Tipps zur Navigation mit GPS-Geräten

Tipps zur TOP50

 

Einfache Orientierung mit Karte und GPS
Für GPS-Geräte kann man folgendes Hilfsmittel zur Grobabschätzung der Position einsetzen, wenn man sich in einem Gebiet aufhält, für das man nur wenige Wegpunkte besitzt.

Auf einer Papierkarte des Gebietes werden 9 Wegpunkte angelegt, die man in folgender Reihenfolge zu einer Route verbindet (s. Grafik): P2 - P1 - P4 - P5 - P2 - P3 - P6 - P4 - P7 - P8 - P5 - P6 - P9 - P8. Die Route ergibt ein Rechteck mit 4 Quadranten, das man sich hilfsweise auf der Karte einzeichnet. Idealerweise legt man das Rechteck so an, das die kurzen Seiten unten und oben liegen, um eine gute Übereinstimmung mit der Darstellung auf dem GPS-Gerät zu erreichen. Die Route wird auf das GPS übertragen.

Aktiviert man die Route auf dem GPS, werden die Rechtecke gezeichnet und die eigene Position dargestellt. Die Ausrichtung der Kartenseite des GPS sollte mit ”Norden oben” definiert sein, um einen direkten Abgleich mit der Papierkarte zu ermöglichen. Im Verhältnis kann nun die eigene Position auf der Karte abgeschätzt werden. Zusätzlich kann man mit vielen GPS-Geräten vom aktuellen Standort die Entfernung zu den nächsten Routenlinien messen (s. Grafik, rote Linien). Die Entfernungen lassen sich auf die Karte übertragen und der Standort näherungsweise ermitteln.

Das Verfahren kann für ein ganzes Kartenblatt oder auch nur für ein begrenztes Gebiet verwenden, in dem man z.B. eine Wander- oder eine Radtour macht.

Abhängig von der gewählten Gebietsgröße (Kantenlänge) und der Displaygröße des GPS ergeben sich Einschränkungen, wenn die gesamte Route (Rechteck) dargestellt wird. Das bedeutet, dass das Rechteck in der Gesamtdarstellung zu klein wird und die eigene Position (Marker) nicht abgeschätzt werden kann. Mit dem eigenen Gerät sollte man daher entsprechende Möglichkeiten ausprobieren.

Verwendet man eine Karte mit Koordinatengitter, lassen sich die Koordinaten der benötigten Wegpunkte hierüber ermitteln. Wie man Karten ohne Koordinatenangaben / Koordinatengitter verwenden kann, ist nachfolgend beschrieben.
 

Karten ohne Koordinatenangaben mit einem GPS-Gerät verwenden
Ralf Schönfeld hat in seinem Beitrag “GPS Handgeräte in der Praxis - Teil 4: Tipps und Hinweise beim praktischen Einsatz” Möglichkeiten aufgezeigt, wie man solche Karten verwenden kann. Hierzu gibt es noch weitere Einsatzmöglichkeiten.

Im Urlaub oder bei der Vorbereitung einer Tour kann man u.U. nur auf Landkarten ohne Koordinatenangaben zurückgreifen. Diese Karten lassen sich mit Einschränkungen auch zusammen mit einem GPS-Gerät verwenden.

Um die Karten mit einem GPS-Gerät einsetzen zu können, benötigt man Wegpunkte auf dem Kartenblatt. Die Wegpunkte sollten an eindeutig erkennbaren Punkten liegen, wie z.B. an Straßen- oder Wegkreuzungen, markanten Einzelgebäuden (Kirchen) oder sonstigen Punkten. Entweder ermittelt man die Koordinaten der Wegpunkte vor Ort, indem man die Punkte aufsucht, oder man ermittelt sie bereits zu Hause indem man z.B. mit MapSource oder einer anderen Kartensoftware die Koordinaten bestimmt. Alternativ kann man auch Online-Dienste.

Ist das Gebiet ungefähr bekannt, in dem man Touren unternehmen möchte und noch Kartenmaterial benötigt, kann man bereits bei der Reisevorbereitung genügend Wegpunkte mit Koordinaten ermitteln. Insbesondere wenn man nur die MetroGuide-Karten zur Verfügung hat, die keine Informationen zum Gelände beinhalten, benötigt man häufig topografische Karten, um Touren jeglicher Art zu planen.

