XXXIII. ABBILDUNG
Die Feigen in Amerika sind denen, die in Europa gefunden werden, völlig gleich. Deshalb ist es ganz unnötig, sie zu beschreiben. Sie wären reichlicher in Surinam, wenn die Leute sie nur anbauen wollten. Sie sind eine sehr angenehme und kühlende Frucht und nützlich für die Bewohner warmer Länder. Auf diesen Bäumen fand ich solche Raupen, wie sie hier unten gezeigt werden. Sie nehmen deren Blätter als Nahrung. Am 22. März verwandelten die Raupen sich von grünen mit gelben Streifen in orange-gelbe mit roten Streifen, die sich über den ganzen Körper erstreckten. Ihr Kopf und das Hinterteil waren schwarz, so schwarz, dass sie mit ihrem vorherigen Aussehen keine Ähnlichkeit mehr hatten. Sie fraßen auch nichts mehr, sondern wurden allmählich zu leberfarbenen Puppen, aus denen am 12. April 1701 solche schönen braunen Eulenfalter schlüpften, wie oben einer fliegend gezeigt wird. Einige Tage danach kam ein anderer zum Vorschein, viel dunkler und auch anders gefleckt als der vorige, so wie er oben auf dem Stengel sitzend zu sehen ist. Es wird nicht nötig sein, über dieses Gewächs viel hinzuzufügen, da einem jeden in Europa hinreichend bekannt ist, was ein Feigenbaum und was seine Früchte sind. Von dessen besonderen Arten gibt es dennoch sehr viele, die sich von den anderen meist durch verschiedene Früchte unterscheiden, wie es zu sehen ist in den institutiones rei herbariae von Tournefort auf dem 262. und 263. Blatt.