MagicMaps und GPS

MagicMaps, Anbieter von digitalen topografischen Karten im Maßstab 1:25.000, ist eine Partnerschaft mit Garmin eingegangen und bietet eine "Anbindung" für die entsprechenden GPS-Geräte. Im Lieferumfang enthalten ist das Tool GPSTrans, das von Fugawi entwickelt wurde und auch dort kostenlos heruntergeladen werden kann. Mit GPStrans können Wegpunkte und Routen zwischen dem PC und Garmin ausgetauscht werden. Als leistungsfähigere Alternative steht weiter das kostenlose GarFile zur Verfügung, das deutlich mehr Optionen bietet und auch Tracks auf einen Garmin laden kann. Diese Funktion steht momentan bei GPStrans nicht zur Verfügung. MagicMaps bietet eine NMEA-Schnittstelle, über die eine Positionsdarstellung in Echtzeit möglich ist. Der direkte Up-/Download von Wegpunkten, Routen und Tracks von MagicMaps zu einem GPS ist nicht möglich.

Um mit dem Garmin aufgezeichnete Daten in MagicMaps anzuzeigen, können sie mit GarFile aus dem Gerät geladen und als OVL-Datei gespeichert werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die OVL-Datei im ASCII-Format gespeichert wird. Das binäre OVL-Format wird von MagicMaps nicht unterstützt. Die OVL-Datei kann dann in MagicMaps importiert werden.

Möchte man Daten aus MagicMaps zurück in den Garmin laden, kann es bei Tracks in Verbindung mit neueren Geräten (z.B. geko-Reihe) Probleme bereiten, wenn man GarFile einsetzt. Tracks werden, wie berichtet wird, tlw. abgeschnitten und nicht vollständig geladen. Als Alternative bietet sich dann die Datenübertagung mit TrackMaker (s.u.) an.

Über das OVL-Dateiformat der digitalen TOP50-Reihe besteht auch für Magellan-Besitzer die Möglichkeit, Daten zwischen dem GPS und MagicMaps auszutauschen. Der Weg ist zwar etwas umständlicher, dafür stehen aber kostenlose Programme zur Verfügung.

Für den Up-/Download von Daten zwischen PC und GPS steht TrackMaker zur Verfügung, dass eine Vielzahl von GPS-Geräten der unterschiedlichsten Hersteller unterstützt.

Es lassen sich Touren mit MagicMaps planen und als OVL-Datei speichern. Die OVL-Datei muss in ein für TrackMaker lesbares Format konvertiert werden, z.B. PCX5, Waypoint+ oder das TrackMaker-Text-Format "gtm". Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: GTM2TOP bzw. TOP2GTM, ein Onlinedienst unter folgender URL:  http://www.bnmsp.de/vereine/spessarthoppers/convert/eingabe_datei.php3 und GarminCommander. GarminCommander kann ASCII-OVL-Dateien in mehrere Formate konvertieren, doch bedauerlicherweise hängt sich das Programm manchmal aus unerfindlichen Gründen auf. Der Fehler wurde bereits unter mehreren Windowsversionen berichtet.

Um Daten von einem "Nicht-Garmin-Gerät" mit MagicMaps anzeigen zu lassen, steht der umgekehrte Weg zur Verfügung. Daten mit TrackMaker auslesen und mit einem der o.a. Programm in das ASCII-OVL-Format konvertieren. und in MagicMaps importieren.

Aktuell (10/03) bei MagicMaps erschienen ist folgendes Bundle: Garmin geko + digitale Karten + Lenkervorbau mit integrierter GPS-Halterung.
 

Optimierte Garmin GPS-Anbindung
In der aktuellen Version 1.07 (10/2003) bietet MagicMaps jetzt eine direkte Verbindung zu Garmin GPS. Aus dem Programm heraus können Wegpunkte und Tracks aus dem Gerät gelesen und auch auf ein Gerät geschrieben werden. Ein kostenloses Update steht bei MagicMaps zum Download.

Fugawi und TTQV
Die Karten der MagiMaps-Reihe können nun auch in Fugawi und TTQV eingelesen werden. Hierzu ist jedoch ein kostenpflichtiges Update (12,50 Euro) erforderlich. Nähere Informationen bei MagicMaps.

© Thomas Hasse
03.10.2003
Letzte Aktualisierung: 10.01.04
 
 
 

OVL-Format

Das OVL-Format wurde von der TOP50-Reihe (digitale Karten für jedes Bundesland) eingeführt und dient dazu benutzererstellte Daten (Linien, Punkte, Flächen- und Textobjekte) aus der TOP50 zu speichern. Die OVL-Dateien können für den Datenaustausch mit anderen Programmen im ASCII-Format (Text) oder als Binär-Format gespeichert werden. Das ASCII-Format ist in der Online-Hile der TOP50 dokumentiert, das Binär-Format ist nicht offengelegt. Hinweise zum Binär-Format finden sich hier.

Die OVL-Dateien im ASCII-Format können mit einem beliebigen Texteditor betrachtet und auch geändert werden. Allerdings sollte die Struktur entsprechend der Dokumentation nicht geändert werden, um Fehler beim Einlesen der Daten zu vermeiden. Das ASCII-Format bereitet bei großen Datenmengen (ca. 2.000 Punkte) Probleme, wenn sie wieder in der TOP50 angezeigt werden sollen. Es erfolgt eine Fehlermeldung, die zu wenig Speicher signalisiert, auch wenn der Arbeitsspeicher des PC großzügig dimensioniert ist. Nach eigenen Erfahrungen ist die Importmöglichkeit von ASCII-Daten under Windows NT problemloser als bei z.B. bei Windows 98 SE. Beim Binär-Format der OVL treten derartige Fehler in der Regel nicht auf.