KanThaiPan 27.-30. Dezember 1997 KuraiAnat - Das Schwarze Herz Malte Thoma


1#1

Die Vision

Dies ist die Vision, von der Aneren berichtet, sie bereits vor Abfahrt des Schiffes gehabt zu haben.

,,Ich sehe einen Garten, ein Teich, kräftige Bäume, es scheint Herbst zu sein, viele Blätter liegen auf dem Boden, ein Gärtner mit Harke oder Stab versucht die Blätter aufzustechen. Diese Harke hat drei Spitzen. Der Gärtner hat Schwierigkeiten, es gibt zu viele Blätter, oder der Wind weht zu stark. Dann schaut er hoch. Er gibt auf. Dann lacht das Mondgesicht, geht zum Teich, trinkt ihn aus. Die Bäume vertrocknen, fallen um. Die übriggebliebenen Blätter kann er nun gut aufpicken. Das Bild verschwimmt.

<>Ich laufe einen Weg, merkwürdig, es ist rot und knackt unter den Füßen. Etwas stimmt nicht, wir hegen eine Erwartung, doch diese trifft nicht ein. Uns kommen vier Mondgesichter entgegen. Wir sollten uns verstecken, besser nicht auffallen, das ist mir klar.

<>Ich gehe durch eine zweiflüglige Tür, der linke Türflügel öffnet mir eine Treppe. Ich gehe hinunter, ich gelange in einen Raum, falle hinunter, tief, dann ein Aufschlag, sehr schmerzhaft. Der rechte Flügel wiederum eine Treppe, diese führt in einen Raum. Von hier aus gibt es zwei Ausgänge, ich möchte zum schmalen, der breite große Ausgang ist tödlich. Hinter dem großen teilt sich zwar noch einmal der Weg, es gibt eine hauchdünne Möglichkeit, dem sicheren Tod zu entrinnen. Dies ist sehr schwer und es bleiben Spuren zurück.``

Zusätzlich hat Aneren noch eine Vision beim Spiel der Delphine auf der Fahrt zum Kap der Stürme, deren Bedeutung sie nicht erkennt, bevor es zu spät ist.

,,Ich befinde mich auf der Schasim. Es stürmt, die schwere See tost. Dann bildet sich bei uns ein Trichter, in den wir hineingerissen werden. Am Grund des Meeres ist eine Art Seeschlange zu erkennen.``

,,Sind diese OrcaMurai Dämonen?``

,,OrcaMurai sind die Soldaten bei uns.``

,,OrcaMurai gehen aus Menschen hervor, bei dieser Umwandlung werden sie zu besseren Soldaten.``

,,Die Opfer der Neumondnächte werden nach YenXuLu gebracht, dort werden sie von einer Seelenspinnerin in OrcaMurai umgewandelt.``

,,Ist es nicht auch bei Euch das Bestreben der Fürsten, das Beste aus ihren Soldaten herauszuholen.``

KuenKung

Wir schreiben den 10. Tag der zweiten Triade des Hirschmondes, 2405 Jahre nach L@. Während wir uns KuenKung nähern, ist es schwül und stickig, etwas liegt in der Luft. Plötzlich ruft der Ausguck ``Marit``, Herr Ming meint ,,TaiFun``. Und dann sehen es auch wir, die Wolken haben sich auf hoher See verdichtet, es beginnt sich ein Wirbel zu bilden, der dann auch die See erreicht, um den Trichter wirbeln Gischtwolken. Schnell rettet sich unter Deck wer kann, dann bricht das Unwetter los. Die Chasim, unser Schiff wird zum Spielball der entfesselten Gewalten und nur dank Johannes, der den umgefallenen Hauptmast kappt, Aneren, die dem Steuermann am Bug stehend die Richtung angibt, Rodrego, der das Schiff trotzdem zu steuern vermag und Hasim, der ein Leck durch Eis verstopfte, gelangen wir heil in den Hafen.

Dort bezieht die Mannschaft in 'Zur Meeresbrise' Quartier, wir selbst werden von Herrn Ming eingeladen, in seinem Haus zu übernachten, bis der Vertrag unterzeichnet ist. Der Hafenvorsteher, ein in grau gekleideter Herr, dessen Gewand von dunkelblauen Dreizacken übersäht ist, spricht mit Herrn Ming einige Worte, sein Gesicht wird sorgenvoll.

,,Der Dreizack ist das Zeichen der Familie Xuan.``

Während wir durch die Stadt gehen, erläutert uns Herr Ming, daß in KuenKung etwa 120000 Einwohner wohnen. Diese Zahl ist unvorstellbar, wohnen doch in der Hauptstadt Corinnis nur 3000. 300000 Einwohner sollen in der Stadt KueiLi leben. @(KueiLi, kannst Du mir was über KueiLi sagen, ich weiß nix mehr darüber, aber es war wohl von Bedeutung).

,,Kuei Chang ist der Sommersitz vieler Schwarzen Adepten. Dort sind die Sitten sehr streng, ein Ausländer könnte dort nicht leben ohne ständig gegen die Gesetze zu verstoßen.``

,,Die OrcaMurais sind Soldaten, sie sind sehr kampfstark.``

,,Der SchiDosha, das ist das militärische Oberhaupt, lebt in ChangAn. Der Jadekaiser ist das geistliche Oberhaupt.``

Im Haus Herrn Mings angekommen, werden wir zu einem Bad geleitet und von den Frauen Herrn Mings liebevoll umsorgt. Danach schlafen wir uns erst einmal aus, morgen möchte er uns die Stadt zeigen. So langsam macht sich der Kulturschock doch bemerkbar, niemand von uns kann sich vorstellen wie so viele Menschen auf so engem Raum leben können. Die Stadt ist voll von fremdartigen Gebäuden und fremdartigen Menschen. Wir verstehen weder die Sprache noch die Gesten der Leute, alles wirkt fast wie ein Garten, nichts, was wir wissen, scheint hier Bestand zu haben.

Am nächsten Morgen erwartet uns allerdings eine sehr unangenehme Nachricht:

,,Es tut mir leid, vor vier Tagen starb Shiao Tchung, der Fürst der Stadt. Es wird noch einen Mond dauern, bis die Nachfolge geklärt ist.``

,,Und was bedeutet das für uns?``

,,Während dieser Zeit ruhen alle Geschäfte, die Weiße Schlangen Gilde ist also auch nich geöffnet und der Vertrag kann nicht unterzeichnet werden. Es tut mir leid um diese Verzögerung.``

,,Nachfolger wird ein Sohn der Familie Chi werden. Die Familien Chi und Tchung sind befreundet und bei uns gilt das Prinzip der Kreuzheirat.``

Während er uns danach durch die Stadt führt erzählt uns Herr Ming, der auf der Reise doch sehr reserviert war oder auf uns wirkte, viel über das Land und die Stadt. Jedoch bleibt seine Miene fast unbewegt; Stolz, Ärger, Furcht und andere Gefühle scheinen ihm fremd zu sein, zumindest können wir nichts derartiges erkennen.

Dann zeigt er uns auch den Tempel des KuTuh, Tentakel und Schlangen überall, eine düstere Stimmung und Beklemmung ergreifen von uns Besitz. Das soll die ortsansässige Religion sein, wo sind wir hier bloß gelandet. Alles erinnert mehr an dunkle Kulte und Chaosreligionen als an die Staatsreligion eines hochstehenden Landes. Eine riesige Stehle mit Reliefs von Aalen, Schlangen und Tentakel steht im Garten, die oberen Tentakel scheinen sich sogar zu bewegen oder in eine andere Welt hineinzureichen.