Die Wegpunkte werden möglichst genau in die Karte eingetragen und dienen als Referenzpunkte, um die Koordinaten neuer Wegpunkte zu ermitteln. Ist man im Gebiet des Kartenblattes unterwegs, kann man an eindeutig erkennbaren Punkten in der Karte weitere Wegpunkte setzen, die zur späteren Orientierung hilfreich sind.

Benötigt man die Koordinaten eines Zieles, wie einer Hütte oder eines interessanten Punktes, geht man vom nächstgelegenen bekannten Wegpunkt aus. Auf der Karte ermittelt man mit Winkelmesser / Kompass und Lineal die Richtung und Entfernung zum gewünschten Ziel. Vorlagen für Winkelmesser, Lineal und weitere Tools stehen hier zum Download.

Mit dem GPS-Gerät erzeugt man dann einen Wegpunkt für das Ziel, indem man ausgehend von dem Referenzpunkt die Entfernung und Richtung (in Grad) zum Ziel eingibt. Das GPS berechnet daraus die Koordinaten des Zieles.

Je nach Kartengrundlage, Maßstab und Genauigkeit der eigenen Arbeit ergeben sich größere oder kleinere Fehler bei der Ermittlung der Koordinaten. Hierüber muss man sich im Klaren sein.
Besonders bei touristischen (Wander-)Karten wird oft eine nicht getreue Abbildung gewählt, was zu weiteren Ungenauigkeiten führt. Handelt es sich um amtliche Karten bzw. einen amtlichen Herausgeber, kann man mehr Vertrauen in die Karte setzen, sollte sich aber auch nicht "blind" darauf verlassen.
 

Maßstab einer Landkarte bestimmen
Für Landkarten ohne Maßstabsangabe (z.B. aus dem Internet oder Touristenkarten) kann man sich mit nachfolgendem Verfahren helfen. Auf der Karte zwei eindeutige Punkte (Straßenkreuzungen etc.) festlegen und deren Koordinaten über Online-Dienste oder, wenn vorhanden, eigenes digitales Kartenmaterial ermitteln. Alternativ lassen sich auch vor Ort die Koordinaten mit einem GPS ermitteln.
Mit einem GPS-Gerät kann man nun die wahe Entfernung zwischen den Koordinaten ermitteln. Bietet das Gerät keine Funktion zur Entfernungsmessung, kann man auch eine Route aus den 2 Punkten bilden und bekommt so die Entfernung angezeigt.
Auf der Karte misst man die Entfernung zwischen den beiden Punkten und kann jetzt den (ungefähren) Maßstab der Karte berechnen:

wahre Entfernung (cm) : "Karten"-Entfernung (cm)
Beispiel: Entfernung zwischen zwei GPS-Punkten: 72.9000 cm
Gemessene Entfernung in der Karte: 14,7 cm = 49592
Maßstab ca. 1:50.000


Wegpunkte in einer Route setzen
Bei der Planung einer Route steht man vor der Frage, wo setze ich an einer Kreuzung / Einmündung einen Wegpunkt, wenn die Fahrtrichtung gewechselt werden soll. Setzt man den Wegpunkt auf die Kreuzung erhält man "zu spät" die neue Richtungsangabe auf den nächsten Wegpunkt. Hier kann man sich helfen, wenn man dem Wegpunkt einen Namen gibt, der einem die Richtung zum nächsten Wegpunkt bereits anzeigt. Z.B. "R-B73" für rechts abbiegen in Richtung B73 oder "L-STD" für links abbiegen in Richtung Stade. Fährt man an einen Kreisverkehr heran, wäre "O2-CUX" ein hilfreicher Hinweis. "O" = Kreisverkehr, "2" = 2. Ausfahrt, "CUX" = Richtung Cuxhaven. Über entsprechende Kürzel lassen sich weitere Informationen im Wegpunktnamen hinterlegen. "B2-Nord" = 2. Weg hinter Bahnübergang in Richtung Norden. Der Vorteil dieser Wegpunktnamen ist, dass man auf der Navigationsseite die Entfernung zum Ziel angezeigt bekommt und bereits informiert ist, wie man am entsprechenden Wegpunkt weiterfahren / weitergehen muss. Mit etwas Übung hat man sich schnell an die Systematik gewöhnt und kann im Normalfall ohne Probleme seiner Route folgen. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass die Wegpunktnamen irreführend sein können, wenn man die Route in umgekehrter Richtung fahren möchte.

