SCHRIFTZEICHEN DER ZWEITEN WELTENDÄMMERUNG

 

Sieben kamen nach Corrinis

 

Personen:

Lyrania : Elfe aus Erainn (Malte Thoma)

Amntr (Amonethorr) : Schamane aus Prtlpmpf (Thomas Stone)

Trixom Kojol: Glücksritter aus Alba (Tom Koch)

Sulwahir : Magierlehrling aus Alba (Sandro Filipetti)

Zogar : Zwerg, aus den Nebelbergen errettet (Christof Petig)

 

Als Gast:

Syvann: Ordenskrieger aus Ranabar (Andreas Avesing)

 

Spielleiter (Andre Paus)

 

Erstes Kapitel

 

Die Landschaft war verhüllt unter einer Decke aus Schnee. Aber es konnte nicht mehr lange dauern, und der Frühling würde mit Macht die Schneedecke durchbrechen und Frühlingsblumen als Vorboten vorausschicken. Tagsüber tropfte es schon von allen Bäumen und der Schnee wurde matschig und behinderte die kleine Gruppe, die schon seit einigen Tagen auf der Wanderschaft auf dem breiten gewundenen Weg durch die Wälder war. Doch abends fror es wieder. Dicke Dampschwaden quollen aus Trixoms Mund als er den anderen begeistert zurief, daß er Corrinis sehen könne. "Hurra!" lachte Amonethorr und rann wild voraus. Er hatte den ganzen tödlich kalten Schnee so gehaßt. Die ganzen letzten Tage war er verdrießlich gewesen und hatte eine tödliche Kälte um seinem Herz gespürt. Der Gedanke an Kaminen und lustiger Musik in Schenken änderten aber jetzt schlagartig sein Gemüt. Sulwahir seufzte erleichtert, als er die warmen Lichter der Stadt auf der kleinen Insel inmitten des zugefroren Tuariscs sah. Zogar blickte nur kurz auf und stapfte dann unermüdlich weiter. Bei ihm war es immer schwierig zu sagen, ob es sein eiserner Wille war, der keine Gemütsregungen zuließ, oder ob sie nur auf seinem faltigen Gesicht, das einen ein wenig an Felsgestein erinnerte, nicht abzulesen war. Ein Lächeln, wenn auch ein müdes, verzauberte Ciuinns Gesicht unter ihrer weißen Kapuze ihres Novizinnengewandes. Zuerst war sie erfreut gewesen mit der sympathischen Gruppe fremder Abenteurer Tidford verlassen zu können, Doch bald schon hatten die unbekannten Mühen und Gefahren die Wanderung zu einer Qual werden lassen. Die anderen nahmen zwar auf sie Rücksicht, doch sie wußte, daß sie die langsamste war und die anderen aufhielt. Sie erinnerte sich wieder an den Brief, den sie an einen Aneirinn in Corrinis abgeben sollte und weswegen sie allein diese Reise auf sich genommen hatten. Ein bischen verwunderte sie das ja. Es ging so sagte man ihr um Familienangelegenheiten. Er habe sich mit seiner Familie, die gute Bekannte der Ingen Nathrach ihres Tempels waren, zerstritten, seit sein Onkel nach dem Tod seines Vaters das Familienoberhaupt geworden war. Doch jetzt bedürfe die Famileie dringend seiner Hilfe. Und da er sich nur für wenige Tage in Corrinis aufhalten solle sei es dringend notwendig diesen Brief zu übergeben. Die anderen sollten für ihre Sicherheit sorgen. "Aber warum sollte ich mitkommen?", dachte sie immer verbittert, wenn sie nicht mehr weiter konnte, "Vielleicht traut die Ingen Nathrach ihnen zu, sich auf dem Weg nach Corrinis in irgendetwas Abenteuerlichem verwickeln zu lassen." Aber jetzt freute sie sich auf die große Stadt, von der sie oft schon gehört hatte, wo sie aber noch nie gewesen war.