Nachdem wir gewaltige kupferne Tore durchschritten haben, umgibt uns Stille, es ist dunkel, Weihrauch und der Geruch des Todes. An der Stirnwand der Halle stehen drei riesenhafte Statuen, zwei Menschen mit Fischköpfen, eine Mischung aus einem Menschen und einem Kraken mit zwei zerfetzten Flügeln. Die Luft ist zum Schneiden und wir sind froh, als wir den Tempel wieder verlassen haben. Ein Mann in einer rot-goldenen Kutte schaut uns lange nach, Herr Ming stellt ihn als MiTo vor, den Hohepriester des KuTuh.

,,Die dunkle Dreiheit besteht aus YenLen, der Spinnengöttin, Herrin des Todes und des Metalls, sie ist die Wächterin des Westens. KuTuh ist der Gott der Magie, des Nordens und des Wassers. PadKu ist der Gott des Krieges, des Südens und des Feuers.``

,,Ihr spracht von den fünf alten Göttern.``

,,Ja, aber nur von diesen dreien ist überliefert, daß sie existieren.``

,,Magie dürfen nur die Angehörige des KuraiAnat ausüben. Man könnte sie mit der Euch bekannten Magiergilde vergleichen. KuraiAnat heißt übersetzt das schwarze Herz. Weiß ist bei uns die Farbe der Trauer, Schwarz ist eine fröhliche Farbe. Angehörige des KuraiAnat erkennt man an ihrer schwarzen Kleidung.``

,,Die Spitze des KuraiAnat stellen die unsterblichen Mandarine dar, die KuroKate. Sie sind Berater des Kaisers.``

,,KuroKate heißt übersetzt Schwarzer Mächtiger. Übertragen bedeutet es der furchterregende, mächtige Weise aus dem Norden.``

,,Schwarz steht für Weisheit, Furcht und Norden (dort liegt YenXuLu).``

,,Dämonen haben in Kan Thai Pan eine etwas andere Stellung inne, als bei Euch in Chryseia, die meisten Dämonen sind Diener der Götter.``

,,Aber wir kennen auch Elementarmeister, Xilin, Metallelementarmeister, Dvergar, Elementarwichte, Frodvolk, Spaevolk und Galdrar.``

,,Kennt ihr auch Erdelementare?``

,,Mir ist keines bekannt.``

,,der Große Ho kam als Blitz auf die Erde und herrschte hier 1000 Jahre und ordnete die Welt, die in ihrer Substanz bereits vorhanden war. Eine Große Hilfe waren ihm dabei die 'Neun Magischen Dreifüße', die ein Abbild der neun Weltgegenden darstellten, und das geheimnisvolle Zauberbuch 'HungFan', das alle Gesetze der Welt enthielt.``

,,Der Große Ho erschlug den Riesen PanKu.``

,,Im Süden leben die Piao Pao. Sie haben eine ganz andere Kultur, dort lernen nur Frauen magische Künste. Viele Kan Tai haben das schon zu spüren bekommen, wenn sie sich mit diesen Frauen eingelassen haben.``

,,Im TsaiChen Tal leben Leute, die nicht dem Jadekaiser dienen wollen. Seit mehreren hundert Jahren leben die KanThai im Krieg mit den Bewohnern des TsaiChen Tales.``

Gegen Abend lädt uns Herr Ming in das Restaurant LangFus Wonne. Es gibt Reis, Früchte und auch Meeresessen.

,,Der Herr dort drüben in Gelb ist ein Mitglied der Familie Xuan.``

Plötzlich betritt ein junges Mädchen den Raum, sie trägt einen grünen leuchtenden Stein. Herr Ming steht auf und verbeugt sich sehr tief. Im Hintergrund hören wir den Herren in Gelb schreien. Das Mädchen tritt zu uns an den Tisch und legt den Jadestein ab. Danach verharrt es. Es ist offenbar in Trance.

Plötzlich stürzen vier Männer in schwarzer Kleidung mit gezogenem Katana den Raum und rennen auf das Mädchen zu. Mit großen Schwierigkeiten können wir es halbwegs decken, bis Johannes zwei der vier Mörder erschlagen hat. Die verbleibenden zwei fliehen daraufhin, Johannes und Chairon hinterher. Unterdessen kümmere ich mich um das Mädchen, es ist tödlich verwundet und überlebt nur dank eines schnellen und hervorragend ausgeführten Zaubers Anerens. Das Gewand des Mädchens ist mit Blättern bestickt.

Bevor Aneren jedoch weitere Vorkehrungen treffen kann, das Mädchen zu heilen, tritt Herr Ming dazwischen:

,,Nein, Sie dürfen sie auf keinen Fall heilen. Wenn ein Ausländer einen KanThai heilt, können Krankheitsgeister in seinen Leib eindringen.``

Den bereits gelungenen Zauber um den Tod zu verhindern, verschweigen wir, einschließlich Herrn Ming. Herr Ming stellt uns das Mädchen als GyungYuTchung vor, die Tochter des verstorbenen Fürsten. Völlig verstört gibt uns Herr Ming zu verstehen:

,,Das Jadesteinritual hat sie zu den Heiratsvermittlern der Familie Tchung bestimmt.``

,,Normalerweise werden die Heiratsvermittler unter den Freunden der Familie ausgewählt. Die Familie Tchung jedoch besitzt einen der seltenen magischen Jadesteine. Diese versetzen den Träger in Trance und dieser wird fortan von den Ahnen geleitet, einen geeigneten Heiratsvermittler zu bestimmen.``

Kurz darauf erscheinen auch alarmierte Wachen der Familie Tchung und geleiten das Mädchen nach Hause, wir erhalten für morgen Nachmittag eine Audienz bei der Fürstenwitwe SuiTchung.

,,Was bedeutet die Farbe gelb?``

,,Gelb ist die kaiserliche Farbe, nur der Kaiser selbst darf sie tragen, sowie höhere Minister.``

,,Gelb ist die Farbe der Mitte. Schwarz steht für den Norden, Grün für den Osten, Rot für den Süden und Weiß für den Westen.``

In der Nacht hört Aneren während ihrer Wache, wie ein Mensch in den Garten des Hauses Ming springt. Nachdem sie jedoch die Anderen geweckt hat, ist nichts mehr festzustellen.

Am nächsten Morgen geleitet uns Herr Ming zum Schneider um Gewänder für die Audienz zu schneidern. Danach führt er uns in einen Garten, in dem von den vier Meistern der Teezeremonie Rikyu, LuYu, SchuKu und Joo Teezeremonien abgehalten werden. ,,Leider ist die Teezeremonie in Mode gekommen, so daß ich nicht mehr in der Lage war, einen Termin zu vereinbaren.``

Am Nachmittag erfolgt die Ankleidung durch die Frauen und Dienerinnen des Herrn Ming, Hasim wird vom Pförtner angekleidet, da er sich offenbar daran stößt, von Frauen nackt gesehen zu werden. Die Gewänder sind mehrere Meter sehr weichen dünnen Stoffes (Seide) in die wir eingewickelt werden. Johannes bestand darauf, das Kettenhemd anzubehalten.

Während der Ankleidung befragen wir Herrn Ming ausführlich.