Eine weitere Methode, die allerdings mehr Wegpunkte "verbraucht", besteht darin, dass man bereits vor einer Kreuzung einen Wegpunkt setzt und in der Straße in die man abbiegen möchte, kurz nach der Kreuzung ebenfalls einen Wegpunkt setzt. Je nach Verkehrsmittel (PKW, Motorrad, Fahrrad, etc.) setzt man die Wegpunkte in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit näher oder entfernter zur Kreuzung. Hat man den Wegpunkt vor der Kreuzung passiert, erscheint auf der Navigationsseite die Richtung zum nächsten Wegpunkt (hinter der Kreuzung).  Über den Richtungspfeil der Navigationsseite erhält man so die grafische Anzeige der neuen Fahrtrichtung. Diese Methodik lässt sich auch mit der oben geschilderte Vorgehensweise kombinieren. Nachteilig kann diese Art und Weise sein, wenn man Kreuzungen / Einmündungen vor sich hat, die im spitzen Winkel münden. Hier kann die Richtungsangabe auf den Wegpunkt hinter der Kreuzung möglicherweise nicht genau sein. In Kreisverkehren kann dies ebenfalls zu Problemen führen.

Kreuzungen als Track speichern
Als weiteres "Hilfsmittel" kann man "schwierige" Kreuzungen oder Wegführungen als Track im GPS-Gerät speichern. Wie man das bewerkstelligt ist hier beschrieben. Man kann entsprechende Stellen als "Karten-Ausschnitt" im GPS speichern. Auf der Map- oder Kartenseite des Gerätes wird der eigene Standort durch ein Symbol dargestellt und man kann leicht erkennen, ob man sich auf dem geplanten Weg befindet. Nachteilig ist, dass man einen Teil des Trackspeichers belegt und zwischen verschiedenen Bildschirmdarstellungen auf dem GPS umschalten muss, ggf. auch noch die Zoom-Stufe verändern muss.

Orientierung ohne Routen
Nummerierung von KreuzungsarmenMöchte man sich in einem Gebiet ohne geplante Routen bewegen, um Z.B. Radwege o.ä. zu "erkunden", lassen sich mit der digitalen TOP50 Wegpunkte setzen, die eine Orientierung erlauben ohne dass man ständig die "Papierkarte" befragen muss. An Wegkreuzungen setzt man Wegpunkte, die in ihrem Namen entsprechende Informationen enthalten. Bei Wirtschafts-, Feld- und Waldwegen ist es tlw. so, dass sie im "Nichts" enden. Diese Information kann man in der Regel aus der TOP50 ablesen und über eine Systematik im Wegpunktnamen hinterlegen. "T1WP1" bedeutet Einmündung in T-Form, Richtung 1 führt nicht weiter und "WP1" ist ein beliebiger Name. "X23WP2" bedeutet "X" = Kreuzung, Richtungen 2 und 3 führen nicht weiter, "WP2" = beliebiger Name.

Die Ziffern für die Richtungsangaben lassen sich nach folgender Systematik vergeben: Ein Weg in Richtung Norden oder östlich davon wird mit "1" bezeichnet. Im Uhrzeigersinn werden dann die weiteren Ziffern vergeben.
 
 
Im GPS-Display auf der Kartenseite erhält man z.B. folgendes Bild (Grafik rechts). Die Kartendarstellung auf dem GPS sollte mit der Option "Norden oben" erfolgen. Am aufgezeichneten Track kann man die Richtung ablesen, aus der man einen Wegpunkt angefahren hat. Am Wegpunktnamen lässt sich dann erkennen in welche Richtung man weiterfahren kann, wo Wegeverbindungen bestehen. Zusätzlich lassen sich markante Geländepunkte (Kirchen, Erhebungen, etc.) als Wegpunkte speichern, um die Orientierung zu erleichtern. Möchte man sich nur in einem vorher festgelegten Gebiet bewegen, lassen sich die Grenzen als Route oder Track darstellen.

