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| Die Arbeitsgruppe der Initiativen Schadstoffe in den ehemaligen US-Housings in Frankfurt informiert |
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Von der Grillwurst und dem PAK
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Glauben Sie, daß mit der Zusage des Bundesfinanzministers, 50 % der Sanierungskosten zu tragen, Ihre Belastung vermindert werden wird, Ihre Gesundheit und die Ihrer Kinder geschützt wird? |
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| Wissen Sie eigentlich, daß mit der vieldiskutierten Kehrprobe, die in Ihrer Wohnung gefundenen Schadstoffe so verringert sind, daß scheinbar überhaupt kein Handlungsbedarf mehr besteht. Die Werte, die Mietern des Bundesvermögensamts vorliegen, sollen dies belegen: z. B. PAK-Summe in der ARGUK-Staubsaugerprobe 1848 mg/kg Hausstaub, jetzt mit der C.A.U.-Kehrprobe nur noch 97 mg/kg. Das Problem ist wahrhaftig weggefegt worden. Wissenschaftlicher Beistand hierzu: Prof. Angerer, Uni Erlangen, in den Nürnberger Nachrichten vom 8. Juli: "Wenn ich auf den Parkettritzen herumsauge, habe ich hundertmal höhere Werte als wenn ich den Staub kehre."
Frau Dr. Peters, Stadtgesundheitsamt Frankfurt, handelt einen Faktor, mit dem man die Kehrprobe an die Wirklichkeit anpassen könne, mit etwa 2 oder 4: Mathematik, Medizin oder Hokuspokus? - Woher nimmt sie denn solche Rechenkünste? Dabei hat das Umweltbundesamt (B. Seifert) in seiner Vorlage zur Expertenrunde vom 28.4.1998 die Kehrprobe problematisiert. Prof. Henseling vom Hessischen Gesundheitsministerium hat mehrfach die Saugmethode angeordnet. Nur, das Frankfurter Gesundheitsamt hält sich nicht daran. |
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Nach Einschätzung von Gesundheitsdezernent Albrecht Glaser (CDU) gibt es in den ehemaligen US-housing areas keine Wohnung, die "zweifelsfrei hochkontaminiert" sei. (FR 30.6.1998) Mit dieser Äußerung ... reagierte Glaser am 29. Juni im Gesundheitsausschuß auf Vorwürfe, warum mit der Sanierung der Schadstoff-belasteten Wohnungen nicht längst begonnen würde. Die Probeentnahmen, mit denen der Anteil an PAK und Pestiziden im zusammengekehrten Hausstaub ermittelt werden soll, seien so gut wie abgeschlossen. Noch weiter wäre man, wenn einige Mieter kooperativer gewesen wären. Glaser macht deutlich, daß eine Umstellung auf das zuletzt von der Landesregierung angewiesene Meßverfahren - die Saugprobe -, nicht infrage komme. ... Das ARGUK-Labor hatte nachgewiesen, daß beim Kehren gerade jene Feinstäube entweichen, die besonders PAK-haltig sind. Bereits die Analyse der zusammengefegten Proben hatte nach Auskunft des Stadtgesundheitsamtes ergeben, daß etwa ein Drittel der Wohnungen unverzüglich saniert werden müsse. |
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| Hoffen Sie mit uns: Das Hessische Gesundheitsministerium befürchtet, so wie wir, daß die Problematik in den US-Housings "im wahrsten Sinne des Wortes weggekehrt" wird. Aber: Trotz unmißverständlicher Erlasse und Weisungen an die Stadt Frankfurt (Glaser, Peters, Heudorf), trotz Polemik von Seiten der Vermieter ("Chaos und Konfusion" aus Wiesbaden, heißt es bei Herrn Junker) befindet sich Herr Glaser im Einklang mit dem Aufsichtsrat der ABG Frankfurt Holding und dem Bundesvermögensamt, daß erst nach Vorliegen aller Meßergebnisse aus allen Wohnungen Sanierungsschritte in Erwägung gezogen werden. Sie hätten doch schon so viel getan.
Aber: Nichts ist passiert. Keinem Mieter ist geholfen worden. Unverzügliche Maßnahmen lassen weiter auf sich warten. Die Hessischen Erlasse werden mißachtet.
