LX. ABBILDUNG
Im Januar 1701 begab ich mich in den Urwald Surinams, um zu sehen, ob ich etwas entdecken konnte. Ich fand diese Blüte, die zierlich rot war, an einem Baum; Name und Eigenschaft sind den Bewohnern dieses Landes unbekannt. Hier fand ich eine schöne, große rote Raupe, die auf jedem Glied drei blaue Korallen und auf jeder Koralle eine schwarze Feder hatte. Ich gedachte sie mit den Blättern dieses Baums zu füttern, aber sie hat sich sogleich eingesponnen und ist zu solch einer seltsamen Puppe geworden, so dass ich nicht weiß, ob ich ihre richtige Nahrung gefunden habe. Am 14. Januar schlüpfte daraus solch ein schöner Tagfalter. Seine Hinterflügel sind innen schön blau, die vorderen braun mit einem weißen Streifen hindurch und mit etwas Blau, wie einer hier fliegend gezeigt wird. Die Außenflügel haben drei runde Bogen mit Schwarz, Gelb und Braun, sie sind sehr geflammt, wie hier einer sitzend gezeigt wird. In Holland wird er der große Atlas genannt. Wilde Wespen, von den Bewohnern Maribonsen genannt, werden in Surinam überall gefunden, selbst in den Häusern und auf dem Feld. Sie sind von bräunlicher Farbe. Sie stechen die Menschen und Tiere, die sich ihnen nähern und sie in ihrer Tätigkeit stören. Sie bauen wie in Europa Häuser in verschiedener hübscher Form. Sie sind schön anzusehen. Man sieht, dass die Häuser mit Bedacht gegen Regen und Wind gebaut sind, damit die Eier in Sicherheit sind. Aus diesen Eiern kommt erst ein weißer Wurm, wie einer unter der Raupe liegt. Diese Würmer verwandeln sich allmählich in so eine Art von wilden Bienen, die eine Plage dieses Landes sind.