Die Grafik  zeigt eine abstrahierte Karte

Die GPS-Darstellung

Bereiche / Flächen kennzeichnen
Auf der Kartenseite des GPS lassen sich Flächen (Sperrgebiete, Seen, Waldgebiete etc.) als Route oder Track darstellen. Tracks reduzieren den Trackspeicher, der evtl. für Aufzeichnungen benötigt wird, bieten aber die Möglichkeit mehrere Flächen und auch linienhafte Objekte in einfacher Form darzustellen.

Die Darstellung mit Routen hat den Vorteil, dass der Trackspeicher nicht reduziert wird, aber da nur jeweils die aktive Route angezeigt wird, lassen sich nicht mehrere Objekte gleichzeitig darstellen. Man kann in diesem Fall natürlich nicht eine weitere Route zur Navigation aktivieren. Wie unter "Orientierung ohne Routen" beschrieben, kann man aber die Grenzen eines "Untersuchungsgebietes" darstellen. Hierzu erstellt man an den Eckpunkten des Gebietes Wegpunkte und verbindet diese zu einer Route. Diese Route wird im GPS aktiviert und ist bei entsprechender Displayeinstellung auf dem GPS sichtbar. Bei einer aktiven Route kann man mit der GOTO-Funktion noch einen einzelnen Punkt ansteuern, da diese Funktion vorrangig behandelt wird.
 

GPS-Dateiformate
Bedauerlicherweise gibt es bisher kein einheitliches Dateiformat für GPS-Daten. GPX ist ein Ansatz zur Vereinheitlichung, wird aber bisher nur von einigen Programmen unterstützt.

Also steht man häufig vor dem Problem, dass man Daten aus dem Internet geladen hat, diese Daten mit dem bevorzugten Programm nicht gelesen werden können.

Abhilfe kann GPSBABEL bieten, das mittlerweile eine Vielzahl von Formaten konvertieren kann. Für Wegpunkte bestehen gute Konverierungsmöglichkeiten. Bei Tracks und Routen ist das Angebot noch eingeschränkt.

Ein großer Nachteil der MapSource-Software ist, dass Daten nur im DXF-Format und einem weiteren unüblichem Textformat exportiert werden können. Man kann daher MapSource-Anwender nur empfehlen, wenn sie Ihre Daten im Internet veröffentlichen wollen, das sie die Daten in einem weiteren Format (z.B. PCX5, Waypoint+). PCX5 und Waypoint+ Daten können von mehreren Programmen gelesen werden.

Für Anwender mit Magellan-Geräten bietet sich die Verwendung von GPS-TrackMaker an (GTM). GTM kann Garmin-Dateiformate erzeugen und lesen. Somit können Herstellerunabhängig Daten ausgetauscht werden.
 

Entfernungen mit dem GPS-Gerät schätzen
Viele neue GPS-Geräte besitzen auf der Kartenseite eine Maßstabsanzeige ( | 2 km | ).  Bei Garmin-Geräten unten links im Display. Als Bezugsgröße dient 1 cm. Also entspricht 1 cm der Displaydarstellung in diesem Beispiel 2 km wahre Entfernung. Kennt man die Ausdehnung seines Displays, lassen sich schnell Entfernungen abschätzen. Beim GPS 72 z.B. hat die Kartendarstellung eine Größe von ca. 5 cm x 4 cm, wenn man keine Datenfelder einblendet. Die Diagonale beträgt ca. 6,4 cm. Mit diesen Werten kann man nun schnell die Enternung zwischen zwei Punkten schätzen. Im o.a. Beispiel (1 cm = 2 km) wird ein Bereich von 10 km (Displayhöhe) und 8 km (Displaybreite) dargestellt.

Ältere Garmin-Geräte, die diese Angabe nicht besitzen, zeigen oft die Zoomstufe (z.B. 5 km) an. Diese Angabe bezieht sich auf die Displayhöhe; in der gewählten Zoomstufe wird also ein Bereich von 5 km abgebildet. Nähere Angaben finden sich in der Regel im Handbuch des Gerätes.
 

