Ed McGein                                    

 

Er begann als Grabschänder und löste den Leichen die Haut ab, gerbte sie und zog sie sich über. Er schmückte mit der Haut Möbel und Schneiderpuppen. Weil er eine Geschlechtsumwandlung wollte was damals sehr schwierig war machte er sich deshalb einen Anzug aus echter Frauenhaut. Da er mehr Leichen brauchte tötete er.

Er wurde für zwei Morde angeklagt hat aber wahrscheinlich noch mehr Frauen getötet.

Er hängte nackte kopflose Frauenleichen verkehrt herum an Seile und Flaschenzüge, vorn vom Brustbein bis zum Vaginalbereich aufgeschlitzt, wobei sämtliche Genitalien herausgeschnitten waren.

Polizeifotos zeigten abgetrennte Köpfe auf einem Tisch, deren leere, offene Augen ins nichts starten.

Er wurde im Januar 1958 für geisteskrank erklärt. Seit dem hat er den Rest seines Lebens in den geschlossenen Anstalten von Waupun und Mendota verbracht.

Starb als mustergültiger Häftling friedlich 1984 im Alter von 77 Jahren in Mendota.

 

Edmund Emil Kemper III                                    

 

Ed Kemper wurde am 18.12.1948 in Kalifornien geboren. Er wuchs in einer kaputten Familie auf und zerstückelte als Kind bereits zwei Katzen und trieb rituelle Todesspiele mit seiner älteren Schwester indem er sich gefesselt auf einen Stuhl setzte und sich vorstellte er wäre in der Gaskammer.

Er war mit 10 bereits für sein Alter ein Riese und seine Mutter fürchtete er würde seine ältere Schwester Susan belästigen. Deshalb mußte er in einem fensterlosen Kellerraum neben der Heizung schlafen und wurde abends darin von seiner Mutter eingesperrt während Susan nach oben in ihr Zimmer ging.

Das machte im Angst und schürte seinen abgrundtiefen Haß gegen die beiden Frauen. Dazu kam noch die endgültige Trennung seiner Eltern.

Durch seine Größe war ein Außenseiter und der Umstand das er im Keller eingesperrt wurde ohne etwas unrechtes gemacht zu haben ließ seine mörderischen Phantasien erblühen. Zu dieser Zeit tötete er die beiden Katzen, eine mit einem Taschenmesser die andere mit einer Machete nachdem er an einer Puppe seiner Schwester geübt hatte indem er ihr den Kopf und die Gliedmaßen abtrennte. Tierquälerei gehört wie zündeln und ungewöhnlich langes Bettnässen zu den Verhaltensmustern welche man die Mordtriade nennt.

Das ironische ist daß seine Mutter bei ihrer Arbeit im College sich um die Sorgen andere kümmerte und immer ansprechbar war während sie Ed wie ein Ungeheuer behandelte. Sie sagte ihm immer wieder, daß er nie eine der College Mädchen bekommen würde und diese viel zu gut für ihn wären. Als er wie so oft zu seinen Großeltern geschickt wurde und sich dort langweilte erschoß er im August 63 im alter von 14 Jahren erst seine Großmutter Maude mit einem Gewehr Kaliber 22 und stach mehrmals mit einem Küchenmesser auf die Leiche ein. Der Grund war daß sie darauf bestand, daß er ihr im Haus hilft anstatt, so wie er wollte mit dem Großvater in den Wald zu gehen. Da sein Großvater die Tat nicht gutheißen würde erschoß er auch ihn und ließ seine Leiche auf dem Hof liegen.

Er wurde für die Tat in eine Anstalt für geisteskranke Täter eingewiesen und 1969 gegen den Rat der staatlichen Psychiater mit 21 Jahren in die Obhut seiner Mutter entlassen die an der Universität von Santa Cruz arbeitete und sich auch darum bemühte daß seine Tat aus seiner Akte gestrichen wird.

Inzwischen war Kemper gut 2m groß und wog 150Kg Er hatte mehrere kleine Jobs und sein Versuch bei der Highway Patrol unter zukommen scheiterte. Später saß er oft mit Polizisten in der Kneipe und hörte ihnen zu wenn sie sich über die neusten Spuren im Coed-Killer Fall unterhielten. Daher konnten sie es auch erst nicht glauben das ihr Kumpel Ed der gefürchtete Killer war. Aber er bekam einen Job beim State Highway Department. Er fuhr oft mit dem Auto den Highway entlang und versuchte junge Anhalterinnen mitzunehmen.

