LV. ABBILDUNG
Der Indianische Pfeffer oder Piment wird eine halbe Manneshöhe groß. Die Blüte ist weiß, in der Mitte violett. Der Stamm ist grün und hart, die Blätter sind grasgrün und weich. Die Frucht ist anfangs grün und danach schön rot. Ich setzte hier vier davon an die Pflanze, da die Blüten gleich sind, außer das die eine etwas größer oder kleiner ist, je nach der Art der Frucht. Die Frucht ist brennend und scharf. Die Indianer reiben sie aufs Brot. Die Holländer schneiden die Frucht klein und essen sie zu Fleisch und Fisch, sie tun sie auch an Soßen und in Essig usw. Auf diesem Pfeffer fand ich diese schöne große Raupe, die einen roten Streifen an jeder Seite über die Länge des Körpers und einen weißen über dem ganzen Rücken hatte. Auf dem hintersten Glied hatte sie ein rosa Horn und auf jedem Glied einen gelben mit Rosa umgebenen Fleck. Sie fraß nicht nur diese Blätter, sondern auch den Pfeffer als solchen. Am 22. Januar hat sie sich in eine braune Puppe verwandelt, und am 16. Februar schlüpfte daraus ein solcher grauer Eulenfalter, der auf jeder Seite des Körpers fünf goldgelbe Flecken hatte. Er flog nur nachts, tagsüber war er ganz still. Dieses Gewächs ist der Capsicum von Dodonaeus und Tournefort und Piper Indicum von J. und C. Bauhinus, wobei der Unterschied vor allem in der Frucht besteht. Die Anzahl derer, die mit Namen vorgestellt werden in den Institutiones rei herbariae von Tournefort und von denen viele im Hortus Eystettensis abgebildet werden, ist sehr groß.