,,Für Ausländer ist es deshalb so gefährlich, KuenKung zu verlassen, da sie, wenn sie ohne Paß reisen, gegen das Gesetz verstoßen.``

,,Wenn Ausländer ohne Paß angetroffen werden, freuen sich die beteiligten Fürsten in der Regel einen Ersatz für Neumondopfer aus den eigenen Reihen gefunden zu haben. Die Betreffenden werden nach YenXuLu gebracht, wo sie in kaiserliche Soldaten, OrcaMurais, umgewandelt werden.``

,,Die bei der Umwandlung freiwerdende männliche Lebensenergie, Tschi, dient den Göttern der dunklen Dreiheit als Nahrung.``

,,Die schlimmsten Vergehen sind Verwandtenmord, kinderlicher Ungehorsam, Grabschändung und Entehrung der Ahnen.``

,,Für geringere Vergehen ist die Prügelstrafe üblich. Verstümmelungen sind nicht üblich, da wir nicht in Körper und Seele trennen und die Vollständigkeit des Leichnahms sehr wichtig ist. Magiern wird in der Regel das rechte Ohr abgetrennt, da sie dann nur noch halb so gut zaubern können. Das Ohr wird jedoch aufbewahrt und mit dem verstorbenen Magier zusammen beerdigt.``

,,Der Jadekaiser ist Kami, das heißt unfehlbar. Er besitzt Te die Tugendkraft, die zu großen Leistungen befähigt.``

,,Wer könnte den ein Interesse daran haben, die Fürstentochter umzubringen, oder die Heirat zu vereiteln?``

,,Der Herr Xuan, den wir im Lokal gesehen haben, ist ein sehr unvorsichtiger und leicht zu erregender Zeitgenosse. Daher begeht er häufig Fehler.``

Nach der Ankleide werden wir von Herrn Ming in den Palast der Familie Tchung geführt. Ehrfürchtig staunend lassen wir uns von ihm diese Stadt in der Stadt erklären. Der gesamte Hofstaat, Wachen, Gäste der Familie und viele mehr wohnen innerhalb der Mauern. Ein ganzer Trakt mit mehreren Gebäuden ist dem Jadekaiser und seinen Dienern vorbehalten. Die Zwischenhöfe sind mit Fuhrwerken zu befahren, es gibt mehr und größere Tore als in Erainn eine übliche Stadt hat. Wir gehen an Exerzierplatz, Pferdeställen und den Räumen der Leibgarde vorbei, werden von der Wache nach unserem Anliegen gefragt und nach Vorlage der Einladung mit Waffen weiter durchgebeten.

Riesige Spiegeltore, Kopfsteinpflaster aus weißem Marmor, Brücken und Parkanlagen zeugen vom Reichtum der Familie. Die Brücken zieren Statuen eines Drachen (Holz), Windpfaus (Feuer), Kilins (Metall), Aos (Wasser) und eines Soldaten (Erde). ,,Die Meeresschildkröte ist eine Ao, die sehr intelligent ist und für Weisheit steht.``

,,Die Windpfaue leben in den grünen Hügeln, wer einen fängt @ewiges Leben.``

Später werden wir erfahren, daß die grünen Hügel in den nahen Chaosebenen liegen ...

,,Links ist die Bibliothek in der viele unserer bekannten Werke stehen. Darunter das I King, das Buch der Wandlungen, das Chi King, das Buch der Lieder, das Chu King, das Buch der historischen Ereignisse, das Li Ki, in dem Gesetze und Benimmregeln niedergeschrieben sind, und das I Li, das Buch der Zeremonien. Diese fünf werden als die Fünf Klassiker bezeichnet und wer bei es bei uns zu etwas bringen will, muß sie zumindest auszugsweise beherrschen. Die Gesetze gelten gleichermaßen für alle KanThai.``

,,Daneben befindet sich das Theater, der verstorbene Fürst war ein großer Förderer der Künste.``

,,Zur rechten befindet sich der Ahnentempel, der Weg dorthin führt über zwei Teiche, da Dämonen und böse Geister nicht um Ecken und über Wasser gehen können.``

An einer Ecke entdecken wir dann auch einen Palmensprößling wie die, die uns auf dem Schiff soviel Kummer bereitet haben. Nun gelangen wir in eine sehr große Halle mit vielen Wächtern, in der Herr Ming uns bittet zu warten. Er wäre in etwa einer Viertelstunde zurück.

Nach einer halben Stunde wird es uns dann doch sehr ungemütlich, es ist drückend heiß in dieser Halle und wir stehen immer noch. Aneren kühlt sich durch einen Zauber und die anderen hoffen, daß Schwitzen nicht als Formfehler gilt. Endlich, nach einer Stunde, kommt der Haushofmeister und gibt uns durch Zeichen zu verstehen, daß wir mitkommen können.

Herr Ming stellt uns der Fürstenwitwe vor, diese spricht uns direkt an, in fließendem Chryseisch:

,,itDort auf den Stühlen liegen Geschenke für Sie, werden sie uns die Ehre erweisen, sie anzunehmen?``

Vielleicht etwas voreilig stimmen wir, Aneren voran, zu. ,,itHerr Ming wird ihnen das Weitere erklären. Ich möchte mich jetzt zurückziehen.``

Frau Tchung trägt ebenfalls ein mit Blättern besticktes Gewand, das uns Herr Ming als das Symbol der Familie Tchung vorstellt. Er erläutert uns daraufhin die Bedeutung der Geschenke. Sie waren nicht gering ausgefallen ...

,,Für JoBaSa ein Kraut der konzentrierten Energie, das neue Kraft gibt, wenn Ihr erschöpft seid. Bedenkt jedoch das sich dies rächt und ihr nach einer Stunde Wirkungsdauer völlig erschöpft seid. Ein Heiltrank, ein großer Schild und ein Reif, der Eure Rüstung verstärkt, wenn ihr ihn durch das Wort @ aktiviert.``

,,Für AnRen ebenfalls ein Kraut der konzentrierten Energie, einen Stab des Lichtes, der leuchtet, wenn Ihr @ aussprecht. Dieser Stab verursacht ebenfalls mehr Schaden im Kampf. Ferner erhaltet ihr eine Brosche der Heilung.``

,,Für SchaRon ebenfalls ein solches Kraut, ferner ein Unsichtbarkeitstrunk, eine Salbe der Eisenhaut und einen speziellen Rucksack.``

,,Für HaAlEd ein Kraut, eine Drachenrobe und ein Stab des Feuers. Die zugehörigen Schlüsselworte lauten @ für einen Kreis, @ für eine Kugel, @ für eine Wand und @ für einen Geist.``

Es soll sich noch herausstellen, daß vor allem der Stab des Feuers von Bedeutung für uns seien wird. Alle anderen Geschenke fallen entweder nicht auf, vom Kopf, oder Tsuei Chen in die Hände.

Ferner erhalten wir noch einen Paß, der (leider nur) bis zum Ende der Trauerzeit gültig ist.