Am 7.5.1972 nahm er zwei Freundinnen vom Fresno College mit, Mary Ann Pesce und Anita Luchessa. Er erstach beide und brachte die Leichen ins Haus seiner Mutter wo er sie photographierte, sezierte und mit verschiedenen Organen herum spielte. Danach packte er die Reste in Plastiktüten und vergrub die Leichen in den Bergen von Santa Cruz.

Die Köpfe warf er in eine tiefe Schlucht neben der Straße.

Am 14.9.1972 nahm er Aiko Koo ein fünfzehnjähriges Highschool-Mädchen mit.

Er erstickte sie, verging sich an der Leiche und nahm sie zum sezieren mit nach Hause. Als er am nächsten Morgen routinemäßig zum staatlichen Psychiater mußte lag ihr Kopf noch im Kofferraum. Der Psychiater bescheinigte ihm nach dem Gespräch Kemper sei keine Gefahr mehr und empfahl die Akte über seine Jugendstrafe zu versiegeln. Ed Kemper genoß das Gefühl der Überlegenheit. Koo’s Leichenteile vergrub er in der Nähe von Boulder Creek.

Zu dieser Zeit bezeichnete man Santa Cruz als die Serienmörder Hauptstadt.

Henry Mullin und John Linley Frazier mordeten zur gleichen Zeit wie Kemper in Santa Cruz. Mullin war ein intelligenter, paranoid-schizophrener Täter der sowohl Männer als auch Frauen ermordete weil wie er behauptete es ihm von Stimmen befohlen wurde um die Umwelt zu retten. Frazier 24 jähriger Automechaniker der im Wald außerhalb der Stadt lebte brannte ein Haus nieder und ermordete die sechsköpfige Familie als Warnung für alle die die Natur zerstören.

Am 9.1.1973 nahm Kemper die Studentin Cindy Schall aus Santa Cruz mit, zwang sie mit vorgehaltener Waffe in den Kofferraum und erschoß sie dann.

Wie er es sich zur Gewohnheit gemacht hatte brachte er die Leiche ins Haus seiner Mutter, drang auf dem Bett in sie ein, sezierte sie in der Badewanne, tütete dann die Reste ein und warf sie bei Carmel über die Klippen ins Meer.

Inzwischen nannte Santa Cruz ihn voller Entsetzen den Coed-Killer und man warnte junge Frauen sich von Fremden mitnehmen zu lassen.

Da Kemper durch seine Mutter einen Universitäts Aufkleber auf dem Auto hatte hielten ihn wohl viele nicht für fremd.

Keinen Monat später fand er Rosalind Thorpe und Alice Liu die er beide erschoß und in den Kofferraum hievte. Zuhause behandelte er sie wie schon seine vorherigen Opfer. Er warf ihre zerstückelten Leichen in den Eden Canyon bei San Francisco wo man sie eine Woche später fand.

Sein immer mehr eskalierender Tötungszwang beunruhigte ihn selber. Er dachte daran alle Leute in seinem Block umzubringen entschied sich dann aber doch dagegen. Dafür machte er etwas, daß er schon immer tun wollte. Am Osterwochenende ging er ins Zimmer zu seiner schlafenden Mutter und schlug wiederholt mit einem Hammer auf sie ein bis sie tot war. Dann enthauptete er und vergewaltigte ihre kopflose Leiche. Er schnitt ihr den Kehlkopf heraus und warf ihn in den Müllschlucker. Er sagte später der Polizei es wäre nur angemessen gewesen weil sie ihn immer gegängelt, genervt und angeschrien hatte. Doch als er den Müllschlucker einschaltete warf im dieser den blutigen Kehlkopf wieder entgegen. Er meinte das sie ihm sogar tot noch nerven würde.

Dann rief er Sally Hallett an, eine Freundin seiner Mutter, und lud sie zum

Überraschungsessen ein. Er schlug sie mit einem Knüppel nieder und hackte ihr den Kopf ab. Die Leiche ließ er in seinem Bett und schlief im Bett seiner Mutter.

