XLVII. ABBILDUNG
Was ich auf Blatt 34 von den roten Weintrauben gesagt habe, ist das gleiche, was hier von den weißen gesagt werden kann, die ebenso üppig in Surinam wachsen wie die roten. Im Mai anno 1700 fand ich auf diesen Weinblättern einige große grüne Raupen, wie eine unten auf dem Stiel gezeigt wird. Sie fressen sehr stark. Am 15. Mai blieb die Raupe still liegen und veränderte die Farbe, die mehr zum Braun überging. Drei Tage danach ist sie zu einer Puppe geworden, aus der am 3. Juni ein schöner Eulenfalter schlüpfte, grün und rot mit hell leberfarbenen Streifen. Sein Rüssel und die Fühler waren goldgelb. Die Männchen, von denen hier eines fliegend gezeigt wird, waren schöner als die Weibchen. Die untere Raupe fraß gleichfalls diese Blätter. Wenn sie sich ausstreckte, war sie so lang wie die obere. Wenn man sie jedoch berührte, zog sie sich zusammen wie die unten auf dem Stiel 1iegende, die Schaum aus dem Mund rinnen lässt. Etwa Mitte Mai 1700 häutete sie sich und wurde zu einer braunen Puppe, wie eine unten auf dem Stiel liegt. Am 6. Juni schlüpfte solch ein schöner grauer Eulenfalter mit braunen Flecken und weißen Streifen heraus. Die Füße waren weiß und der Mund goldgelb. Ich habe diese beiden Verwandlungen auf ein Blatt gebracht, da beide Raupen die gleiche Nahrung fraßen.