,,Ihre Aufgabe ist es nun, den Bräutigam ausfindig zu machen und pünktlich zur Hochzeit in 29 Tagen mit ihm wieder hier zu sein.``

,,Obwohl ich im engeren Sinne am Jadesteinritual nicht beteiligt war, ist es mir gestattet, als ihr Übersetzer und Begleiter mitzureisen. Weitere Begleiter würden jedoch gegen die Sitten verstoßen.``

,,Genaueres zu Ihrer Aufgabe, den Bräutigam zu finden, wird uns die Familie Tschung in den nächsten Tagen zukommen lassen.``

Nachdem wir uns von der Überraschung erholt haben und das Ausmaß der Geschenke verdaut haben wenden wir uns zum Gehen. Im Hause Ming werden wir wieder ausgewickelt und sind gar nicht so recht glücklich über das, in das wir hineingeschlittert sind.

Während der Zeremoniellen Auskleidung erfahren wir einige sehr interessante Hintergründe von Herrn Ming.

,,Gibt es in KanThaiPan auch noch andere Religionen?``

,,Der Glaube an die dunkle Dreiheit ist Staatsreligion und damit für jeden KanThai Pflicht. Jedoch gibt es auch noch ein älterer Glauben, der sich im Volk gehalten hat: Der ShenMeng. Das wichtigste Element ist der göttliche Weg, das Dao. Wer mit dem Dao eins ist, der vermag Dinge zu tun, die für normale Menschen undenkbar sind. So zum Beispiel die beiden Schwertheiligen JangWu und WiniGang. Sie haben das Dao im Schwertkampf erkannt und verglichen mit ihnen kämpft sogar JoBaSa wie ein Barbar.``

,,Wir glauben, dass der Mensch zwei Seelen hat, eine Po Seele, die tierische Natur des Menschen, das Yin. Wird ein Mensch falsch begraben, so kommt seine Po Seele als Geist wieder. Die Hun Seele ist die Persönlichkeit des Menschen, diese lebt nach dem Tode fort und kann den Nachkommen nützlich sein. Sie stellt das Yang dar.``

,,Pflichen des ShenMeng Gläubigen sind die Ahnenverehrung, Verehrung des Jadekaisers und Vorschriften zur Reinheit. Sowie die Pflicht, verstorbene KanThai würdig zu beerdigen.``

Dies läßt uns aufhorchen. Nach einigem Nachfragen zerstreut Herr Ming unsere Bedenken, daß die Familie Xuan nur einen Leichnam auf unseren Weg zu legen braucht, um uns aufzuhalten.

,,Das DaoShia ist das Einssein mit dem Dao, das LiShia umfaßt die Staatslehre und die Gesetze des Zusammenlebens.``

,,Eine verfälschte Art des DaoShia, das TamaShia, ist im einfachen Volk verbreitet. Es umfaßt unter anderem das WeTai. Das WeTai hat durch einfaches Nichtstun schon viele Eroberer zurückgeschlagen. Denken sie nur, sie erobern ein fremdes Land und dessen Bewohner beginnen plötzlich nichts mehr zu tun. Sie sind auch durch keine Macht der Welt zu etwas zu bewegen. Dann bleibt ihnen nichts anderes übrig, als wieder abzureisen, oder in unserem Volk aufzugehen.``

,,Die KanThai verstehen auf meisterhafte Weise etwas Schlechtes so lange als etwas Gutes zu behandeln, daß es irgendwann zu etwas Gutem wird. Dies ist das Einzigartige am WeTai.``

Die tiefere Bedeutung dieser Aussage kann außer Aneren allerdings niemand erfassen. Für sie ist dies allerdings die weitreichendste Aussage, die Herr Ming je gemacht hat. Nur, ...wieviel weiß Herr Ming von diesen Dingen und vor allem woher.

Die darauffolgende Nacht wird für uns alle sehr unruhig. Etwa um Mitternacht, Johannes hat Wache, kommt ein Schrei von draußen. Kurz darauf stürmt auch ein schwarz vermummter KanThai mit gezogenem Katana in unser Schlafhaus und attakiert den wach werdenden Hasim. Während Aneren und Chairon noch wach werden (sehr langsam) begegnet Hasim der Gefahr auf seine Art und Weise, er zaubert eine Feuerkugel. Leider erfährt er kurz darauf die praktischen Schwierigkeiten dieses Zaubers: Sobald er getroffen wird, sich zu schnell bewegt oder die Feuerkugel gegen etwas stößt, explodiert sie. Und das in unserem engen Schlafraum. Chairon löst das Problem auf seine Art und Weise und verschanzt sich im Klo, Aneren nimmt das Fenster. Unterdessen hat Johannes seinen Gegner erschlagen und kümmert sich auch schon um den fliehenden zweiten. Hasim hat eine schwere Beinwunde erhalten und ist von seiner eigenen Feuerkugel verbrannt worden. Zum Glück ist das Haus nicht in Flammen aufgegangen. Diese Beinwunde wird uns aber noch Schwierigkeiten machen, denn Hasim ist so nicht reisefähig, zumindest zu Fuß.

Johannes versichert daraufhin, dass der Schlag aus dem Nichts kam und der Angreifer erst danach sichtbar wurde. Unsichtbare nächtliche Mordkommandos sind so etwa das Schlimmste, was einem passieren kann, denken wir etwas voreilig ...Johannes Geschenk, der silberne Ring fiel nach Ende des Kampfes von seinem Kopf. Dies kann die Loyalitätsprobleme erklären, die er in den folgenden Tagen immer wieder hat. Wiederholt will er alles hinwerfen, solange er keine Streitmacht zur Seite gestellt bekommt.

Am nächsten Morgen klärt uns Herr Ming auf. ,,Diese Leute sind KuRuScha, Angehörige eines Assassinenordens der dunklen Dreiheit.``

Unsere Bedenken, daß derartige Überfälle zur Regel werden können, oder beim nächsten Mal Sechs oder Acht auftauchen würden, zerstreute Herr Ming zumindest teilweise. ,,Selbst eine so einflußreiche Familie wie die der Xuan könnte sich nicht allzu oft einen solchen Überfall leisten.``

,,Wie kommen überhaupt die Ahnen dazu, uns auszuwählen? Handelt es sich dabei nicht um eine Verwechslung?``

,,Offenbar haben sie sich nicht geirrt. Es gibt nicht viele Leute, die einen Anschlag von zwei KuRuSha überleben.``

Johannes war nun von unserem Scheitern überzeugt und wollte unbedingt eine Leibwache bei Frau Tschung durchsetzen. ,,Es ist nicht erlaubt, daß sich der Heiratsvermittler von anderen Personen begleiten lässt. Wenn es Sie beruhigt, kann ich Ihnen aber versichern, daß der Bräutigam seine Leute mitbringen wird. So dass für den Rückweg gesorgt ist. Eigentlich darf ihn keiner begleiten, aber über den Abstand, der zwischen uns und einer anderen Reisegruppe liegen muss, liegen keinerlei Gesetze vor.``

Auf Drängen von Johannes erklärt sich Herr Ming bereit, diese Reise mit einem Fuhrwerk zu unternehmen, obwohl es den Gepflogenheiten des Landes entspricht, zu Fuß zu reisen. Immerhin haben wir Hasims Beinwunde als gutes Argument auf unserer Seite und müssen so unsere Ausrüstung nicht selber schleppen.


