Flaschenpost - Kunst auf Reisen

Flaschenpost

Ein Spiel mit dem Zufall. Eine unvorhergesehene Reise durch die Welt der Telekommunikation. Eine Reise, die niemand kennt, die niemand plant, die niemand bestimmt. Die Koffer sind gepackt, die Sachen verstaut. Nun gehts los.


Die Regel

Du erhältst ein Bild über e-mail. Du entscheidest, wohin das Bild via e-mail gesendet werden soll. Du teilst der Galerie KunstStück mit, was Du spontan über das Bild denkst und wo sich das Bild gerade befindet. Die Route, die das Bild nimmt, wird von der Galerie KunstStück dokumentiert.

Stephan Gröning
Hamburg

Das Bild schien mir auf den 1. Blick sehr verwirrend und auch auf den 2. Blick kam der Einblick erst sehr spät. Das führe ich spontan auf das nichtgewöhnte Betrachten solch bunter Bilder zurück. Wenn man sich erstmal an den neuen Eindruck gewöhnt hat, erscheint einem alles sehr plausibel.
1. Eine ungewohnte Tatsache hier lügende Engel - muß man besonders behandeln.
2. Das stark vertretene Rot erweckt in mir den Eindruck, daß ein lügender Engel sehr schnell zum gefallenem Engel wird.
3. Das Bild erscheint mir im Zentrum sehr ruhig - außerdem scheine ich hier schemenhaft den Engel zu erkennen, der dort zusammengekauert sitzt und hofft, daß keiner seine Luege bemerkt - Außen herrscht Aufruhr.

Thorsten Buchlow
Berlin

Zuerst habe ich nur ein Wirrwarr von Farben und Formen gesehen und habe gedacht ‚toll und was hat das mit Engel zu tun?'
 Das Erste, was ich sah, war eine Frau in der unteren linken Ecke bis zur linken Mitte. Dann entdeckte ich eine weitere Person in der rechten Bildhälfte. Dieser Mann scheint ein König oder Prinz zu sein, da er eine Krone trägt. Außerdem sitzt er auf etwas, was ein Thron sein könnte. Beide Figuren halten den Kopf leicht gesenkt. Aber ob sie deprimiert sind oder auf etwas schauen. Auch könnte links unter dem Gekrönten noch eine weibliche Person mit Kopftuch sein. Leider konnte ich im gesamten Bild keinen Engel entdecken.

Marcus Kreutzberger
Lübeck

Was will der Kuenstler damit nur sagen?
 Denn ich sah einfach nur ineinander verschlungene Farbstriche. Doch dann sah ich viele Gesichter, Blumen, Tiere und auch nur ganz einfach sinnlose Gegenstande. Und ich erkannte, es kommt nur darauf an, was ich in dem Bild sehe und nicht was der Kuenstler mir damit sagen will. Es ist wie ein Spiel, so wie man Wolken beobachtet und versucht in ihnen Figuren und Tiere zu erkennen. Ja, ich sah sogar einen kleinen gruenen Zauberer, der versuchte das Chaos zu besaenftigen. Denn es war schon ein grosses Unheil, das die luegenden Engel angerichetet hatten. Doch den Rest der Geschichte erzaehle ich lieber nicht, denn sonst bleibt der Phantasie des Betrachters nichts mehr uebrig.

Das Ölbild 'Wenn Engel lügen' liegt der E-Mail bei.