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Historische Daten
Um 1135
Aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammen die ersten Schriftzeugnisse die über
Lüttringhausen berichten.
Das Küsteramt des Stiftes Werden an der Ruhr verfügte bereits 1126 über
ein Gut bei Lennep, das in der Folgezeit den Namen Zur Kemmenaden
(heute Kimmenau) führte. Der Stiftshof Hetterscheid dagegen, des Abtes Küche,
erhob um 1150 einen Zins, für gewisses Land, in Lüttringhausen, dem eine Schenkung
um 1135 zugrunde lag.
Die mit der Nennung des Bezirks erstmalig faßbare Pfarrei Lüttringhausen hat
um 1150 also schon bestanden.
1189
Als Graf Engelbert I. von Berg im Jahre 1189 mit dem Grafen Heinrich von Hückeswagen
über die Begründung eines Lehnsverhältnisses verhandelte, da war neben anderen
Zeugen zugegen der bergische Dienstmann Hermann von Bottlenberg (Bodelenberg).
Nachkommen dieses Hermann treten später auf als Lehnsinhaber des Herrenhofes
Lüttringhausen. Sie führen regelmäßig den Namen von Bottlenberg
genannt Kessel, während andere Familien unter dem Namen von Bottlenberg genannt
Schirp auftreten.
1225
Auflösung des Lenneper Hofes und die Entstehung von Stadt und Pfarre Lennep. Entscheidend beeinflusst durch die Ermordung Engelberts des Hl. Erzbischofs von Köln und Grafen von Berg. Sendkirche blieb die Pfarrkirche von Lüttringhausen.
1230
Nach der Entstehung der Honschaft Lennep bleibt Lüttringhausen selbstständige Pfaarrei mit 4 Honschaften.
1308
Lüttringhausen wird erstmals als katholische Pfarrei genannt.
1312
In Remscheid und Lüttringhausen wohnen Wachszinser des Stiftes Gerresheim.
Um 1350
Der Bergische Landmarschall Wennemar von Bottlenberg-Kessel läßt die
die Lehngerechtigkeit für seine Lehnsherrschaft Lüttringhausen aufzeichnen,
wozu auch Güter in Lennep und Remscheid gehören.
1355
Die Schützenbruderschaft "zum Kreuz" wird gegründet.
1363
Lüttringhausen erscheint als Kirchspiel im Amt Bornefeld.
1365
Die Bottlenbergischen Lehnsleute im Dorf Lüttringhausen erhalten
ein Freiheits-Privileg.
Um 1400
Beginn der Nutzung der Wasserkraft zum Betrieb von Eisenhütten, Hammerwerken,
Schleifkotten und Walkmühlen.
1407
Das Kirchspiel Lüttringhausen wird vom Amt Bornefeld abgetrennt, an
Eberhard von Limburg verpfändet und von diesem mit dem ihm gleichfalls
verpfändeten Amt Beyenburg verbunden.
1427
Die Pfandschaft über das Amt Beyenburg mit dem Kirchspiel Lüttringhausen
fällt durch Erbschaft an die Ritterfamilie Quade, in deren Hand
sie bis 1505 bleibt.
1487
Die Einwohner von Lüttringhausen, Lennep und Remscheid steuern zu einer
Anleihe Herzog Wilhelms von Jülich-Berg bei.
1505
Das Amt Beyenburg mit dem Kirchspiel Lüttringhausen wird aus der Hand der Familie Quade
gelöst und an den Grafen Philipp II. von Waldeck verpfändet.
Es bleibt in dessen Familie bis 1593. Erneute Verpfändung an deren Verwandten Simons VI.
zur Lippe 1597/1607.
1527/28
Reformatorisches Wirken Adolf Clarenbachs in Lüttringhausen und Lennep.
1550
Die äußeren Formen des kirchlichen Lebens in Lüttringhausen, Lennep
und Remscheid sind noch römisch-katholisch. In Lüttringhausen und Lennep
sind aber Ansätze zur Bildung evangelischer Gemeinden erkennbar.