Ostersonntagmorgen fuhr er ziellos durch die Gegend und wollte im Radio hören ob er durch seine Tat landesweite Berühmtheit erlangt hatte. Da aber nichts gemeldet wurde hielt er an einer Telefonzelle und rief die Polizei von Santa Cruz an und gestand, nachdem er mühevoll die Polizisten überzeugt hatte, die Morde und die Tatsache das er der Coed-Killer ist. Dann wartete er bis er abgeholt wurde. Die Beamten dachten zuerst bei Kempers Ausmaßen es seien zwei Personen in der Telefonzelle.

Kemper wurde wegen achtfachen Mordes verurteilt. Er selbst hielt für sich als angemessene Bestrafung wie er sagte "Tod durch Folter".

Er sitzt eine Lebenslange Haftstrafe im Gefängnis von Vacaville ab

Er ging bei seinen Verbrechen mit immer perfekterer Technik vor.

Das Jagen und Töten ist das Wichtigste im leben der Serienmörder

und Kemper wurde so gut darin, daß er eines Tages als er wegen eines defekten Rücklichts mit zwei Leichen im Kofferraum angehalten wurde von dem Polizisten noch wegen seiner Freundlichkeit gelobt wurde und nur eine Verwarnung bekam.

Anstatt Angst vor der Entdeckung und der Verhaftung zu haben war es für Kemper teil der Spannung. Ungerührt sagte er er wäre bereit gewesen den Polizisten zu töten hätte er in den Kofferraum sehen wollen. Ein anderes mal erklärte er dem Sicherheitsbeamten der Universität, während in seinem Wagen zwei in Decken gehüllte Frauen ihren Schußwunden erlagen, sie seien betrunken und er bringe sie nach Hause. Als er einmal eine Frau mit ihrem Sohn mitnahm und vor hatte beide umzubringen sah er im Rückspiegel wie der Begleiter der Frau seine Autonummer notierte. Also blieb er vernünftig und brachte Mutter und Kind wohin sie wollten und setzte sie dort ab.

 

Monte Ralph Rissel                                                             

Als Teenager vergewaltigte und ermordete er fünf Frauen.

Sein Eltern schieden sich als er sieben Jahre war und die Mutter zog mit ihm und seinen drei älteren Geschwistern nach Kalifornien wo sie viel Zeit mit ihrem neun Mann verbrachte und die Kinder weitestgehend sich selber überließ.

Monte kam früh in Schwierigkeiten als er obszöne Graffiti an Schulwände malte und Drogen nahm. Später schoß er nach einem Streit mit einer Schrottflinte auf seinen Cousin. Als er zwölf war scheiterte auch die zweite Ehe der Mutter und er glaubte er und seine Schwester wären schuld daran. Seine Taten eskalierten, fahren ohne Führerschein, Einbruch, Autodiebstahl und dann Vergewaltigung.

Sein Übergang zum Mord resultierte daraus daß seine schulisch reifere Freundin die Beziehung mit ihm beendete. Als er den Brief erhielt fuhr er zu ihrer Uni und sah sie dort mit ihrem neuen Freund. Anstatt seiner Wut freien Lauf zu lassen fährt er zurück, kauft sich Bier und Marihuana und sitzt stundenlang im seinem Wagen vor seinem Apartment. Morgens zwischen 2 und 3 Uhr taucht ein Wagen mit einer Frau am Steuer auf dem Parkplatz auf. Spontan geht Rissel zu dem Wagen und zieht eine Waffe um sich das zu nehmen was er verloren hatte.

Er zwingt die Frau mit ihm an einen einsamen Platz in der nähe zu gehen.

Es stellte sich heraus das die Frau eine Prostituierte ist und sie versucht auf seine Vergewaltigung einzugehen indem sie den Rock hebt und ihn fragt wie er es am liebsten hätte. Das macht Monte nur noch wütender. Er meint sie wolle ihn lenken und als sie ihm mehrere Orgasmen vortäuscht macht sie alles noch schlimmer. Er sagt sich wenn sie das genießt dann sind alle Frauen Huren.

Durch diese Vorstellung verlor sie die Persönlichkeit und der Gedanke sie zu töten viel ihm leicht.

