VIII. ABBILDUNG
Der indianische Jasminbaum, wie er in Amerika genannt wird, wächst zu einem großen Baum heran. Er trägt schwere und dicke Blüten, die einen ganz herrlichen Geruch von sich geben. Die Blätter sind auch dick und saftig grün. Wenn man einen Zweig abbricht, so fließt ein milchartiger Saft heraus. Sie lassen sich vermehren, wenn man nur eine Ranke abbricht und sie in die Erde steckt, ehe die Milch wegläuft. In wenigen Monaten wächst daraus ein großer Baum. Die gekrönte Raupe frisst das Laub dieser Jasminbäume. Am 20. September hat sie sich in eine Puppe verwandelt, aus der am 11. Oktober ein so schön gewölkter Tagfalter schlüpfte, mit sechs weißen Flecken außen auf jedem Flügel. Innen sind sie dagegen rot und schwarz. Wenn man dieses Tierchen durch das Vergrößerungsglas betrachtet, erweist es sich als wunderschön, und es ist wert, genau besehen zu werden, da seine Schönheit mit keiner Feder zu beschreiben ist. Der Baum wurde bei Hernandez in seiner Historia Mexicana im 33. Kapitel unter dem Namen Quauhtlepatli oder Arbor ignea beschrieben wie auch im zweiten Teil des Amsterdamer Gartens im 24. Kapitel unter dem Namen Apocynum Americanum frutescens longissimo folio, flore albo oderato.