Am nächsten Morgen erklärt uns Herr Ming, dass einer aus unserer Gruppe an einer Zeremonie teilnehmen solle, bei der die Ahnen zur Frage des Bräutigams befragt werden sollen. ,,Üblicherweise wird eine Person mit geringer Intelligenz ausgewählt, damit der eigene Intellekt bei der Beschwörung nicht im Wege steht. Die Person wird als Medium für den Geist der Ahnen dienen, ihren Willen kundzutun.``

,,Diese Zeremonie übermittelt den Lebenden den Willen der Ahnen. Wir dürfen annehmen, daß wir erfahren, wer der passende Bräutigam ist und wo er zu finden ist.``

Von den Wachen werden wir heute in den Park rechts im Palast der Familie Tschung geleitet. Dort wartet Frau Tschung mit einem Priester des örtlichen Ahnenkultes (einem Wu) vor den Schreinen die zu Ehren der Ahnen aufgestellt wurden. ,,Verehrt werden nur vier Generationen der Vorfahren, die fünfte Generation ist bereits wieder inkarniert.``

Frau Tschung erkundigt sich, wen wir ausgewählt haben. Herr Ming weist auf Hasim.

Der Wu nimmt Hasim mit auf die Insel. Sodann stimmt er einen fremdartigen Singsang an und tanzt einige Runden um den Pavillion. Der Pavillion und Hasim verschwinden hinter einer aus dem See aufsteigenden Nebelwand. Dann kehrt der Priester zu uns zurück und bedeutet uns, daß nun zu warten sei. Hasim nimmt nach einiger Zeit einen bereitliegenden Pinsel und malt auf die Staffelei, ein Papier faltet er daraufhin. Nach etwa einer Stunde geht der Wu hinein und geleitet Hasim zu uns zurück. Er trägt zwei Papiere bei sich und wirkt noch etwas verwirrt. Außerdem scheint ihn etwas zu ärgern. Nachdem Hasim Johannesbeersaft keine Auskunft gibt, was er denn nun erfahren habe, sondern ihm wortlos ein Papier in die Hand drückt und sich zurückzieht, sieht Johannes die Mission in Gefahr: ,,Wir müssen uns auf jeden Einzelnen verlassen können. Ich leite diese Mission und meinen Befehlen ist Folge zu leisten. Ein Magier, der sich mehr um seine eigenen Launen kümmert als um die Belange der Gruppe, stellt eine Gefahr für alle da und muß zur Rechenschaft gezogen werden. Dieses ist mit Hasim bereits mehrmals geschehen. Denkt an die Feuerkugel, die uns mehr geschadet hat, als der Überfall. Wir können ihn ja nicht einmal hier zurücklassen, da er mit seinem Wissen über unseren Auftrag von @Störrebrand bereits dann eine Gefahr darstellt, wenn er nur Reden kann.``

,,Johannes, du kennst die Mentalität der Schariden. Und weißt Du, was er in der vergangenen Stunde erlebt hat? Ich bitte Dich nicht jetzt bereits so weitreichende Entscheidungen zu treffen. Auch ich finde Hasims Verhalten gefährlich, aber er ist noch gefährlicher, wenn er nicht unter unseren Augen ist. Außerdem ist er von Störrebrand ausgewählt worden und Du bist auch verpflichtet, für ihn zu sorgen.``

Aneren muß wiederholt zwischen der scharidischen und der erainnischen Mentalität vermitteln. So sieht Johannesbeersaft rote Punkte, wenn Hasim verschlossen reagiert. @Sprechen sie die gleiche Sprache?

Am Abend meditiert Aneren noch für sich allein. Als sie nach einer Stunde zurückkehrt, fehlt ihr Amulett der Heilung und ihr Lichtstab. Dies bemerkt jedoch keiner der anderen. Schließlich werden auch sie ihre Geschenke zurücklassen müssen. Dennoch ist das Fehlen eines so mächtigen Kampfartefaktes nicht unauffällig, immerhin hält sich Aneren in den folgenden Tagen wie gewohnt möglichst aus sämtlichen offensiven Kampfhandlungen zurück. Sie überläßt dies denen, die es können. Immerhin hat sie in den folgenden Tagen genügend Zeit um über den sybillischen Satz ,,Hüte Dich vor dem Mondgesicht¡` nachzudenken, der ihr mit großem Nachdruck übermittelt wurde. Noch weiß sie ja nicht, um wen es sich handelt, sie vermutet, daß es Herr Xuan ist.

Die Reise nach IwaChi

Gegen Morgen des ersten Tages der ersten Triade des Hirschmondes reisen wir aus KuenKung ab. Wir erwarten noch den ein oder anderen Hinterhalt der Familie Xuan. Schließlich befinden wir uns hier noch in ihrem Einflußbereich. Als uns eine Wache an einer Weggabelung darauf aufmerksam macht, daß die Brücke eingestürzt ist, da in den letzten Tagen Regenfälle den Fluß über die Ufer treten lassen haben. Immerhin kann Herr Ming die Tatsache der Regenfälle bestätigen. Hinter uns reist eine Gruppe von Mönchen, jeder mit einem Kampfstab bewaffnet, die wir mißtrauisch beobachten. Und tatsächlich, während wir mitten auf der Behelfsbrücke stehen, treten vor uns KanThai aus dem Gebüsch, deren Absichten ohne Zweifel sind. Angeführt werden sie von einem deutlich besser gekleideten Mann, den allerdings niemand von uns als Herrn Xuan identifiziert.

Ein schneller Überblick ergibt, daß hinter den Wegelagerern noch zwei Männer mit jeweils zwei Katana angerannt kommen und daß sich die Mönche im Laufschritt auf uns zu bewegen. Damit wird unsere Lage aussichtslos. Chairon stellt sich den zehn Mönchen in den Weg, Johannes kümmert sich um die acht Wegelagerer und die zwei Schwertträger, Hasim zaubert eine Feuerkugel und Aneren beschließt ihren Verbleib auf dem Karren damit zu rechtfertigen, daß sie Herrn Ming deckt. Sie vermißt ihren Lichtstab.

Doch alles löst sich in Minutenschnelle in Nichts auf. Die Mönche sind auf unserer Seite, ebenso die Schwertkämpfer. Chairon hat noch einen der Mönche verwundet, bevor diese an ihm vorbeirennen und ihre Absicht kundtun. Die Schwertträger schalten etwa je acht Gegner die Minute aus. Und so muß Hasim erneut feststellen, daß eine der Beschränkungen von Feuerkugeln ihre unglaubliche Langsamkeit ist, sie hatte sich erst gerade acht Schritt vom Wagen entfernt, da ist schon alles vorbei. Er läßt sie über dem Fluß explodieren. ,,Wir haben großes Glück gehabt, daß die beiden Schwertheiligen JangWu und WiniGang zur rechten Zeit hier waren.``

Offenbar handelt es sich dabei um die zwei Schwertkämpfer, deren Meisterschaft sie mehr als überzeugend zur Schau gestellt haben. Herr Ming entschuldigt sich für Chairon bei dem getroffenen Mönch und erklärt diesem daß es sich um ein Mißverständnis gehandelt habe. Erstaunlicherweise läßt der Mönch es auch darauf beruhen.