1609
Die Kirchen und Kirchengüter von Lüttringhausen, Lennep und Remscheid sind im
Besitz der Lutheraner.
 Das alte Kirchspiel Lüttringhausen |
1628
Versuche von Jesuiten, Stiftsherren von St. Kunibert-Köln und Zistersienser-Mönchen
aus Altenberg, die Kirchen und Kirchengüter von Lüttringhausen, Lennep und
Remscheid wieder in ihre Hand zu bringen scheitern.
1660
Die "Bruderschaft Zum Kreuz" wird gegründet.
1678
Bildung der Konsistorien in den evangelischen Gemeinden
Lüttringhausen, Lennep und Remscheid.
Um 1720
In Lüttringhausen wird die Rentei gebaut, die für längere Zeit Sitz der Rentmeisterei des Amtes Byenburg bleibt.
1733
Das Dorf Lüttringhausen brennt mit Kirche und Schule nieder.
Schneller Wiederaufbau.
1738
Einweihung der wiederaufgebauten Kirche. Älteste Glocke 1736 von Dinkelmayer
gegossen.

Evangelische Stadtkirche ca.1980 |
1770/80
Wirtschaftliche Hochblüte in Lüttringhausen, Lennep und
Remscheid.
1795
Starker wirtschaftlicher Rückgang in Folge der französischen
Zollpolitik.
1801
Auszüge aus einer Predigt von Pfarrer Friedr. Wilh. Elbers,
gehalten am 1. Januar 1801 nachmittags.
Um die Bevölkerung und Betriebsamkeit in unserer Gemeinde, vor diesem verheerende Kriege,
noch mit einem Blick zu übersehen, erlaube ich mir, hier noch folgendes hinzuzusetzen:
In den glücklichen Jahren, wo Handel un die Fabriken blüheten, zählte man
einige zwanzig Stühle, worauf Seide verarbeitet wurde. Derer von weiblichen Geschlecht, die auf den Maschinen ihr reichliches Brod fanden, waren mehr als 100. Es gingen, getrieben durch
unsere wohltätigen Bäche, 62 Hämmer, ohne die Schleifkotten, worinnen Stahl,
Eisen, Ambosse, Sensen verarbeitet werden. In 215 Schmieden werden allerlei Kleinschmiedereien
verfertigt.
Ferner befanden sich in unserer Gemeinde 6 Lohgäbereien. Man zählte 27 Tuchgezauen, auf denen die feinsten wollenen Tücher gewebet wurden. 149 Siamoisen-Gezauen und 102 Lindstühle lieferten eine Menge Fabrikate, und gaben so vielen Menschen reichliches
Auskommen.
Nehmen wir zu Obigen, die Tuchscherer, Baumwolle-, Wollen- und Zigeth-Spinnereien, so waren gewiss 2500 Menschen an unseren Fabriken beschäftigt.
In jenen glüklichen Tagen zählte man über 100 Fuhrleute in unserem Kirchspiel, die
mehrentheils sich damit beschäftigten, die Fabrikate nach dem Auslande zu befördern.
Fremde strömten in unsre Gegenden. In den letzten 25 Jahren Jahren wurden 1027 Fremde angeschrieben die sich zur Communion meldeten.
Obgleich unsre Kinder frühzeitig zu Arbeiten angehalten wurden, fanden sich doch einmal
beinahe 800 Kinder auf unsren Schulen. Welche frohen Aussichten gewährt uns der Friede, wo nach dem Ungewitter der Herr die Sonne wieder scheinen lässt, und jedermann wieder in Ruhe sich mit den Seinigen ehrlich ernähren kann.
1805
Wirtschaftlicher Tiefstand. Übergang des Landes Berg an Napolion und
Errichtung des Großherzogtums Berg.