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Aussitzen: Brückmann und Junker, Glaser und Roth, Peters und Heudorf - sie alle sitzen das Problem aus - und sie sitzen auch noch am längeren Hebel. Die schadstoffbedingte Auszugswelle schwappt über uns hinweg. An jedem Wochenende kann man hier mehrere Umzugswagen sehen: Diejenigen, die es sich leisten können, die es ihren Kindern und sich selber nicht länger zumuten können, gehen weg. Es bleiben Lücken in unseren Hausgemeinschaften. Spielfreunde unserer Kinder müssen wegziehen. Klassenkameraden wechseln die Schule. Leere Wohnungen werden sicherlich, nachdem Gras über die Sache gewachsen ist, vom Wohnungsamt zwangsbelegt werden. Herr Junker findet angeblich leicht neue Mieter, für die diese Schadstoffe, Gifte kein Problem seien. Das BV-Amt knebelt Neu-Mieter sogar mit einem Art Giftvertrag: sie verzichten in der Anlage zum Mietvertrag auf Regreß wegen möglicher Schadstoffbelastungen. |
... Aussitzen |
ABG Frankfurt Holding bekommt Strafanzeige
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Gegen die Verantwortlichen sind Strafanträge gestellt. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankfurt ermittelt gegen das BV-Amt und die Holding aufgrund mehrerer Strafanträge u.a. wegen Verstoßes gegen das Abfallbeseitigungsgesetz, Körperverletzung, Betrug, Sachbeschädigung. |
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| Alle Hinweise (Briefwechsel, Gutachten, Stellungnahmen, usw.), die für die Staatsanwaltschaft in dieser Angelegenheit wichtig sein könnten, lassen Sie uns bitte zukommen. |
"Hier wird mit der Gesundheit von Menschen gepokert."
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Giftvertrag (z.B. vom Februar 1998) zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den MieterInnen von neubezogenen Wohnungen (des Bundesvermögensamtes Frankfurt):
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| "§ 1 Den Mietern ist bekannt, daß die von ihnen bezogene Wohnung möglicherweise mit Schadstoffen belastet ist.
Sie werden in Bezug auf die möglicherweise bestehende Belastung der Wohnung mit Schadstoffen keine Ansprüche gegen die Vermieterin stellen." |
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"Furchteinflößend formuliert", räumte der Leiter des BV-Amtes, Brückmann, ein und betont: "Es werden auf keinen Fall belastete und nicht sanierte Wohnungen vermietet." Die Rechtsunsicherheit in seiner Behörde sei groß. Zur Zeit werden in mehreren Wohnungen Probesanierungen vorgenommen.
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Die Lüge von der Grillwurst und dem PAK in den US-Housings
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In Stellungnahmen der Stadt Frankfurt (Presseamt und Stadtgesundheitsamt) wurde davon berichtet, daß man PAK ja auch in der Nahrung findet. "Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, deren wichtigster Vertreter das erwiesen krebserregende Benzpyren ist, verursachen Magen- und Darmkrebs. Sie entstehen unter anderem beim Räuchern und beim Grillen über offenem Feuer. Daher sollte von Räucherwaren die angerußte Oberfläche immer entfernt werden. Grillgut sollte sich nicht langfristig direkt über der Glut befinden, denn bei der Verbrennung des herabtropfenden Fettes entstehen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die im Rauch aufsteigen und sich im Grillgut niederschlagen." |
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| Auch das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz (BgVV) warnt: Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe in Traubenkernöl "Lebensmitteluntersuchungsämter haben in Traubenkernöl polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, unter anderem das krebserzeugende Benzo(a)pyren, gefunden. .... Die Gehalte an Benzo(a)pyren betrugen bis zu 27,8 µg/kg und sind mit Gehalten vergleichbar, wie sie unter ungünstigen Umständen in gegrillten Lebensmitteln auftreten können. ... Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz hält die gefundenen Gehalte an polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen in Traubenkernöl für toxikologisch nicht vertretbar." | |||
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27 Mikrogramm sind 0,027 mg/kg. Wir wissen, daß wir die 10.000-fache Menge in unserem Haustaub gefunden haben. |
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| D.h., daß Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz hält einen Gehalt von 27,8 Mikrogramm BaP/kg für toxikologisch nicht vertretbar; unsere Kinder leben aber in Belastungen von bis zu 561 000 Mikrogramm BaP/kg (max. gefundener Wert)!
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| Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen? |
Ende