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NOAA Seekarten konvertieren
Die NOAA bietet für die Küstengewässer der USA
kostenlose Seekarten zum Download. Die Seekarten enthalten verschiedene
Naviagtionshilfen (Seezeichen, Tiefenangaben, Positionen von Wracks,
Sperrgebiete etc.) sowie Küstenlinien. Die Daten liegen in einem
offenen Format vor, für das verschiedene Viewer existieren. Die
Übernahme der Daten in gängige GPS-Programme ist durch
Konvertierung möglich.
Hierfür kann man die "OGR
Simple Feature Library" verwenden. Es handelt sich um eine "open
Source C++ library" und verschiedene MS-DOS Tools, die über
Parameter gesteuert werden. Zur Konvertierung der NOAA Seekarten
benötigt man das MS-DOS Tool "ogr2ogr". Mit der OGR Bibliothek
können auch weitere Konvertierungen vorgenommen werden.
Die Seekarten werden als zip-Datei zum Download bereitgestellt und
enthalten nach dem Entpacken verschiedene Textdateien mit
Erläuterungen und Dateien mit der Endung *.000, *.001, *.002, etc.
Diese Dateien lassen sich mit ogr2ogr u.a. in das shp-Format
konvertieren. Die Dokumentation der Tools ist m.E. sehr spartanisch,
sie bieten aber offensichtlich eine Vielzahl von Möglichkeiten.
Mit dem nachfolgendem Aufruf werden die "Rohdaten" in das shp-Format konvertiert:
ogr2ogr -skipfailures -f "ESRI Shapefile" Ausgabe us2gc12m.000
Bei der Konvertierung entstehen offensichtlich Fehler durch nicht
kompatible Datentypen. Damit der Prozess nicht abgebrochen wird,
benutzt man die Option "-skipfailures". "Ausgabe" bezeichnet den
Ausgabeort, in diesem Fall ein Verzeichnis, das nach der Konvertierung
die shp-Dateien enthält. "us2gc12m.000" ist die Quelldatei der
"Rohdaten". Für weitere Dateien ruft man ogr2ogr erneut auf und
kann die Daten in einem separaten Verzeichnis speichern.
Die shp-Dateien können mit TrackMaker geöffnet und
wiederum in andere Formate konvertiert werden. Bei den Punktdateien
werden aber keine weiteren Informationen zu den Objekten in TrackMaker
eingelesen. Um die vollständige Attributierung anzusehen, kann man
die Daten mit fGIS betrachten.
In TTQV können die shp-Dateien mit Linienobjekten direkt
eingelesen werden, die Punktobjekte lassen sich erst nach Konvertierung
verwenden. Für ArcView steht auf der NOAA-Seite eine Erweiterung
zum kostenlosen Download.
Durch die Umwandlung der NOAA Seekarten in das shp-Format lassen
sich hieraus auch eigene Seekarten im Garmin-Format erstellen.
Ausschnitt einer NOAA Seekarte
mit ArcView erstellt.
© Thomas Hasse
01.03.2005