Eine andere Frau dagegen ließ er laufen weil sie ihm sagte sie mache sich Sorgen um ihren krebskranken Vater. Da Rissels Bruder auch Krebs hatte fühlt er mit ihr und sah sie im Gegensatz zu der Prostituierten als Person.

Nach der Vergewaltigung der Prostituierten vom Parkplatz weiß er vor Wut noch nicht was er mit seinem Opfer machen soll. Als sie logischer Weise versucht zu fliehen bekommt er wieder das Gefühl sie und nicht er würde die Situation bestimmen. Er sagte aus: Sie wollte in die Schlucht rennen, da habe ich sie im Polizeigriff gepackt. Sie war größer als ich und ich fing an sie zu würgen. Als sie stolperte rollten wir einen Hang herunter und landeten im Wasser. Dann habe ich ihren Kopf auf einen Stein geschlagen und unter Wasser gedrückt.

Die Opfer die er suchte waren erreichbar und befanden sich in und um sein Wohnhaus herum. Bei seinem ersten Mord war er gerade neunzehn und als er dieses Tabu gebrochen hatte merkte er das es ihm Freude machte und er auch entkommen konnte. Bei seinem zweiten Opfer störte ihn ihre dauernde Fragerei.

Sie wollte wissen warum er sie ausgesucht hätte, ob er keine Freundin hatte, was sei Problem wäre und was er mit ihr vorhatte. Sie fuhr den Wagen während er seine Waffe auf sie richtete.

Auch sie versuchte zu fliehen und ihm wurde klar daß er sie töten mußte. Er stach ihr mehrfach in die Brust.

Beim dritten Mord war es für ihn einfach denn er hatte aus seinen Erfahrungen gelernt und ließ erst gar kein Gespräch mit dem Opfer aufkommen. Sie sollte sich nicht personifizieren. Er sagte sich: Zwei habe ich schon da kommt es auf diese hier auch nicht mehr an.

Zwar ließ er in dieser Phase die Frau mit dem krebskranken Vater noch frei doch bei den beiden letzten Morden stand seine Absicht fest. Die eine wurde ertränkt und die andere erstochen. Mit 50 - 100 Messerstichen wie er selbst schätzte.

Wie er später sagte habe ihn der Fall von David Berkowitz über den er gelesen hatte mit angeregt zu seinen Taten.

 

STEVEN PENNELL ( I - 40 Killer )

Als mehrere Prostituierte entlang der Highways 40 und 13 mit eingeschlagenem Schädel gefunden wurden mußte die Polizei von einem neuen Serienverbrechen ausgehen. Die Leichen wiesen Spuren von Folter und Vergewaltigung auf.

Im Jahre 1989 konnte der Prozeß gegen den 31 jährigen Elektriker Steven B. Pennell beginnen.

Er besaß einen Lieferwagen der mit speziellen Vergewaltigungswerkzeugen ausgerüstet war und mit welchem er ständig auf der Suche nach neuen Opfern war.

Da er die Gegend gut kannte legte er die Leichen dementsprechend gut ab. Bei einigen Opfern hatte Pennell die Brüste mit einer Zange bearbeitet und mit dieser die Warzen abgetrennt. Andere hatte er an Händen und Füßen gefesselt, ihnen in die Beine geschnitten ihr Gesäß gepeitscht und geschlagen oder sie mit einem Hammer gequält. Während der Taten zeigte er keinerlei Gefühlsregung und tötete zum wiederholten male bis mam ihn faßte. Er wollte die Opfer schreien hören und ihnen Schmerzen zufügen. Es war für ihn nötig um die Lust aus seinen Verbrechen zu gewinnen.

Man spürte Pennell mit Hilfe weiblicher Polizisten auf, welche sich entlang des Highways als Prostituierte ausgaben. Nach zwei Monaten hielt schließlich ein Mann bei Officer Renee C. Lano auf den das Täterprofil paßte. Obwohl sie in ständigem Funkkontakt stand war es ihr strikt Verboten in den Wagen zu steigen da es ihren Tot bedeuten konnte. Sie verhandelte durch die geöffnete Beifahrertür um den Preis für ihre Dienste. Als sie merkte daß der Wagen mit einem blauen Teppich wie er an den Opfern gefunden wurde ausgelegt war lenkte sie das Gespräch auf seinen schönen Wagen und kratzte unauffällig einige Fasern vom Teppich ab. Im F.B.I.- Labor stellte man die Übereinstimmung fest.