@Die Kaiserstraße

Das Schauspiel


Nunmehr alarmiert reisen wir weiter. Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir gegen Abend unsere Herberge 'Glorreicher Sieg des HuTsan'. Die Nacht und der darauffolgende Tag verlaufen ohne größere Zwischenfälle. Am Abend erreichen wir ein Wirtshaus, die 'Blume des Ostens'. Eine Bühne ist im Speisesaal aufgebaut. Herr Ming berichtet uns erfreut: ,,Heute abend haben wir die Freude, einem Schauspiel beiwohnen zu dürfen.``

Tatsächlich spielen vier Schauspieler ein Stück über Liebe, Eifersucht und die Versöhnung durch ein glückliches Schicksal. Die Schauspieler tragen Masken und lange Gewänder. Die Masken stellen einen Mann, eine Frau und zwei phantastische Wesen dar. Von der Persönlichkeit der Schauspieler ist nichts zu bemerken. Dennoch ist das Publikum angetan und spendet wie auch wir den vier schönen Schauspielerinnen Applaus, nachdem diese nach Ende des Stückes die Masken abgelegt haben und akrobatische Kunststücke zum Besten geben. Wir schlafen gut, wiederum von der Fremdheit des Landes berührt. Dennoch empfinden wir es heute nacht nicht als Last weit weg von zu Hause zu nächtigen.

Der nächste Tag beginnt mit einem schönen Sonnenaufgang und nach einem kleinen Frühstück reisen wir weiter. Guter Laune.

Fehlschlag auf ganzer Linie

Der Tag verläuft ereignislos. Allerdings beginnt es wie aus Kübeln zu gießen. Gegen Abend kommen wir völlig durchnäßt an einer alten geschlossenen Silbermine vorbei. Wohl jeder von uns denkt an Erzählungen von Schätzen, Geheimnissen und Gefahren, die in verlassenen Minen zu finden sind. Und insgeheim fassen wir den Plan, hier doch einmal nachzuschauen, wenn es sich denn ergibt. In einer Wegkurve üben die Schauspielerinnen für heute abend Kunststücke und wir winken ihnen lachend zu, klatschen und freuen uns auf einen weiteren Kulturabend. Das Gasthaus liegt nicht weit entfernt an einem kleinen See. Wie gewohnt geben wir Rüstungen und Waffen an der Pforte ab und bestaunen einen Garten, der ein verkleinertes Abbild der Umgebung darstellt. Mine, See, Wirtshaus, Dorf, Weg und ein zerfallener Tempel sind detailgetreu dargestellt. Wir erhalten einen Platz direkt an der Bühne und nach einem netten Abendessen beginnt das Schauspiel.

Heute kommt allerdings keine rechte Stimmung auf, Herr Ming ist nicht begeistert, es muß sich um ein kompliziertes Philosophisches Stück handeln. Kurzum, wir verstehen gar nichts. Und irgendwann mitten im Stück springen die vier Schauspielerinnen von der Bühne, stürzen sich auf Chairon und bilden einen Kreis. Stirnrunzelnd beobachten wir das fremde Geschehen, was mag das nun bedeuten. Chairon wehrt sich ein wenig, versucht dann aber so gut es geht, mitzuspielen. Und als eine Maske verrückt und Bartstoppeln zu sehen sind, gelangt das Mißtrauen erst dann so recht in sein Bewußsein, als einer der vier eine Zauberformel spricht und alle in fünf in einem Blitz verschwinden. Allgemeine Verwirrung. Das schien nun wirklich nicht zum Stück zu gehören. Was tun?

Aneren kann den Zauber zum Glück als ein Versetzen identifizieren. Die maximale Reichweite beträgt etwa dreihundert Schritt. Am Zielort muß ein Sechsstern aus Kreide gezeichnet sein. Nur wohin. Nach kurzer Beratung versammeln wir uns am Modell und können sowohl die Mine, als auch den Tempel, als auch das Dorf als möglichen Zielpunkt ausmachen. Der starke Regen hätte mit Sicherheit Kreidespuren im Freien gelöscht.

Aneren und Johannes schnappen sich ihre Waffen und stürmen los. Hasim wird von Herrn Ming gestützt. Zuerst rennen sie zur Mine. Tatsächlich sieht es so aus, als wenn eine der Planken vor kurzer Zeit bewegt worden wäre. Und hinter der Planke ist ein Sechsstern am Boden zu sehen. Jedoch hält Aneren Johannes zurück, der sofort hineinstürmen will. ,,Warte, der Staub um das Hexagramm ist unverwischt. Hier waren sie nicht.``

Aneren verwischt das Hexagramm, dann rennen sie weiter zum Tempel.

Im Innenhof brennt Licht. Zwei mit Katana bewaffnete Wachen stehen vor dem Eingang eines besser erhaltenen Gebäudes. Während wir nach langem Zögern die Rückseite erkunden, die deutlich verfallener scheint, kommt ein Mann heraus, der einen Vogel fliegen läßt. Offenbar mit einer Nachricht. Danach ein Schrei. Chairon!

Johannes rennt los, springt gegen die hölzerne Rückwand, die sofort vor ihm einbricht, rollt sich ab und erschlägt den Mann, der Chasim mit einem Messer ermorden will. Danach stellt er sich ohne Rüstung vier Kriegern mit Katana zum Kampf. Die zwei Wachen kommen kurz darauf ebenfalls zur Tür herein. Während Aneren Hasim berichtet, betritt sie den Raum, erblickt den gefesselten noch lebenden Chairon, sucht nach etwas Scharfem in ihrer Umgebung, zieht die Aufmerksamkeit zweier Wachen auf sich und tritt den sinnvollen panischen Rückzug an. Unterdessen berichtet sie Hasim weiter von den Geschehnissen. Hasim verflucht sein geschientes Bein und betrachtet seinen Stab. Jetzt wäre die Zeit gekommen, alles auf eine Karte zu setzen. Er ruft einen Feuergeist. Wenige Sekunden darauf erscheint eine etwa zwei-mannshohe Feuerwalze. ,,Gehe in dieses Haus und töte alle Krieger die dort sind.``

Der Effekt ist überwältigend. Die zwei Krieger, die Aneren verfolgen, rennen kopflos weg, wenige Sekunden darauf erreicht die Walze das Haus, vier KanThai rennen ebenfalls kopflos heraus. Dort drinnen befinden sich nun noch Johannes, Chairon und drei KanThai. Außer erneuten Hilferufen Chairons und gespenstischem Flackern dringt nichts nach außen. ,,Alle Krieger`` ist vielleicht doch ein bißchen doppeldeutig? Hasim ruft die Lohe wieder nach draußen, Aneren steigt vorsichtig ein. Die drei KanThai und Johannes liegen regungslos am Boden. Chairon hat schwere Brandwunden, lebt aber noch. Dies berichtend schlägt sie mit einem Katana die Fesseln durch und sammelt ihre Konzentration für den schnellsten Heilzauber, den sie kennt. Johannes wird noch wenige Sekunden leben. Der Heilzauber holt ihn wieder zu Bewußtsein und der Zustand stabilisiert sich. Sich bewegen geschweige denn aufstehen kann er jedoch nicht. Aneren sammelt wiederum ihre Kräfte und beginnt eine einstündige Anrufung verschiedenster Heilkräfte, immer wieder begleitet von beruhigenden Worten gegenüber Johannes und Gesten oberhalb seines Körpers. Dabei hält sie seine Hand und spricht in seiner Muttersprache.