1808
Beseitigung der Unterschiede von Stadt und Land. Aufhebung der bisherigen Privilegien
des Dorfes Lüttringhausen und der Stadt Lennep. Lüttringhausen, Lennep
und Remscheid erhalten Bürgermeister-Verfassung, jedoch mit unterschiedlichen Verwaltungskörpern und Aufgaben, gestuft nach der Einwohnerzahl.
1811
Änderung der Gerichtsverfassung. Lüttringhausen wid dem Kanton Lennep,
Remscheid dem ebnfalls neugebildetem Kanton Ronsdorf und dem dortigen Friedensgericht zugeteilt.
1816
Der Kanton Lennep wird preußischer Landkreis, in den auch der Kanton Ronsdorf
einbezogen wird. Kreisstadt ist Lennep.
1829
Das Clarenbach-Denkmal wird nahe seinem Geburtshof zum 300-jährigen Gedenktag
seines Todes eingeweiht.
1844
Die Gesellschaft Erholung wird gegründet.
1847
Gründung des "Armen- und Waisenvereins" das später in
Haus Clarenbach umbenannt wird.
1848
Bildung einer Bürgerwehr, mit der sich die Bruderschaft "Zum Kreuz"
vereinigt. Ihr Chef August Erbschloe wurde Kommandeur der Bürgerwehr.
1855
Männergesangverein "Liedertafel"; wird gegründet.
1856
Einführung der preußischen Städteordnung, in Remscheid aufgrund der hohen
Einwohnerzahl automatisch, in Lüttringhausen und Lennep nach Genehmigung entsprechender Anträge.
1862
Errichtung der städtischen Sparkasse in Lüttringhausen.
1868
Eröffnung der Eisenbahnlinie Rittershausen (Oberbarmen)-Ronsdorf-Lüttringhausen-Lennep-Remscheid.
1869
Der Lüttringhauser Turnverein wird gegründet.
1870
Rathaus an der Rathausstraße wird erbaut.
1888
Die Gasanstalt wird in Betrieb genommen.
1890
Bürgermeister Gertenbach wird in sein Amt eingeführt, welches er
bis 1925 inne hat.
Der Goldenberger Turnverein wird gegründet.
1893
Gebietstausch zwischen Lüttringhausen Lennep ud Remscheid, wonach die
Katastergemeinden mit den Zivilgemeinden in Übereinstimmung gebracht wurden, Damals kamen
die Enklaven der LenneperAußenbürgerschaft entgültig an Lüttringhausen, das dafür Rotzkotten an Lennep abtrat.
Remscheid erhielt das ganze Gebiet von Hohenhagen und
Hägermühle, während Nüdelshalbach bei Lüttringhausen blieb.
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Verleihung eines Stadtwappens an Lüttringhausen.
Dasselbe zeigt im silbernen Schild einen schwarzen Wechselzinnenbalken (Bottlenberg-Kessel),
darüber einen wachsenden Löwen (Berg) und unten ein rotes Ordenskreuz
(Kreuzherren). |  |
1894
Anlage von Wasserleitungen in Lüttringhausen und deren Anschuß an das Lenneper
Versorgungsnetz.
50jähriges Stiftumgsfest der Gesellschaft "Erholung".
1896
Feierliche Einweihung der Stiftung Tannenhof.
1898
Baubeginn der Herbringhauser Trinkwassersperre durch die Stadt Barmen mit dem Recht
der Wasserentnahme durch Lüttringhausen. Intriebnahme 1900.
1900
Einweihung des Evangelischen Gemeindehauses.
1905
Der Männergesangverein Liedertafel feiert sein 50jähriges Bestehen.
Einweihung der städtischen Turnhalle.
1906
Übergabe der Strafanstalt an die Gefängnisverwaltung. Die heisige Presse berichtet darüber wie folgt: Die königliche Strafanstalt kann nunmehr als im Bau fertiggstellt gelten und mit der Belegung mit Strafgefangenen kann begonnen werden.
