Zur Begründung erklärt der Ortsbeirat, zwischen Mietern, Vermietern, Stadt und Bund habe sich eine scheinbar unüberbrückbare Front gebildet, die es aufzuweichen gelte. Die Leitung des "Runden Tisches" - mit höchstens 15 Mitgliedern - solle deshalb ein Vertreter des Ortsbeirats oder der Stadtverordnetenversammlung übernehmen.
Am "Runden Tisch" sollten sechs Vertreter der Mieter sowie Vertreter des Gesundheitsamtes, der Frankfurt Holding, des Bundesvermögensamtes, der Stadtverordnetenversammlung sowie der betroffenen Ortsbeiräte sitzen. Nach der ersten Tagung des "Runden Tisches" hätten die Mieter-Initiativen eine weitere Mitarbeit abgelehnt; sie seien jetzt jedoch wieder dazu bereit, erklärte Ortsvorsteher Müller. Auch die Grünen stimmten diesmal nach einem längeren Gespräch Müllers mit ihrem Fraktionssprecher Peter Steinberg zu. Am 19. Februar hatten drei Grüne den "Runden Tisch" abgelehnt. Die anwesenden Vertreter der Mieter-Initiativen waren diesmal ebenfalls mit der Forderung des Ortsbeirates einverstanden. Die Stadtteilpolitiker beschlossen dann noch auf SPD-Antrag einstimmig eine Anfrage an den Magistrat nach der aktuellen Zahl der heutigen Bewohner der Housing Areas.
Der Magistrat soll auch mitteilen, wieviele zusätzliche Wohnungen es in den Dachgeschossen geben werde und ob sie auch an Familien mit Kindern vermietet werden. Außerdem beschloß der Ortsbeirat eine weitere Anfrage. So soll der Römer - auf SPD-Antrag, gegen die Stimmen der Grünen - mitteilen, ob für Anwohner der Karl-Kotzenberg-Straße und der Straße Am Eisernen Schlag ein Parkplakettensystem eingeführt werden kann. Die Anwohner klagten über die Parkplatznot durch Autos der Bediensteten des Markus-Krankenhauses und der Patienten oder ihrer Besucher. (pk)