| Westfälische Rundschau 13.11.1998
Staatliches Amt für Arbeitsschutz rät allen Betroffenen: "PAK-Sanierung nicht in Eigenregie erledigen" Iserlohn. (WR) Das Staatliche Amt für Arbeitsschutz rät allen Bewohnern ehemaliger NATO-Häuser, verseuchtes Parkett nicht selbst zu sanieren, sondern Fachfirmen mit dieser Aufgabe zu betrauen. Bekanntlich ist in zahlreichen dieser Wohnungen Parkettkleber verwendet worden, in dem sich krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) befinden (WR berichtete mehrfach). Das Bestreben der in den Wohnungen lebenden Familien, aus Sorge um ihre Gesundheit den Parkettkleber möglichst schnell entfernen zu lassen, sei verständlich, schreibt das StAfA in einer Pressemitteilung. Allerdings rät Gefahrstoffexperte Martin Nebling: Die PAKs werden nicht gasförmig inhaliert, denn sie gasen im festen Zustand nicht aus. Sie gelangen in erster Linie als Staubpartikel in den Körper, und das Aufnehmen des Parketts und das Abtragen des schwarzen Klebers ist nun einmal mit viel Staub verbunden. Deshalb müßten bei den Sanierungsarbeiten Maßnahmen zum Schutz der damit befaßten Personen getroffen werden." Verhindert werden müsse das Einatmen des Staubes und der Hautkontakt. Auch darf im Rahmen der Sanierung kein Staub in die bisher nicht betroffenen Räume gelangen. Da die dafür notwendigen Vorsichtsmaßnahmen nur von sachkundigen Fachfirmen geleistet werden können, rät das StAfA dringend von der Durchführung in Eigenleistung ab. Nur Fachleute verfügten über die Erfahrung mit den aufwendigen Schutzmaßnahmen und über die notwendigen Gerätschaften. Der Beginn der Arbeiten muß bei der Berufsgenossenschaft und dem StAfA angezeigt werden. Näheres zu den einzuhaltenden Schutzmaßnahmen erfahren Fachfirmen unter ~ 0231/5415-659/616. |