Tipps zur TOP50-Software (Version 3 / 4)

Umfassende Informationen und Tipps zur TOP50 gibt es im "GPS-Handbuch zur TOP50".

Die aktuelle Version des GeoGrid-Viewers ist 2.0.  Für die TOP50 (Version 3) ist die aktuelle Version 1.1 Ein Update auf Version 1.1 steht hier zur Verfügung. Der Viewer kann die TOP50-, TOP200-Karten sowie die AustrianMap-Karten anzeigen. Eine offizielle FAQ zur Software gibt es hier. Dort werden u.a.  Probleme bei der Bildschirmdarstellung behandelt.

Fortführungsstand der Karten
Den Fortführungsstand der Bundesländer (nach einzelnen Kartenbkättern) kann man hier betrachten. Für Hessen sind keine Angaben vorhanden. Ein Update-Service für das Kartenmaterial wird nicht angeboten.
 

ASCII- und Binärformat der OVL-Dateien
Die von der TOP50-Software erzeugten OVL-Dateien können im ASCII- oder Binär-Format gespeichert werden. OVL-Dateien im ASCII-Format können mit einem beliebigen Texteditor angezeigt und bearbeitet werden. Das ASCII-Format ist in der Online-Hilfe dokumentiert: Menü "Hilfe" > Menüleiste > Menü Datei > Overlay speichern > ASCII-Format. Für jedes punktförmige Objekt werden in mehreren Zeilen die entsprechenden Informationen hinterlegt. Für eine manuelle Weitervarbeitung ist ggf. einer Speicherung der Cursorkoordinaten sinnvoller (s. Objektdaten mit Koordinaten exportieren).

Ein Bug der TOP50-Software (Version 3) tritt beim Speichern im ASCII-Format auf. Nach dem Start der Software kann man eine Datei im ASCII-Format speichern. Soll eine zweite Datei im ASCII-Format gespeichert werden, muss man in der Regel erst einmal auf Binär umschalten und dann wieder zurück auf ASCII.

Das Binär-Format ist nicht dokumentiert.

Bei größeren OVL-Dateien, die eine Vielzahl von Objekten beinhalten, kann es Schwierigkeiten geben diese im ASCII-Format zu speichern; im Binär-Format gibt es normalerweise keine Probleme. Die Gründe hierfür sind unbekannt. Unter Windows NT können in der Regel größere ASCII-Dateien gespeichert werden als unter anderen Windows-Versionen.

Große ASCII-Dateien werden oft nicht geladen. Der Ladevorgang bricht mit der Fehlermeldung "zu wenig Speicher" ab, selbst auf PCs mit 256MB Speicher oder mehr. Die Fehlermeldung hängt  offensichtlich mit der internen Verarbeitung der ASCII-Daten ab. Eine Speicheraufrüstung schafft keine Abhilfe.

Zur Weiterverarbeitung der OVL-Dateien mit GPS-Software stehen verschiedene Tools zur Verfügung (siehe FAQ).
 

Export von Kartenausschnitten
Die TOP50-Software (Version 3) bietet die Möglichkeit Kartenauschnitte über ein Mausrechteck zu markieren und in die Zwischenablage zu kopieren. Über die Zwischenablage können die Ausschnitte in andere Programme eingefügt werden. Die Qualität der Karten ist hierbei jedoch nicht überzeugend. Andere Verfahren für den Export von Karten sind hier beschrieben und ermöglichen die Übernahme größerer Ausschnitte, um sie z.B. in anderer GPS-Sofware zu verwenden. In der TOP50 (Version 4) steht diese Funktionalität nicht zur Verfügung; die Karten der Version 4 können jedoch mit dem GeoGrid-Viewer der Version 3 geöffnet werden.  TTQV und Fugawi können die TOP50-Karten einlesen.

