Das Dorf Varisa 

 

Das Dorf Varisa liegt auf der Nordseite der Insel Hamur, die einen von vielen längst erloschenen Vulkanen in ihrer Mitte beherbergt. Die Insel hat in den unteren Gebieten ein gemäßigtes Klima und dort wird viel Ackerbau betrieben. Aber es gibt auch weitverstreute Waldgebiete. So reicht auch ein Waldgebiet nach Süden das Tal des Dorfes verlassend bis (fast) an die Öffnung des Kraters heran, wo es von Gras und Moosbewuchs abgelöst wird. Die Felder des Dorfes müssen ständig bewässert werden, da sie auf den höheren Hängen um das Dorf herum liegen. Dort werden auf den Trassen vornehmlich Pflanzen angebaut, die in sumpfigem Gelände am besten gedeihen. Sie können mit Reis verglichen werden sind aber größer und tragen Halme mit schwereren Blättern. Diese sind, wie auch die eher erbsenförmigen gelblichen Früchte sehr nährreich und auch schmackhaft, vorausgesetzt sie werden richtig zubereitet. Der Fluss durch das Tal ist unbeschiffbar und wird zur Bewässerung an einer natürlichen Schlucht im Südteil gestaut. Dies geschieht durch einen aus Lehm, Stein und Holz erbauten kleinen, 4 m hohen Damm, der mittlerweile natürlich bewachsen ist- ein Zeichen der Gunst der Götter. Dort sind viele Pflanzen zu finden, die in der kühlen Feuchte gut gedeien, z.B. Farne usw. Kanäle leiten das Wasser dann auf die Felder.

Das Gesellschaftssystem der Dörfler ist patriarchal geronto-kratisch zu nennen. Der Dorfoberste, gleichzeitig Repräsentant des Dorfes Gästen gegenüber steht trotzdem nur wenig über allen anderen, weil ihn Welten von den Richtern trennen, die im Lande für Ruhe sorgen. Selbst er gilt als unwert, ungefragt mit ihnen zu reden. Er trägt alle wichtigen Belange den Richtern vor, die dann Entscheidungen und Urteile fällen. Er schützt auch vor Eindringlingen, die die Ordnung gefaehrden, z.B. Rakshasas (Menschenfresser), Dämonen, bösartigen Naturgeistern, bewaffneten Horden Aussätziger. Aufgrund dieser machtvollen Position werden Richter sehr gut bewirtet und behandelt, ihr Wort ist Gesetz. Andere Dorfbewohner werden vom Richter gar nicht erst beachtet, ein unbedachtetes Wort einem Richter gegenüber ist so oder so tödlich.

Die Felder werden gemeinsam bewirtschaftet, der Anteil gerecht verteilt und auch ehren- und tugendhafte alte Menschen werden mit einem ihnen angemessenen Teil bedacht. Für Krankheitsbehandlung ist ebenfalls der Richter zuständig. Wer sich um die Gemeinschaft verdient gemacht hat, kann damit rechnen im Krankheitsfall dem Richter vorgeführt und, bei demütiger Pflichterfüllung den Göttern gegenüber, auch geheilt zu werden. Wer der Gemeinschaft schadet, wird ausgestoßen und fällt dem Abschaum zum Opfer.

Frauen unterstehen den Männern ungefähr so wie die Bauern dem Richter. Kinder zählen bis zum 14. Lebensjahr noch weniger, dann können sie arbeiten und die Knaben werden in die Gemeinschaft aufgenommen.

Der Dorfvorsteher hat die Werte MU 10 KL 10 CH 8 GE 11 KK 10, also einen recht hohen CH-Wert und viel Mut. AG 12 HA 3 RA 1 GG 0 TA 16. Durchschnitt sind MU 7 KL 8 CH 4 GE 10 KK 10, AG 15 HA 2 RA 1 GG 0 TA 18. Seine LE betraegt 20. Talente: Pflanzenkunde 5, Orientierung 4, Tierkunde 6, Kochen 3, Menschenkenntnis 4, der Rest weit darunter.

Die Aufgaben des Dorfvorstehers, er hat nicht einmal einen Eigennamen, bestehen darin, den Helden die Notwendigkeit, den Rakshasa zu vertreiben, zu vermitteln und ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen- sei es Essen, seien es Frauen, seien es Männer. Jedoch wird sich keiner ungefragt aufdrängen; nachdem es zum ersten Waffengebrauch kam, lassen die Männer etwas von den Heldinnen ab, spätestens jedoch, wenn der Richter tot ist, hört jede ungewollte (!) Belästigung auf !

Jedoch : Er glaubt fest an die Macht der Ordnung und jede Regung der Helden, sie nicht zu kennen oder zu ignorieren, wird er mit Panik quittieren, die er jedoch nicht offen zeigen wird. Er wird um die Zukunft seines Dorfes fürchten, wenn die göttlichen Prinzipien verletzt werden; dies jedoch als sein Schicksal ansehen und in sich gehen, was er falsch gemacht habe, daß die Götter ihn strafen, indem ihre Gebote in seinem Beisein verletzt werden. Von den Dämonen weiß er zwar nur Schauermärchen, aber diese haben wohl viel mit der Realität zu tun.