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Arbeitsgruppe der Initiativen Tel. u. Fax: 069/ 530 56 440 c/o Christine Salzmann, Krebsmühle 1, 61440 Oberursel Tel. u. Fax: 06171/ 98 39 51 Pressemitteilung vom 20.9.1998 Liegen die Nerven der ABG Frankfurt Holding blank?
Auf einen fünfseitigen Offenen Brief (Fragen- und Forderungskatalog) der Arbeitgruppe an Geschäftsführung und Aufsichtsrat vom 4. 9. 1998 konnte oder wollte die ABG Frankfurt Holding bis heute noch nicht antworten. Auf eine Pressemitteilung der Arbeitsgruppe (vom 16.09.98, unterzeichnet von E. Centner und E. Rothe) hingegen reagierte die Holding mit einer anwaltlichen Drohung und der Aufforderung, eine "strafbewehrte Unterlassungs-erklärung" über Nacht zu unterzeichnen. Müssen wir dies nicht als Versuch der gezielten Meinungsunterdrückung und als Ablenkungsmanöver werten? Wem in dieser Auseinandersetung die Sachargumente ausgegangen sind, scheint offensichtlich. Die Arbeitsgruppe handelt im Sinne der Wahrnehmung berechtigter Interessen im Namen der Betroffenen. Die verschiedenen VertreterInnen der Arbeitsgruppe sprechen im Namen der Betroffenen, so selbstverständlich auch E. Centner und E. Rothe. Die Entscheidung darüber, wer sich für die Betroffenen respektive Betroffenen-Initiativen äußern darf, fällt nicht in das Aufgabengebiet des Holdingchefs (FR 18.9.1998). Das ehemalige Zuhause der betroffenen Familie Centner gehört bekanntermaßen zu den höchstbelasteten Wohnungen (Fresenius-Gutachten im Auftrag der Holding von 4/98: mehr als 100.000 mg PAK/kg Kleber!).
Sanierung durch die Hintertür Als unglaubwürdig entlarven sich die Argumente der Geschäftsführung, warum jetzt in den leerstehenden Wohnungen die Einbauschränke entfernt werden: "Instandhaltungskosten der Einbauschränke..., Ausgaben für abgebrochene Schlüssel..." (FAZ 18.09.98) usw. Die Schränke gehören doch laut Mietvertrag den Mietern und Schlüssel haben nur die wenigsten. Für wie dumm hält man denn die Öffentlichkeit, wenn man sich so herrausreden will. Woher hat die Holding denn überhaupt das Geld für diese "Luxusmaßnahme", wo doch erheblicher Modernisierungsrückstand in den Siedlungen besteht (Wärmedämmung, Renovierung der Treppenhäuser, Baufälligkeit der Balkone, usw.). Soziale Schieflage - Neue versus alte Mieter: Die Mieter, die nun in die Siedlungen ziehen, erhalten für die "Neuvermietung renovierte Wohnungen" aus denen die Einbauschränke "entfernt" wurden. Den Familien jedoch, die seit Jahren dort wohnen und seit Monaten um eine angemessene Sanierung kämpfen, wird mitgeteilt, daß bei ihnen aufgrund der vorgefundenen Werte nach der umstrittenen Kehrprobe "kein Handlungsbedarf besteht", und dies obwohl die Ergebnisse der Schrankproben auf Pestizide den Betroffenen nicht vorliegen. Basis für Sachargumente Wir erwarten Antworten auf unsere Fragen und ebenso umfassende Information und korrekte Aufklärung der betroffenen Familien. Wir hoffen, daß das Angebot des IGBAU-Bundesvorsitzenden Klaus Wiesehügel, als Moderator aufzutreten, von der Stadt angenommen wird und es endlich zu einem konstruktiven Dialog kommt. Für die Arbeitsgruppe der Initiativen: Christine Salzmann, Norbert Dichter u.a.
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