Jetzt nach der Fertigstellung lohnt es sich aufzuzählen was in 4jähriger Bauzeit
geschaffen worden ist. Da ist zunächst das Hauptgebäude zu nennen, welches in
3 Etagen 550 Einzelzellen, sowie eine Kirche, eine Schule, einen Lager- und Vewaltungsraum
und eine Badeanstalt mit 10 Brausen und 5 Wannen enthält.
Anscließend befindet sich das Krankenhaus mit 7 Einzelzellen und einem gemeinschaftlichem
Krankenraum mit 6 Betten, außerdem eine Tobzelle, ein Arzt- und ein Badezimmer und im
Keller eine Leichenkammer.
1907
Grundsteinlegung für das neue Rathaus an der Kreuzbergstraße.
In den Grundstein werden versenkt:
1. Eine Urkunde.
2. Pläne des neuen Rathauses.
3. Der Bericht des Bürgermeisters Gertenbach über die Verwaltung und den Stand
der Gemeindeangelegenheiten für die Zeit von 1890/1901.
4. Die Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung
von 1901 - 1907.
5. Der Gemeindehaushaltsplan für !907/08.
6. Verschiedene Postkarten mit der Ansicht von der Gemeinde Lüttringhausen.
7. Neueste Nummern der Lüttringhauser Zeitung und des Lenneper Kreisblattes.
8. Festlieder.
Die Kosten für den Neubau werden auf 142.000 Mark veranschlagt.
1908
Einweihung des neuen Rathauses (10.Aug.) an der Kreuzbergstraße.
Nach Eintritt der Dunkelheit findet ein großer Fackelzug statt, an dem 26 Vereine
mit über 700 Personen aus dem ganzen Stadtgebiet teilnehmen. Danach wird ein prächtiges Feuerwerk abgebrannt.
Große Konzerte in den Lokalen von Walter Strake und Ferdinand Tillmans beschließen
den schönen Tag.
Der Ballspielverein von 1908 wir gegründet.

Die Aufnahme wurde in den 50er Jahren gemacht |
Bau des Rathauses an der Kreuzbergstr. durch Reg. Baumeister Schmidt Lennep. |
1910
250jährigre Jubelfeier der Schützenbruderschft "Zum Kreuz".
1911
Einweihung der neuen Turnhalle "Westenstiftung" in Goldenberg.
Die neuerbaute Schule Neuenhof wird in Betrieb genommen.
1914
Der Lüttringhauser Wasserturm
wird auf der Garschager Heide (330 Meter über Normalnull) gebaut.
Er behält seine Funktion bis 1973, danach wird Lüttringhausen über
den Hochbehälter auf der Lenneper Knusthöhe versorgt.
1919
Der Lüttringhauser Turnverein feiert sein 50-jähriges Bestehen in
Verbindung mit dem Gauturnfest.
1920
Bürgermeister Gertenbach blickt auf eine 30jährige Tätigkeit im Dienste
der Gemeinde zurück. In Würdigung seiner großen Verdienste um die
Stadtgemeinde beschließt die Stadtverordnetenversammlung, die Rathaustraße
in Gertenbachstraße umzutaufen.

Gertenbachstraße mit ev. Kirche ca. 1980
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1924
Der Lüttringhauser Heimatbund wird gegründet.
1925/26
Die Kath.Heilig-Kreuz-Kirche wird gebaut.
Am 23.August 1925 erfolgte die Grundsteinlegung.
1927
Einsegnung der neuen katholischen Kirche.
1928
Fertigstellung und Einweihung des Jahnplatzes(15.Sept.)
Mit dem Bau der Badeanstalt wird begonnen.
Die Schule Neuenhof feiert am 20.Juli ihr 100jähriges Bestehen.
Die Volksbühne Lüttringhausen wird gegründet.
1929
Eingemeindung von Lüttringhausen und Lennep nach Remscheid.
