch Schimmel und Champagner, wie ihr auf dem unteren Foto seht. Es gibt von ihr eine nette Webseite mit Schimmel-Fotos.

und dort ist auch das Siegerfoto des "GML-Rennmausfoto-Wettbewerb 1998" als "Beste Gruppe":

Spotted Schimmel
(Champagne)  

Champagne 



 
  
 
 
-- C- efef G- pp  

Gold- (Rot-) Schimmel  

Man erkennt hier die alle pp-Typen kennzeichnende rubinrote Augenfarbe recht gut. Die Jungtiere ähneln Creme-Agoutis (Gold, hell). Gold-Schimmel verblassen genauso wie Orange-Schimmel (Nur Nasenspitze und der Schwanz sind "farbecht" ;-)).

red eyed Schimmel 
 

Schimmel 
(rode ogen)


 

Neue Varianten mit dem COLOURPOINT GEN cchm

('chm'='chinchilla medium', ein bereits bei Kaninchen bekanntes Farbgen auf dem Genlocus c. Eine Zeit lang auch als cb (das b stand für burmese) bezeichnet... )

Diese neuen Farbvarianten sind durch einen aufgehellten Körper mit dunklen Extremitäten gekennzeichnet. Auch vom Himalayan-gen (ch), das auf dem selben Genlocus zu finden ist, kennen wir ja, daß der Schwanz dunkler gefärbt sein kann. Man nennt dies "Acromelanismus".

Literatur: Petrij F, van Veen K, Mettler M, and Brückmann V. (2001): "A second acromelanistic allelomorph at the albino locus of the Mongolian gerbil (Meriones unguiculatus)". Journal of Heredity, 92(1), 74-78.



 
 
 
aa cchmcchm E- G- P-  

Marder (=Burmese)

Man kann sich die Farbe als ein Schwarz mit aufgehelltem Körper vorstellen. Alles was weit vom Rumpf entfernt ist bleibt dunkel. Aufhellungseffekt etwas variabel. Teilweise hellere und dunklere Exemplare vorhanden.

Auf Joerg Eberbecks Rennmausseiten findest Du weitere sehr gute Burmesen Fotos.

Colourpoint Black (Burmese) 

Burmees


 
 
 
  
 
aa cchmch E- G- P.  

  Siamese, Marder, hell

Siamese ist ein Marder, der zusätzlich durch das Himalayan-Albino-Gen ch aufgehellt ist. (cb und ch wirken sehr ähnlich, ch aber deutlich stärker aufhellend als cb).

Die ganz jungen Siamesen (Bild oben) haben noch nicht die charakteristisch dunkle Schnauze.

Siamese 

Siamees


 

 

aa cchmch E- G- P. Sp+

Siamesen-Schecke

spotted Siamese

 
 
aa Ccchm E- G- pp  
Saphir 

Der Grauton liegt genau zwischen Platin (Grau) und Platin hell (Silbergrau).
Sapphire

Saphir

 


aa cchmcchm ee G- P-  

Colourpoint-Kohlfuchs 






Elizabeth hat eine nette Seite mit mehr Bildern ihrer "Lilith"

(ist es nicht ein süßes und künstlerisches Foto zugleich? Ich bin ganz fasziniert davon :-)))

Im Gegenlicht erzielt man oft sehr lebendig und räumlich wirkende Fotos. Auch der Hintergrund paßt ausgezeichnet zur kleinen 'Lilith'.

 

Colourpoint Nutmeg



 


aa cchmcchm ee gg P-  


Colourpoint-Blaufuchs 

Dieses Photo hat uns John Starr zugeschickt. Vielen Dank! Johns Rennmäuse findet Ihr auf "The Ridge Road Gang"- Website.

CP-Silver Nutmeg
 

 

 
A- Ccchm E- G- pp  

Topas 

Topas (oben) erscheint ein klein wenig heller als Gold (unten). Aber als typisches Merkmal aller Colorpoints (cchm) hat auch Topas eine im Vergleich zum Körper etwas dunklere Nase.
Ganz ähnlich sieht übrigens Gold, hell auch aus.

Topas

Topas


 

 

 
A- cchmcchm E- gg P-  

Colourpoint Silberaguti  
(=Pearl) 

Sehr variabel und ähnlich wie Polar-Fox (?)