Unterdessen trinkt Chairon einen Heiltrank, schaut nach, daß die KanThai auch tatsächlich tot sind und geht zu Hasim. Dieser hat den Geist entlassen. Herr Ming schaut mit Chairon und Hasim kurz nach Aneren und Johannes, dann erkunden sie das zweite intakte Gebäude und befreien die vier Schauspielerinnen. Den zuerst von Johannes erschlagenen KanThai identifiziert Herr Ming: ,,Dieser Herr ist Kasugi Xuan. Ein bedeutendes Mitglied der Familie Xuan und ein sehr fähiger Magier. Dieser ist einer der mächtigsten Angehörigen der Familie, ein Mitglied des KuraiAnat.``

,,We're on a mission from God¡`

Unterdessen fährt Aneren fort, Johannes Wunden zu behandeln. ,,Ich werde zu Frau Tchung gehen und ihr erklären, daß eine fortführung der Reise unmöglich ist, wenn sie uns keine Wachen zur Seite stellt. Ich kann nicht mehr für die Sicherheit der Gruppe garantieren.``

,,Dies gehört nicht zu meinen Aufgaben, die ich mit Störrebrand ausgemacht habe. Es ist nicht mein Schicksal hier in der Fremde unerkannt auf einem Himmelfahrtskommando zugrunde zu gehen. Mich gehen die inneren Querelen dieses Volkes, die Familienfehden um die Macht nichts an. Meine Aufgabe liegt in Erainn, dort werde ich gebraucht, dort kann ich etwas bewirken.``

,,Außerdem habe ich keine Lust mehr, das Kindermädchen für ein paar grüne Jungs zu spielen, die sich nicht an meine Anweisungen halten und uns immer wieder in größte Gefahr bringen. Chairon sollte eigentlich ziemlich sauer auf Hasim sein, daß dieser ihm diesen Todesdämon auf den Hals gehetzt hat. Und wenn Chairon nicht versucht hätte, unschuldige Miene zu machen, hätten wir eher eingreifen können und die ganze Entführung verhindern können. Außer mir kann niemand für den Schutz garantieren, Hasim kann kaum laufen geschweige denn so zaubern, daß es keine Gefahr für uns darstellt. Chairon ist kein Krieger. Eine einflußreiche Familie dieses Landes setzt alle Hebel in Bewegung, uns zu töten, sie kann aus dem Vollen schöpfen. Wir dagegen erhalten keinerlei Unterstützung. ...``

,,Johannes, wir kennen uns nun schon einige Zeit. Weiß ich denn immer wo meine Aufgabe liegt? Kennst du die Geschichten über den Krieg der Magier?``

,,Was hat das denn damit zu tun, daß wir hier Heiratstante spielen dürfen?``

,,Einige der dunklen Zauberfürsten sind möglicherweise nach Osten geflohen. Die grauen Magier existieren auf einer sagenhaften Insel. Von Ihnen hat man Jahrhundertelang nichts gehört. Niemand, so sagt man, kennt den Weg, niemand weiß ob sie existieren. Sie kümmern sich um weltfremde Dinge.``

,,Hört sich an, als würdest Du von der Familie Tchung reden. Die sehen auch nicht das notwendige.``

,,Ich habe da meine Zweifel. Bevor ich Dich und Deine Rebellion unterstützte bin ich nach Süden gereist. Im Auftrag. Dort habe ich die Strukturen die das Land formen bedeutend beeinflußt. Eine alte Religion ist wiedererstarkt, auch wenn Leute wie Hasim noch nichts davon gemerkt haben. Ich würde es ihm auch nie sagen, er würde mich töten. Das muß nicht sein.``

,,Und so etwas in einer Gruppe, für die ich leichtfertigerweise die Verantwortung übernommen habe.``

,,Nichts wird so bleiben wie es war. Auch in Eschar. Und Leute wie wir müssen die Funken entzünden, die das Zerstörende verbrennen. Ich habe in Eschar mehr als einmal meinem Tod ins Auge geblickt. Einmal war ich in einem Grab eingeschlossen, in das wir aus purer Unvorsicht hineingerannt waren. Und wir haben uns selbst eingeschlossen. Ich stand dabei, habe es sogar befürwortet. So kurz ist unser Blick.``

,,Auch ich weiß, daß dieser Auftrag ein Himmelfahrtskommando ist. Unsere Gegner sind stärker als wir. Deutlich. Mindestens.``

,,Auch hierhin gelangte ich nicht ohne Auftrag. Daß Störrebrand, den ich über alle Maßen schätze, mich bat Euch zu begleiten, kam für mich nicht unerwartet. Und er wird auch nicht sonderlich gestaunt haben, daß ich es ahnte.``

,,Einige der dunklen Meister müssen in KanThaiPan gelandet sein. Mit ihrer Macht haben sie die heimliche Herrschaft angetreten. Denk an die schwarzen Adepten, KuTuh, den Tempel, YenXulu. Spinnen, Tentakel, Schwarz, das Volk der KanThai muß über alle Maßen dunklen Kulten verfallen sein.``

,,Damals gab es auch in KanThai Leute, die erkannten, was sich abspielte. Vermutlich retteten sich viele von ihnen in das TsaiChen Tal. Und ich habe eingewilligt, mein Leben aufs Spiel zu setzen, es hier einzusetzen für das an das ich glaube.``

,,Auch Herrn Ming schätze ich sehr. Ebenso Frau Tchung. Die Familie Tchung wahrt die alten Sitten, die Sitten, die vor der Ankunft der schwarzen Meister in KanThaiPan üblich waren. KanThaiPan ist eine Hochkultur. Dagegen sind wir Barbaren, denk an die riesigen Städte. Dagegen wirkt Corrinis wie ein Dorf.``

,,Ist Dir nie aufgefallen, daß Herr Ming zuviel über die Gegenkräfte im Land weiß, um ein unwichtiger Bürger dieses Landes zu sein. Ich glaube, auch er hat seine Auftraggeber. Die Geschenke von Frau Tchung waren mehr als fürstlich. Es ist üblich die Leute, die in einen Glaubenskrieg ausziehen, mit den besten und heiligsten Waffen auszustatten, die die Religion besitzt. Meiner Meinung nach gibt es auf dieser Reise keinen Zufall, auch daß wir diese Reise angetreten haben war kein Zufall. Weder der Jadestein noch Herr Mings Reise ist ein Zufall.``

,,Die Familie Xuan ist eng mit den dunklen Kulten verstrickt. Ein Mitglied der Familie ist Teil des KuraiAnat. Ich glaube schon, daß ich hier am richtigen Ort bin, um mein Leben einzusetzen. Und ich sehe lieber die Familie Tchung an der Macht, als die Familie Xuan. Wenn unser Auftrag mißlingt, geht die Macht sofort auf die Xuans über.``

,,Ich weiß nicht, was vor uns liegt. Der Vogel, der eine Nachricht überbrachte, flog nach Norden, dort liegt die Iwa Chi. Jemand wird uns dort erwarten. Aber meine Vision schien so, daß wir dort ankommen werden. Selbst wenn ich keine Hoffnung für unser Überleben habe, muß ich es dennoch versuchen. Mein Leben ist mir teuer, aber es gehört nicht mir allein.``

,,Bitte begleite mich, Johannes. Wir brauchen Dich.``

Noch etwas verkatert, erhebt sich Johannes und begleitet die Gruppe zurück zum Gasthaus. Aneren fällt erschöpft in ihr Bett, Hasim ist ganz zufrieden mit der Welt und träumt von zukünftigen Einsichten und Beschwörungen. Chasim feiert mit den vier Schauspielerinnen die gemeinsame Befreiung und Johannes hat Heimweh nach Erainn. Herr Ming ...was tut Herr Ming, was denkt er? Das wird uns wohl ewig verschlossen bleiben. Ebenso ob Aneren Recht mit ihrer Einschätzung wichtiger Persönlichkeiten und weltpolitischer Verstrickungen hat. Lassen wir ihn innerlich seufzen und sich in sein Schicksal fügen, das er sich (noch) weigert aus seiner Hand zu geben.