Im einzelnen setzte sich die Stadt Remscheid nach der Eingemeindung wie folgt zusammen :
| Bestand von Alt-Remscheid | 3164 ha | 79055 Einwohner |
| Zuwachs von Lüttringhausen | 1444 ha | 9277 Einwohner |
| Zuwachs von Lennep | 1736 ha | 14463 Einwohner |
| Zuwachs von Ronsdorf | 76 ha | 0 Einwohner |
| Zuwachs von Cronenberg | 22 ha | 104 Einwohner |
| Zuwachs von Wermelskirchen | 14 ha | 0 Einwohner |
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| Groß-Remscheid am 1.August 1929 | 6456 ha | 102899 Einwohner |
1930
Die Badeanstalt wird eröffnet.
1935
Die Bruderschft "Zum Kreuz" beging ihr 275. Jubelfest. Obwohl Anhaltspunkte
für ein bedeutend höheres Alter gegeben waren, glaubte man doch, erst im Jahre
1660 mit einer eigenen Lüttringhauser Bruderschft rechnen zu können.
Hier werden noch weitere Daten gesammelt.
1949
12.000 Seelen wohnen im Gebiet der früheren Stadt Lüttringhausen,
das sind 4.000 mehr als 1929.
Der im Jahre 1924 von Bürgermeister Gertenbach gegründete Verkehrs- und
Bezirksverein wird in Heimatbund Lüttringhausen umbenannt.
Am 25.11. erscheint der Lüttringhauser Anzeiger nach achtjähriger
Zwangspause wieder.
Der Erweiterungsbau für das Haus Clarenbach wird fertiggestellt.
1950
Einweihung der neuen Schule in Herbringhausen.
1951
Der CVJM feiert sein 100jähriges Bestehen.
Der Männergesangverein (MCV) Loreley wird 50 Jahre.
1953
Die Schule Garschagen in der Pestalozzistraße wird in
Adolf-Clarenbach-Schule umbenannt.
Lüttringhausen, die Geburtsstätte Adolf Clarenbachs, ist reich an Gedenkstätten an den Bergischen Reformator, so das Geburtshaus in Buscherhof, die Denkmalanlage an der Lüttringhauserstraße, das Altenheim der evangelischen Kirchengemeinde und die Adolf-Clarenbach-Straße.
1955
Am 9.4.1955 Weihe der neuen Kirche in Goldenberg.
Der Männergesangverein (MGV) Liedertafel feiert sein 100jähriges
Jubiläum.
1956
Im Sommer finden erstmals nach dem Kriege wieder die Lüttringhauser Heimatspiele
statt.

Heimatspiele 1981 |
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1959
Errichtung der Neurologischen Klinik in der Stiftung Tannenhof.
1962
Der erste Bauabschnitt des neuen Stadtteils Klausen wird in Angriff genommen.
Für den ersten Bauabschnitt sind 576 Wohnungen geplant.
1963
Am Blaffertsberg, nur durch die Klauser Delle von der neuen Großsiedlung
Klausen getrennt , wird ein reines Industriegelände auf einer abschüssigen
Fläche von 60.00 Quadratmetern gebaut.
1967
Baubeginn erster Bauabschnitt im Industriegebiet Großhüsberg.
1969
Der Lüttringhauser Turnverein wird 100 Jahre.
1970
Der zweite Bauabschnitt im Industriegebiet Großhülsberg wird begonnen.
Im November wird die Heilig Geist Kirche in Klausen durch Weibischhof Dr. Trotz geweiht.
1971
500-Jahr-Feier in Klausen.
An dem Festzug nehmen alle Klausener und Großhülsberger Vereine teil.
Es starten 14 blumengeschmückte Festwagen mit einem Anhang rund 500
aktiven stimmungsvollen "Umzüglern" vor mehreren tausend Zuschauern.
1974
Der Lüttringhauser Heimatbund feiert sein 50jähriges Bestehen.
1980
125 Jahre Lüttringhauser Männerchor .
1981
Der Lüttringhauser Anzeiger feiert im März sein 50-Jähriges Bestehen.