Er wurde am14.03.1992 vom Staate Deleware durch die Giftspritze hingerichtet.

 

ROBERT HANSEN                                                   

Die Verbrechen des Bäckers aus Anchorage - Alaska hatten etwa 1980 begonnen. Als am 13.06.1983 eine siebzehnjährige Prostituiert ihm entkam berichtete sie daß sie beim Oralsex von einem rothaarigen, pockennarbigen Mann mit Handschellen gefesselt und mit einer Waffe gezwungen wurde mit zu seinem Haus zu fahren. Dort mußte sie sich ausziehen und er vergewaltigte sie und fügte ihr unerträgliche Schmerzen zu indem er sie in die Brustwarzen biß und ihr einen Hammer in die Vagina rammte. Während sie an einem Pfahl im Keller gefesselt war schlief Hansen mehrere Stunden. Als er wach wurde sagte er ihr daß er sie möge und daß sie beide mit seinem Privatflugzeug in die Wälder fliegen wo sie noch einmal Sex haben sollten. Danach wolle er sie wieder zurück bringen.

Doch sie dachte sich das er sie nicht entkommen lassen würde da er keine Anstalten machte seine Identität zu verbergen. Am Flughafen konnte sie entkommen als Hansen gerade Proviant laden war. Sie traf auf einen Polizisten und konnte eine Beschreibung geben die auf Robert Hansen deutete. Er war mitte 40, in Iowa geboren und lebte jetzt seit 17 Jahren in Anchorage wo ihm eine gutgehende Bäckerei gehörte. Weiterhin war er verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. Die Polizei brachte das Opfer zu Hansens Haus wo sie, ihrer Aussage nach gefoltert wurde und am Flughafen identifizierte sie auch Hansens Flugzeug, eine "Pipper Super Club". Als Hansen mit den Vorwürfen konfrontiert wurde reagierte er heftig und behauptete er hätte die Frau nie gesehen und sie wolle ihn wohl nur erpressen. Er meinte man könne eine Prostituierte wohl kaum vergewaltigen. Außerdem konnte er ein Alibi vorweisen und zwar hätte er mit zwei Geschäftspartnern zu Hause gegessen, was diese auch bestätigten. Da die Polizei nur die Aussage der Frau hatte kam es weder zur Verhaftung noch zur Anklage. Aber die Polizei hatte trotz der schlechten Beweislage Hansen weiterhin im Verdacht.

Bereits 1980 fanden Bauarbeiter bei Arbeiten in der Eklutna-Road die Reste einer Frauenleiche. Sie war teilweise von Bären gefressen worden aber man konnte noch erkennen das sie erstochen und verscharrt worden war. Sie wurde "Eklutna-Annie" genannt, jedoch konnte ihre Leiche nie identifiziert weder der Täter gefunden werden. Später im selben Jahr wurde die Leiche von Joanne Messina in einer Kiesgrube bei Seward entdeckt. Dann im September 1982 fanden Jäger die Überreste der dreiundzwanzigjährigen Sherry Morrow in einem flachen Grab am Knik River. Sie war eine Stripperin die seit November 1981 vermißt wurde und war mit 3 Schüssen getötet worden. Die Patronenhülsen am Tatort bewiesen das sie mit einer "223 Ruger X Mini - 14", einem besonders leistungsfähigem Jagdgewehr erschossen wurde. Diese Waffe ist in Alaska allerdings sehr verbreitet so daß es unmöglich war alle Jäger mit dieser Waffe zu befragen. Es war auffällig daß die Kleidung der Toten keinerlei Einschußlöcher aufwies was darauf deutete daß sie bei der Erschießung nackt war. Fast genau ein Jahr später wurde am Knik River eine weitere Leiche gefunden.

Es war Paula Golding, eine arbeitslose Sekretärin die aus Verzweiflung und Geldnot in einer Oben-ohne Bar arbeitete. Sie war auch mit einer Ruger Mini erschossen worden und wurde seit April vermißt. Das war ungefähr die Zeit in der die 17 jährige Prostituierte entführt und dann entkommen konnte. Als man durch den Fall Golding auf Liste ungeklärter Morde stieß beschlossen die Alaska State Troopper sich Robert Hansen genauer anzusehen.