,,JoBaSa würde nicht zu einem OrcaMurai. Er würde mit Sicherheit zu einem OgraMurai. Diese sind deutlich größer und stärker als die OrcaMurais und bilden eine Art Elitetruppe.``

,,Ich hatte schon ein ungutes Gefühl bei der Aufführung, es war ein altes Kindermärchen, jedoch so lustlos vorgetragen, daß niemand der Gäste ihm ernsthaft zu folgen erwogen hat. Ist ihnen das nicht aufgefallen. Und ein Stück spielt sich immer auf der Bühne ab. Das, was sie mit Hasim gemacht haben habe ich noch nie zuvor gesehen.``

,,Könnten Sie uns in zukunft sofort unterrichten, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt? Das ist sehr wichtig.``

,,Ihr Wunsch ist mir Befehl.``

Rätselraten

Wo wir schon bei den Merkwürdigkeiten sind, niemandem von uns fällt sofort auf, daß uns die Fragen, die Kasui Xuan Chairon gestellt hat, mehr helfen die Hintergründe zu ergründen, als die Antworten unseren Gegnern nützen. Allerdings frühestens auf den zweiten Blick.

Chairon berichtet uns, Kasui habe ihn gefragt, wohin wir unterwegs seien und wer der Bräutigam sei. Daraufhin hat Chairon sein Gedächtnis strapaziert, ihn haben diese Dinge schon jeher eher verwirrt und nicht sonderlich interessiert. Was er erzählen konnte war, daß wir zu einer Insel unterwegs seien und uns alles andere noch unklar sei. Selbst unschöne Methoden konnten nicht mehr aus ihm herauspressen.

Das Tier, das uns den Weg zum Bräutigam weisen sollte hatten wir immer noch nicht falten können. Von Schwänen über Frösche, Fische, Vögel war alles möglich, nichts jedoch richtig deutlich.

Die Straße der Krebse

Am darauffolgenden Tag erreichen wir das Wirtshaus, an dem die Straße des Nordens und die Straße der Krebse zusammenstoßen. Aneren hält die Zeit für gekommen, jeden der Gruppe von ihren Informationen in Kenntnis zu setzen. ,,Bevor wir diese Reise unternommen haben, hatte ich einige Träume, die mich vor Gefahren warnten.``

Aneren erzählt von ihren Visionen.

,,Es wäre zu überlegen, ob wir die folgenden zwei Tage zu Fuß zurücklegen und den Karren hier zurücklassen. Zumal wir ohne Karren weit weniger auffallen und uns schneller verstecken können.``

Diesem weisen Rat leisten wir gerne Folge. Zumal wir mit Wagen nicht schneller sind und Schasim wieder laufen kann. Daß es sich bei dem Weg mit dem roten Knacken um die Straße der Krebse handelt ist Aneren voll klar, auch, daß sie den nächsten vier Orca Murais aus dem Weg gehen sollten. Aber was ist der Teich, welches Mondgesicht ist der Gärtner (für Aneren haben die Gesichter aller KanThai Ähnlichkeit mit dem Vollmond). Aber noch schlimmer, was erwarten wir denn, das nicht eintreffen wird. Dabei kann es sich doch wohl kaum um die vier Orca Murai handeln.

Etwa gegen Mittag klärt Herr Ming uns auf. ,,AnRen, Ihr batet mich doch Euch sofort zu sagen, wenn mir etwas auffällt?``

,,Ja, was fällt Euch den auf?``

,,Es hätten uns schon längst Wachen der Familie Chi entgegen kommen müssen.``

Das stimmt, auf der Straße des Nordens sind uns etwa sechs bis sieben Wachtrupps am Tag entgegen gekommen, beritten und unberitten, Orca Murai und normale Menschen. Nachdem wir uns ausgewiesen haben, durften wir weiterziehen. Die Wachtrupps hatten unterschiedliche Symbole auf der Kleidung, die Herr Ming zum Teil Familien zuordnen konnte. ,,Das kann nur Bedeuten, daß etwas vorgefallen ist. Wir sollten größte Vorsicht walten lassen. Und AnRens Traum ernst genug nehmen.``

Alle denken wir an den Raben, der unser Reiseziel gemeldet hatte. Aneren freut sich unterdessen auf die Erkundung der unterirdischen Gänge, dieses ganze Machtspiel, diese Diplomatie, diese doppeldeutigen Sätze, Vorsicht und alles in einer Sprache, die sie weder spricht noch versteht, ist ihr über. Offenbar werden sie also auf die Iwa Chi gelangen und dort wird sich selbstverständlich ein neues Problem stellen, aber dann ist endlich mal die Tragweite des Ganzen erkannt. Und es wird sich nicht immer wieder ein neues Rätsel ergeben.

Einige Viertelstunden später erkennen wir in der Ferne ein Trupp von vier Soldaten, die uns entgegenkommen, sofort stieben wir in alle Richtungen und tarnen uns so gut als möglich. Diese vier Orca Murai tragen einen grinsenden Vollmond auf dem Schild. Zum Glück rennen sie vorbei und zeigen kein Mißtrauen. Wie gut, daß wir uns versteckt haben, denn außer ihnen sind wir noch keinem Menschen begegnet, so daß wir ihnen mit Sicherheit aufgefallen wären. ,,Herr Ming, welcher Familie gehört der grinsende Vollmond?``

,,Ich weiß es nicht. Dieses Symbol habe ich noch nie gesehen. Es könnte eine Nachbarfamilie der Chis sein.``

Nachdem wir immer noch keinem Menschen begegnet sind und die Landschaft sich verändert, so daß wir annehmen müssen, nahe am Fluß zu sein, gelangen wir an eine kleine Abzweigung. Dort ist eine kleine Rauchsäule zu erkennen. Aneren ist für eine Erkundung, sie weiß immer gerne, was sich in ihrem Rücken befindet.

@Fischerdorf

@Kundschafter

@Der Plan

Auf der IwaChi

,,Sind die OrcaMurais untot?``

,,Wenn die OrcaMurais untot wären, hätten die Rebellen weitaus weniger Probleme. Die OrcaMurais sind hervorragende Soldaten. Einige OrcaMurais tragen auch noch persönliche Züge und Fähigkeiten der Menschen, aus denen sie hervorgegangen sind.``

@Die Orca Murais zünden das Dorf an

@Der Geist und der Kampf

@Verwirrung

@Der Schmetterling

@Der Schwarze Adept Kuru-Kate @Machtdemonstration @Bluthunde @Flucht @Der kleine und der große Weg

@Die Fluchten @Unter Wasser, @Schwimmen

@Yen-Xulu @Tore @Die Beschwörung @Ärger

@Wiedersehen

@Das Gericht

@Heirat und Kind

@Die Katastrophe

@Epilog: Frust in KanThaiPan.

Über dieses Dokument ...

This document was generated using the LaTeX2HTML translator Version 98.1p1 release (March 2nd, 1998)

Copyright © 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, Nikos Drakos, Computer Based Learning Unit, University of Leeds.

The command line arguments were:
latex2html kuraianat.tex.

The translation was initiated by Christof Petig on 1998-07-14


Christof Petig
1998-07-14