Nach dem Musikvortrag durch den Posaunenchor Lüttringhausen wurden durch den
Heimatbund-Vorsitzenden Eugen Engels eine lange Liste von Ehrengästen verlesen.
Unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Gerhard Braun (CDU) und Heinz Schreiber (SPD),
der Landtagsabgeordnete Robert Schumacher, Oberbürgermeister Hartkopf, Bürgermeister
Harnischmacher, Mitglieder der Bezirksvertretung und viele Lüttringhauser Vereine
sowie Kommunalpolitiker aller drei Fraktionen.
Im Anschluß an seine Begrüßung überreichte Eugen Engels eine
Lithographie - Ansicht von Lüttringhausen - an den Geschäftsführer
des LA Friedhelm Paas, der nach den Worten von Engels viel dazu beigetragen habe,
daß der LA das ist, was er heute der Lüttringhauser Bevölkerung bedeutet.
Das Jugendfreizeitheim wird seiner Bestimmung übergeben.
1983
75-Jahr-Feier Lüttringhauser Rathaus am 19.September.
Die Feier wurde mit einer Ausstellung - Remscheid 175 Jahre Stadt - verbunden.
Beim Bürgerempfang der Bezirksvertretung schlug Bezirksvorsteher Erich Girolstein den großen Bogen vom Neubau dieses Rathauses (es war ja das zweite, das erste stand in der
Gertenbachstr.) über kommunalpolitischeLeistungen eines Bürgermeisters
Gertenbach und vieler anderer, der Verwaltungs-Verantwortlichen, der Männer der Wirtschaft, Handel und Bürgerschaft.
1984
Die Arbeitsgemeinschaft Unser Lüttringhausen (AGUL) wird gegründet.
1986

Luftaufnahme von Lüttringhausen 1986
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1991
Der Goldenberger Turnverein feiert sein 100jähriges Bestehen.
Gründung des Lüttringhauser Frauenchors, er gibt sein erstes
Konzert im Herbst 1994.
1994
Die Gesellschaft Erholung feiert ihr 150jähriges Bestehen.
Der Lüttringhauser Turnverein wird 125 Jahre.
Mit einem großen Festakt im CVJM-Saal feierte der Lüttringhauser Turnverein
am 12. Juni seinen 125. Geburtstag.
1995
Das Modell des Bandwirker-Brunnen wird vorgstellt.
Die AGUL (Arbeitsgemeinschaft Unser Lüttringhausen) gibt nach 11 Jahren auf.
1996
Das Bürgeramt wird am 1. April im Rathaus eröffnet.
Vorausgegangen war eine Initiative des Heimatbundes Lüttringhausen ein von ca. 6000
Bürgern unterzeichneter Einwohnerantrag an den Rat der Stadt Remscheid mit dem Ziel,
im Stadtbezirk Lüttringhausen auch in Zukunft bürgernah städtische Vewaltungsleistungen anzubieten.
Die Stiftung Tannenhof wird 100 Jahre.
1997
Gesamteinwohnerzahl: 18.551
1998
Errichtung des Bandwirkerbrunnens. Der Bandwirkerbrunnen wird am 19.9.1998 mit einem Brunnenfest eingeweiht.
Einwohneranrag zum Erhalt des Hallenbades. Es werden mehr als 8.000 Stimmen abgegeben.
Lüttringhausen hat am 31.12.1998 18.459 Einwohner, davon 2.262 Ausländer (12,2%).
15.06.1999
Nachdem sich nur ca. 420 Einwohner Lüttringhausens bereit erklärt haben,
für die Erhaltung des Hallenbads eine Jahreskarte für 500,00 DM zu erwerben,
sieht der Heimatbund und der Lüttringhauser Turnverein keine Basis mehr, das Hallenbad in eigener Regie zu betreiben. Jetzt wird der Umbau in eine Sporthalle diskutiert.
