Freie Aussprache FR 25.5.1998

Mama Holding

 

Zum FR-Artikel "Mietersprecher gekündigt" vom 15. 5. 1998 meldet sich der Betroffene zu Wort.

 
      Der Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding, Frank Junker, straft nicht nur seine eigenen Worte Lügen, er verstößt auch gegen die Empfehlung des Umweltbundesamtes und gegen Aufsichtsratsbeschlüsse der Holding. Hat Herr Junker da etwas nicht verstanden? Die Gifte, Herr Junker, nicht die Mieter, die sich darüber beklagen, sollen aus den Wohnungen entfernt werden!  
    Ich finde, es ist an der Zeit, das Thema der Verantwortlichkeit in dieser Sache anzusprechen.
 
      Herr Junker versteht es zwar, einfachere Gemüter und vielleicht auch Frau Petra Roth mit seinen verbalen Ergüssen zu beeindrucken. Seine Fehler versucht er - aber immer vergeblicher - mit rhetorischer Raffinesse auszugleichen. Die meisten seiner Aussagen sind haltlos und zielen vor allem darauf hin, die Mieter entweder einzuschüchtern oder sie in dem Glauben zu wiegen, Mama Holding wird's schon richten. Viele empfinden mittlerweile sein Verhalten als feige. Er ist nicht bereit, sich den Fragen der schadstoffbetroffenen Mieter auf einer längst überfälligen, von seiner Gesellschaft einzuberufenden Mieterversammlung oder einer entsprechenden öffentlichen Veranstaltung zu stellen.
 
    Junker, der große Miet-Zampano vom Main - nur er darf reden. Es gibt allem Anschein noch nicht einmal einen Stellvertreter, der in der Lage wäre, Stellung zu dieser Thematik zu beziehen. Was machen eigentlich all die Geschäftsführer der einzelnen Wohnungsgesellschaften, die Politiker in den Aufsichtsräten? Gibt es intern einen Maulkorberlaß oder was hindert diese Herren auf ihren verantwortungsvollen Positionen, eigene Entscheidungen zu treffen.
 
    Unterdrückt Herr Junker alle diese Herren oder ihre Ansichten? Das, was Herr Junker an Schaden anrichtet, haben auch alle anderen mitzuverantworten, die ihn schalten und walten lassen.

Eberhard Centner, Frankfurt am Main

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