Die Karten können nicht auf ein GPS-Gerät übertragen werden. Eine Ausnahme bildet das Benefon ESC! (Kombigerät GPS und Mobilfunkhandy). Über eine Windowssoftware können beliebige Karten im Rasterformat für die Übertragung auf das Gerät umgewandelt werden. Nach dem gleichen Verfahren können Karten auch auf Organizer (PDA) mit PalmOS oder WinCE übertragen werden (Links finden sich in der FAQ).
 

Datenbanken anlegen
Die TOP50-Software bietet die Möglichkeit Objekte mit Koordinaten und weiteren Informationen in eigenen Datenbanken anzulegen. Hierüber lassen sich eigene Daten in georeferenzierter Form ablegen. Da die Anwender-Datenbank(en) im MicrosoftAccess-Format angelegt werden, ist eine weitere Bearbeitung und Export der Objekte mit ihren Koordinaten möglich. Standardmäßig werden die Anwenderdatenbanken im Unterverzeichnis "\database" der TOP50-Software angelegt. Die Datenbank kann über verschiedene Suchmöglichkeiten abgefragt werden.

Objekte, die mit der Zeichenfunktion angelegt werden, können in der Datenbank gespeichert werden. Nach Beenden der Zeichnung klickt man die Grafik mit der rechten Maustaste an und wählt die Option "Datenbank". Im Eingabefenster können ein Name und weitere Informationen eingegeben werden.

Mehrteilige Objektnamen in der Datenbank, z.B. "An der Mühle", sollten durch einen Bindestrich und nicht durch ein Leerzeichen verbunden werden, also "An-der-Mühle". In dieser Schreibweise wird bei der Suche auf der Karte und Darstellung des Suchergebnisses auf der Karte der komplette Name als Ergebnis ausgegeben. Anderenfalls wird als Objektname nur die Zeichenfolge bis zum ersten Leerzeichen, in diesem Fall "An" dargestellt.

Anwenderdatenbanken werden über das Menü "Bearbeiten" > Objektdaten > Datenbank neu angelegt.
 

Daten importieren
Daten im ASCII-Format können  in die Datenbank importiert werden. Das Format der Importdaten ist in der Online-Hilfe beschrieben: Menü "Hilfe" > Inhalt > Funktionsbeschreibung > Menüleiste > Menü Bearbeiten > Objektdaten > Daten importieren
Alternativ lassen sich Daten auch über Access in eine Anwenderdatenbank importieren. Die originäre Ortsdatenbank der TOP50 lässt sich nicht bearbeiten, sondern kann nur für die Suchfunktion genutzt werden.
 

Objektdaten mit Koordinaten exportieren
Aus der originären Datenbank lassen sich direkt keine Daten exportieren. Man kann über die Suchfunktion Daten selektieren, auch in einem Kartenausschnitt, und anzeigen lassen. Das angezeigte Suchergebnis kann als ASCII-OVL-Datei gepeichert werden. Die Anzeige der gefundenen Objekte auf der Karte erfolgt durch ein Symbol und Namen. In der OVL-Datei werden für das Symbol (Quadrat, Typ 5) und den Text (Typ 2) getrennte Koordinaten gespeichert.

Vom Benutzer definierte Punkte auf der Karte können entweder als Grafik und / oder Text angelegt und als OVL-Datei gespeichert werden, oder man nutzt die Funktion "Cursorkoordinaten in Datei speichern" aus dem Menü Bearbeiten. Die Funktion speichert die Koordinaten eines Punktes und dazugehörigen Text in einer Datei mit der Endung ".coo". Es handelt sich um eine Textdatei im ASCII-Format, die mit einem Text-Editor bearbeitet werden kann. Für jeden Punkt werden zeilenweise die Koordinaten und Text gespeichert. Die Datei kann in ein Tabellenkalkulations- oder Datenbankprogramm zur Weiterverarbeitung geladen werden.