06.08.1999
Kirchplatz erinnert an Ludwig Steil.
Der Platz an der evangelischen Kirche in Lüttringhausen bekam den Namen des mutigen Pastors. Seit gestern ist es offiziell: Der Platz an der evangelischen Kirche im Zentrum Lüttringhausens heißt Ludwig-Steil-Platz. Gestern Abend fand die Namensgebung gemäss dem Beschluss der Bezirksvertretung durch Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich statt.
Ludwig Seil wurde 1899 in Lüttringhausen geboren. Er leistete dem Regime der Natiolsozialisten von Beginn an leidenschaftlichen Wiederstand.
Die Nationasozialisten sperrten ihn ins Konzentrationslager Dachau, wo er am 17.Januar 1945 an den Folgen
von Typhus starb.
19.10.1999
Zum 100. Geburtstag von Ludwig Steil wird im Rahmen des 10. Remscheider Baumtags in einer
Feinerstunde auf dem Ludwig-Steil-Platz eine Winterlinde gepflanzt.
14.05.2000
Der Heimatbund Lüttringhausen veranstaltet zum 75jährigen Bestehen
eine Jubiläumsfeier im CVJM-Saal. Am 3.6.2000 folgt eine Feier in der
Adolf-Clarenbach-Turnhalle.
11.11.2000
Am 11. November 1900, also vor genau 100 Jahren, wurde das CVJM-Heim, damals zuerst
Gemeindehaus, feierlich eingeweiht.
Wenn der CVJM im Februar 2001 sein 150jähriges Bestehen feiert, wird auch die
wechselvolle Geschichte dieses Hauses in ausführlicher Weise gewüdigt werden.
Chronologie über das Gewerbegebiet Blume/Felderhöhe
29.Oktober 1999
Erstmals werden Pläne für ein mögliches Gewerbegebiet Blume/Felderhöhe/
Neuenhaus in der Bezirksvertretung Lüttringhausen vorgestellt.
4.Mai 2000
Der Heimatbund verkündet, dass er mit seinen 1.300 Mitgliedern im Rücken
gegen das Gewerbegebiet kämpfen will. Beim Sonntagsspaziergang besichtigen
mehrere hundert Bürger das Gebiet.
21.Juni 2000
Vier junge Leute zwischen 22 und 23 Jahren demonstrieren mit einer 24-Stunden-Aktion
an der Blume.
9.Februar 2001
Dezernent Helmut Kennepohl bestätigt, dass die Blume in der Prioritätenliste aufgerutscht ist. Es werden Plankonzeptionen erarbeitet.
15.März 2001
Ab sofort sammelt der Heimatbund Unterschriften gegen das geplante Gewerbegebiet.
30.März 2001
Der Heimatbund bittet die Lenneper um Schützenhilfe und steht mit einem
Stand in der Altstadt, um Unterschriften zu sammeln.
23.April 2001
Die gesetzlich erforderlichen 4.800 Unterschriften für einen Einwohnerantrag sind zusammen. Der Rat der Stadt Remscheid muss sich nun mit dem Thema befassen.
8.Mai 2001
DieBezirksvertretungen Lüttringhausen und Lennep beschließen die frühzeitige Bürgerbeteiligung, bei der die Pläne offengelegt werden.
9.Mai 2001
Das für Remscheid zuständige Arbeitsamt Solingen knüpft keine großen Erwartungen an das geplante Gewerbegebiet an der Blume. Mehr Gewerbegebiete bedeuten nicht automatisch mehr Arbeitsplätze.
11.Mai 2001
Die Blume wird erstmals öffentlich im Stadtrat beraten. Der Heimatbund hat Rederecht. Die erwarteten Zuhörermassen bleiben aus.
6.Juli 2001
Heimatbund und Familie Busch überreichen dem Oberbürgermeister
9.300 Unterschriften gegen das Gewerbegebiet. Fred Schulz macht deutlich, dass er für
das Gewerbegebiet kämpfen wolle.