John Douglas der Spezialist vom F.B.I. für Psychologische Profile wurde hinzugezogen und erstellte ohne Hansen zu kennen ein Profil das ziemlich auf ihn zutraf. Das Problem war daß man Informationen nur aus zweiter Hand hatte aber keine greifbaren Beweise. Mit Douglas Hilfe versuchte man ein Geständnis von Hansen zu bekommen. Die Opfer wurden genauer betrachtet und man stellte fest das es sich um Prostituierte und Stripperinnen handelte die nicht sofort von jemandem vermißt wurden und deren Verschwinden meist erst mit dem Fund der Leiche bemerkt wurde. Das bedeutete daß der Mörder diese Gruppe gezielt ausgesucht hatte. Da alle Opfer im Wald gefunden und mit einem Jagdgewehr erschossen wurden kam die Vermutung auf, daß der begeisterte Jäger Robert Hansen dazu übergegangen war Menschen zu jagen, was ihm eine sexuelle Befriedigung gab die er aus der vollkommenen Kontrolle über seine Opfer gewann. Durch das Profil das Douglas erstellt hatte konnte ein Durchsuchungsbefehl erlassen werden und man war sicher in einem Versteck im Haus auch das Gewehr zu finden. Weiterhin vermutete man auch einige andere Andenken der Opfer zu finden die er vermutlich seiner Frau oder Tochter als Zeichen seiner Dominanz geschenkt hatte, wie es auch schon andere Sexualmörder getan hatten. Da die Leichen nicht verstümmelt waren vermutete man er hatte ihnen Schmuck oder ein Foto abgenommen. Den Schmuck wird er seiner Frau oder Tochter mit einer fadenscheinigen Ausrede geschenkt haben.

Es gab allerdings immer noch das Alibi von Hansen. Aber als die beiden Geschäftsleute noch einmal befragt wurden und erfuhren daß Hansen unter Mordverdacht stand gaben sie zu am besagten Abend nicht bei Hansen gewesen zu sein. Vielmehr habe er sie gebeten ihm wie er sagte aus einer unangenehmen Sache zu helfen. Jetzt wurde Hansen wegen Entführung und Vergewaltigung verhaftet und sein Haus durchsucht. Es wurde die Waffe welche mit den Hülsen übereinstimmte sichergestellt und auf dem Speicher fand man billigen Schmuck sowie eine Timex-Uhr welche den Opfern gehörte. Außerdem stieß man auf einen Führerschein und Ausweispapiere der Toten sowie auf eine Flugkarte auf der die Ablageorte der Leichen eingezeichnet waren. Zunächst stritt Hansen alles ab und meinte der Fund der Hülsen sei purer Zufall da er an diesen Stellen Schießübungen gemacht habe. Als man ihn aber mit der erdrückenden Beweislast und der Aussicht auf die Todesstrafe konfrontierte gestand er die Morde mit der Hoffnung auf ein milderes Urteil. Er sagte daß er nur Oralsex von den Frauen wollte da er dies seiner ehrbaren Frau nicht zumuten wollte. Wenn sie es gut gemacht hatten ließ er sie laufen, aber die Prostituierten welche sich nicht fügten oder gar die Situation kontrollieren wollten wurden bestraft.

Er war der Meinung das Prostituierte eine geeignete Jagdbeute für ihn waren deren Tötung eher enttäuschend war. Wie er im Verhör sagte lag die Spannung in der Pirsch und der totalen Überlegenheit über seine Opfer.

Am 27.02.1984 bekannte sich Robert Hansen schuldig, vier Morde, eine Vergewaltigung, eine Entführung sowie verschiedene Diebstähle und Verstöße gegen das Waffengesetz begangen zu haben. Er wurde zu 499 Jahren Gefängnis verurteilt.