Für die Weiterverarbeitung erscheint die Speicherung der Cursorkoordinaten sinnvoller, da man sequentielle Datensätze erhält, die im Gegensatz zur Struktur der OVL-Datei besser weiterverarbeitet werden können. Von Ronny Martin gibt es jetzt  4 eigenständige Konvertierungsdateien (gezippte Excel-95 Tabellen mit ausführlicher Beschreibung der Vorgehensweise), mit denen schnell und kostenlos Wegpunkte, Routen und Tracks in Verbindung mit dem Freeware Programm GPS TrackMaker (GPSTM), zwischen nahezu jedem GPS-Handgerät (Garmin, Magellan, Lowrance, Eagle, MLR, Brunton, Silva) und den Top50-CDs der Landesvermessungsämter ausgetauscht werden können - ein komplettes Tool-Set für typische Fälle in der GPS-Praxis. Alternativ lassen sich auch über die Anlage von Anwenderdatenbanken Daten exportieren (s.o.).
 

OVL-Dateien mit dem GPS nutzen
Mittlerweile gibt es auf etlichen Seiten im Internet OVL-Dateien zum freien Download. Die Daten können auch ohne TOP50-Software genutzt werden. Mit GarFile steht ein Freeware-Tool bereit, das die Daten auf Garmin-Empfänger überträgt.

Ein anderes kostenloses Programm (TOP2GPS) konvertiert die OVL-Daten in mehrere Formate, so dass sie mit den folgenden Programmen gelesen werden können: GarDown, Waypoint+, GPS-TrackMaker.

Als weitere Option steht ein Online-Service zur Verfügung, um OVL-Dateien in das PCX-5-Format zu konverieren.
 

Routenplanung mit der TOP50
Mit der digitalen TOP50-Karte der Landesvermessungsämter lassen sich auf einfache Weise Routen über große Entfernungen erstellen. Je nach gewähltem Kartenwerk erhält man eine unterschiedliche Informationstiefe. Um eine Route anzulegen, kann man folgendermaßen vorgehen:

GarFile bietet ab der Version 1.3.0 einfache Möglichkeiten Routen auf Basis der TOP50 zu planen und auf ein Garmin-GPS zu übertragen. Routen können auf der TOP50 als Linien oder Punkte angelegt werden.
 

Linien verlängern

Mit der Zeichenfunktionen "Linie" lassen sich Routen auf der TOP50 einzeichnen. Ein Nachteil der Zeichenfunktion ist, dass man eine bereits abgeschlossene Linie nicht direkt verlängern kann. Dies ist besonders dann nachteilig, wenn man die Linie / Route als Track auf sein GPS laden möchte. Über einen "Umweg" lassen sich Linien aber dennoch verlängern. Die nachfolgende Grafiken sind aus der TOP50 (Version 4) entnommen. Die Funktionsweise ist für die Version 3 gleich, nur die Menüs haben ein anderen "Look".

Abgeschlossene Linie Abgeschlossene Linie (rot) von "A" nach "B". Die Linie soll nach "C" verlängert werden.
Linie verlängern   
Die bereits gezeichnete Linie mit der linken Maus-Taste anklicken, um sie zu markieren; die Stützpunkte werden sichtbar.

Auf den letzten Stützpunkt (am Punkt "B") mit dem Mauszeiger fahren, linke Maustaste gedrückt halten und den Stützpunkt auf den neuen Zielpunkt ("C") verschieben.
neuer Linieverlauf Ergebnis nach dem Verschieben des Stützpunktes.
Stützpunkt einfügen               
Die geänderte Linie erneut mit der linken Maus-Taste anklicken, um sie zu markieren und anschließend mit dem Mauszeiger auf einen beliebigen Punkt der Linie zwischen "B" und "C" zeigen und mit der rechten Maus-Taste klicken.

Im Kontext-Menü den Punkt "Stützpunkt einfügen" wählen.


neuer Stützpunkt Ein neuer Stützpunkt (rote Markierung) wird automatsich eingefügt, der sich an einen beliebigen Punkt verschieben lässt.
Verlängerte Linie gezeichnet
Durch das Einfügen weiterer Stützpunkte (vor dem letzten Stützpunkt der Linie) und Verschieben an die gewünschte Stelle in der Karte, lässt sich die Linie zum Zielpunkt "C" individuell anpassen.


Gesammelte Tipps und Informationen zur TOP50: GPS-Handbuch zur TOP50

Weitere Tipps zum Umgang mit GPS-Geräten und Software gibt es auf der Seite von Ralf Schönfeld.
 

© Thomas Hasse
10.09.2002
Letzte Aktualisierung: 19.04.05