Colourpoint Grey Agouti (Smoke) 

Colourpoint Zilveraguti

Mit dem neuen Coulorpoint-gen cchm sind eine ganze Reihe weiterer Kombinationen mit anderen Genen möglich. Vielleicht sind auf der Gerbil Information Page von Karin and Fred van Veen aus Holland weitere Fotos zu finden.

 

HIMALAJA (albino-ähnliche Farben)  

Das ch Gen verhindert die Farbpigmentbildung (im Fell und in den Augen) fast vollständig, aber einen "echten" Albino bildet es nicht, da der Schwanz doch noch mehr oder weniger stark gefärbt sein kann. Wissenschaftler haben diese Art eines acromelaninen Albinismus "Himalaja-Albinismus" genannt.
Das Himalaja-gen ch und das Colourpoint-gen cchmliegen nicht nur auf dem selben Genlocus, sondern wirken auch ähnlich, aber ch ist in seiner bleichenden (farbabschwächenden) Wirkung sehr viel wirksamer.

Beachte: Die Augen sind pinkfarbig, auch wenn das auf manchen Fotos hier nicht so gut zu erkennen ist.


 

 
 
-- chch -- -- P-  

Hermelin (Himalaja)
(albinoartig, aber mit dunklem Schwanz)
 
Das junge (oben) hat noch einen weißen Schwanz, aber bei älteren Himalajas (ab ca. 6 Monate alt) färbt er sich dann etwas. 

Himalayan,
Dark Tailed White (DTW)
 

himalayan (donker staart wit)

 
 
 
aa chch -- -- P- 

Himalaja mit [aa] (?) 

 Nur einige ältere Rennmäuse (besonders, wenn sie bei niedrigen Temperaturen gehalten werden), entwickeln eine so dunkle Schwanzfarbe. Dies wird wahrscheinlich durch das aa-Genpaar begünstigt.

 
 
 
 
-- chch -- P- -- Sp+

Himalaja-Schecke

Die Schwanzspitze ist weiß!

 

 
-- chch -- -- pp 


Rotaugen-Weiß
(Himalaja-Albino, Augen pink)

Auch Ältere behalten ihren weißen Schwanz, da pp farbabschwächend wirkt. Aussehen wie das Himalaja-Jungtier weiter oben.

  Pink Eyed White (PEW) 

 wit rood oog


 

ANDERE ARTEN ALS MERIONES UNGUICULATUS ?
 


   
A- f- ri- C. an ;-)

 Ein Afrikanischer Gerbil? <g>  ;-) 
 Nicht ganz... Es ist doch eine Mongolische Rennmaus. Ursprünglich war er von Polen kommend in Deutschland für vielleicht eine andere algerische Gerbilart gehalten worden. Daher gab ihm Michael Mettler, er gehört auch der "Gerbils Genetic Group" an, den Namen 'Algerier'. In den USA ist die Farbe auch als 'Dark Eyed Honey', in England als 'Sooty Fawn' bekannt. Manche Gerbilarten sind tatsächlich sehr schwer auseinanderzuhalten.

Weiter Arten der Gattung Gerbillus sind auf Julians webpage NGS zu finden. Auch Fred Petrij hat viel Erfahrung damit.
 

 


"Gegenverkehr"
 
  "Guten Morgen! ;-)" "Die starke Anziehungskraft von Röhren"

 
 

 


© 1996-99 by Vera Brückmann (Gerbils Genetic Group) und Ehrenfried Ehrenstein. Alle Fotos und der Text auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt! Jegliche Verwendung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Autoren erlaubt.


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Felicitas,
das alte schwarze Rennmausweibchen mit ihrer Familie 1987. Sie war Ehrenfrieds allererste Rennmaus. Nicht auf dem Bild ist ihr Mann "Felix", eine weiße Rennmaus (
PEW chchpp), wodurch sich eine Vielzahl von Farbkombinationen in den nachfolgenden Generationen ergab, der Grund für diese Webseite hier... :-))

Erstellt: 10. März 1996, Letzte Änderung: 28. Jan. 1999

Schimmel Champagner helle Marder-Schecke (Älterer) Blaufuchs Junger Blau- und Polarfuchs Colourpoint Kohlfuchs Topas Rotfuchs Gold- (Rot-)Schimmel Agouti Himalaja-Albino (mit dunklem Schwanz) Schwarz-Schecke Marder (hell), Siamese