 

 

Dem "Unabomber" droht die Todesstrafe

Prozeß in USA wird zur Familientragödie: Bruder des Angeklagten verriet dessen Aufenthaltsort

BM Washington/Sacramento - Überwältigend scheinen die Beweise gegen Theodore Kaczynski, den sogenannten Unabomber, in den USA zu sein. Ihm wird vorgeworfen, mit 18 Paketbombenanschlägen drei Menschen getötet und 23 verletzt zu haben. Seinen Spitznamen "Unabomber" verdankt er dem Umstand, daß sich die Anschläge vor allem gegen "universities and airlines" - Hochschulen und Fluggesellschaften - richteten.

Motiv für die Anschläge soll Kaczynskis Technologiefeindlichkeit sein. Seit gestern muß sich der 55jährige nun vor einem Gericht in Sacramento verantworten. Die Frage der Schuld des einstigen Mathematikprofessors wird kaum noch angezweifelt.

Das eigentliche Drama aber in dem Verfahren dürfte sich aber nicht im Gerichtssaal, sondern in der Kaczynski-Familie abspielen. Der Bruder des Angeklagten, David Kaczynski, ein Sozialarbeiter, hatte dem FBI im Frühjahr 1996 nämlich die entscheidenden Hinweise zur Verhaftung des Angeklagten und einstigen Harvard-Absolventen (Intelligenzquotient 170) gegeben.

David Kaczynski gewann in seinen Gesprächen mit dem FBI zunächst den Eindruck, daß die Behörden im Austausch für die Kooperation der Familie auf die Todesstrafe im Prozeß verzichten würden. Jetzt fühlt sich der jüngere Bruder von den Behörden getäuscht. Hintergrund: Das Justizministerium hat auch dann einen Verzicht auf die geforderte Todesstrafe abgelehnt, wenn sich der Angeklagte im Prozeß für schuldig bekennt. Doch ist ein solches Entgegenkommen im US-Strafrecht durchaus üblich.

Den Verdacht gegen den eigenen Bruder hatte der 47jährige Sozialarbeiter 1995 geschöpft, als er in der "New York Times" Auszüge aus einem Manifest des "Unabombers" las. Das seitenlange Pamphlet hatte der Bombenleger mit dem Versprechen an das Blatt geschickt, bei Veröffentlichung seine Anschläge einzustellen. David Kaczynski erkannte darin die "Handschrift" seines Bruders, der nach Aufgabe seiner Professur wie ein Einsiedler in einer primitiven Holzhütte in dem einsamen Gebirgsort Lincoln (US-Bundesstaat Montana) lebte.

Der erste Sprengsatz des "Una-bombers" explodierte am 25. Mai 1978 auf dem Gelände der Northwestern University in Illinois und verletzte einen Menschen. 15 weitere Anschläge folgten. Die Hälfte der Paketbomben war an Personen adressiert, die andere Hälfte vor allem an Universitäten und Fluggesellschaften. 1985, 1994 und 1995 wurde dabei jeweils ein Mensch getötet. Innerhalb von 17 Jahren pausierte der Attentäter nur einmal, von Februar 1987 bis Juni 1993.

Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, gab der 47jährige den Aufenthaltsort seines Bruders bekannt, der den Kontakt zu ihm und der 80jährigen Mutter praktisch abgebrochen hatte. David Kaczynski war auch zur Einsicht gelangt, daß sein älterer Bruder psychisch schwer gestört sei, weil dieser in haßerfüllten Briefen seine Eltern für sein 25 Jahre dauerndes Leben in der Einsamkeit verantwortlich machte. Weder nahm er an der Beisetzung seines Vaters noch an der Hochzeitsfeier des Bruders teil.

Ähnlich wie im Prozeß gegen Timothy McVeigh um den Anschlag von Oklahoma City in Denver ist man in Sacramento offenbar auch fest davon überzeugt, daß Leben unerbittlich mit Leben vergolten werden muß. Dem Angeklagten selbst könnte nur dann die Todesstrafe erspart bleiben, wenn die Geschworenen zur Überzeugung kämen, daß er wegen seiner schizoiden Persönlichkeit für die Taten nicht verantwortlich ist.

Doch Kaczynskis Verteidiger haben ihre Prozeßstrategie zunächst einmal aufgeben müssen, da der 55jährige jede Untersuchung durch psychiatrische Sachverständige ablehnte. Als das Thema seiner möglichen Unzurechnungsfähigkeit zur Sprache kam, wurde Kaczynski so wütend, daß er mit einem Schreibstift nach den Anwälten warf. dpa