4.Oktober 2001
Bürgerversammlung. Die rund 800 Besucher votieren mit überwätigender Mehrheit
gegen die städtischen Pläne.
Bis zum 12. Oktober können Bürger ihre Einwände und
Anregungen schriftlich einreichen. Erst danach kann der Rat eine entgültige Entscheidung treffen.
25.Oktober 2001
Einwohnerantrag gegen das Gewerbegebiet Blume in Bezirksvertretung abgelehnt.
Mit einer 6:5 Mehrheit empfahl die Bezirksvertretung dem Stadtrat, den
Einwohnerantrag des Heimatbundes gegen das Gewerbegebiet abzulehnen.
Für die Einstellung der Planungen bis nach einer Grundsatzdiskussion stimmten:
Bernhard Ruthenberg (Grüne), Esther Halbach (Wählergemeinschaft), Ingrid
Grieger, Ingrid Leukel und Klaus Heintze (alle SPD).
Gegen den Heimatbund stimmten: Philipp Veit, Peter Otto Haarhaus, Annemarie Kamm,
Gerd Langennohl, Susanne Pütz (alle CDU) und Eugen Engels (Wählergemeinschaft).
Bitter enttäucht ist eine Grosse Mehrheit von Lüttringhausern, das ausgerechnet
Heimatbund-Ehrenmitglied Engels das Zünglein an der Waage war.
29.Oktober 2001
Die Planungen für das Gewerbegebiet Blume gehen weiter.
Der Rat der Stadt Remscheid lehnte mit großer Mehrheit den Bürgerantrag
des Heimatbundes ab und forderte aber die Verwaltung auf, bei den Planungen unter anderem
auch den Heimatbund mit einzubeziehen.
Bei einer weiteren Abstimmung scheiterte die SPD mit ihrem Antrag, die Remscheider Bürger über das Industriegebiet entscheiden zu lassen.
Die CDU,SPD,FDP und WIR stimmten geschlossen gegen den Bürgerantrag. Lediglich
die zwei Ja-Stimmen kamen von den Grünen.
Der Heimatbund wird das weitere Planungsverfahren kritisch verfolgen.
Januar 2005
Die Traditiondweberei Sopp stellt ihre Produktion ein.
Februar 2005
Die Einkaufsmärkte Kaufpark und Lidl eröffnen ihre Geschäfte auf dem Schützenplatz.
März 205 2005
Für die denkmalgeschützten Tillmanns-Häuser an der Gertenbachstrasse wird ein Konzept für gemeinsames
Wohnen älterer Menschen vorgestellt.
April 2005
Die Bezirksvertretung beschliesst einstimmig in dem ehemaligen Hotel Klevinghaus in der Richthofenstrasse
durch Sanierung des Altbestandes und eines Neubaus eine Wohnanlage für ältere Menschen zu errichten.
Mai 2005
Im evangelischen Gemeindehaus findet unter grosser Beteiligung der Bevölkerung eine Gedenkveranstaltung
- 8. Mai 1945, 60 Jahre danach - statt.
Juli 2005
850 Jahre Lüttringhausen, 650 Jahre Schützenbruderschaft zum Kreuz, 150 Jahre Lüttringhauser Männerchor,
80 Jahre Heimatbund Lüttringhausen, 25 Jahre Lüttringhauser Treff: Ganz Lüttringhausen ist auf den Beinen,
beim Open-Air-Konzert,bei der Eröffnung der Parkanlage und der historischen Ausstellung im Rathaus, beim
großen Zapfenstreich und dem Großen Stargast-Abend im Festzelt mit der Kölner Kultgruppe -Die Räuber-, auf dem
Schützen- und Volksfest auf dem Schützenplatz.
September 2005
Der Heimatbund veranstaltet den 25. Lüttringhauser Treff.
Novenber 2005
Der Lüttringhauser Männerchor feiert sein 150.Stiftungsfest.
Heinemann
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