[spieler8]

Das Yulfest

Nun warteten wir schon einige Monate hier bei Helgi in seinem Langhaus darauf, daß der Winter nachläßt und wir weiterreisen können. Im Augenblick ist wirklich kaum Durchkommen, die Fjorde sind voller Eis und zu Fuß ist die Reise dreimal so mühsam wie im ,,Frühling``. So genießen wir denn die unverdiente Gastfreundschaft in Helgis Haus und schauen dem Schneetreiben außen zu. Ein Winter ist wirklich halb so schlimm, wenn man einen warmen Ort zum Überwintern hat. In der Zwischenzeit waren wir auf die Jagd gegangen und hatten einen Eber für das Yulfest gefangen, ebenso war der Yulklotz geholt worden, auf dem der Eber gebraten werden würde. Aber was uns fehlte war eine Beschäftigung, den Spruch des Orakels hatten wir bereits mehrmals wieder hin- und hergewälzt - freilich ohne etwas neues daran zu entdecken und Beowulf und seine beiden Gefährten, von denen es hieß, sie seien Berserker, waren uns unheimlich. Helgi dagegen ließ uns das mürrische und mißtrauische der Drei vergessen und war uns gegenüber sehr zuvorkommend.

Ab und an hatte Amonedthorr als Kundiger nach der Magd gesehen, die diesen Winter über Schwierigkeiten mit ihrer Gesundheit hatte und ihren keuchenden Husten gar nicht wieder los wurde. Aber sonst freuten wir uns alle auf das kommende Yulfest, als einen Tag, der endlich einmal Abwechslung in die Tristesse dieser kurzen Tage bringen würde. Als Zwerg konnte ich zwar nicht immer nachvollziehen, warum die Menschen die Bewegung der Sonne mit solcher Aufmerksamkeit verfolgten, hatte mich aber mehr als an diese Sitte gewöhnt. Und so freute auch ich mich auf einen Tag des Feierns und ausgelassen Seins, wenn auch fern der Heimat und mit Wehmut im Bauch. Nun endlich war der Tag des Yulfestes gekommen, wir alle hatten mitgeholfen, die große Halle aufzuräumen und den Yulklotz und den Eber auf den Spieß zu stecken, nun war es an der Reihe zu feiern.

Es gab Honigwein und Bier, soviel wir wollten und mehr als einer von uns tat in dieser Stimmung einen folgenschweren Schwur, waren doch Schwüre am Yulfeuer ein wichtiger Vorsatz für das kommende Jahr, die ernstgenommen wurden. So versprach auch ich für das kommende Jahr fünfzehn Orkköpfe - nur recht und billig! Mittlerweile denke ich, daß es gut ist, daß ein Jahr so lang ist. Helgi schwor, seine Liebe, Gerdi, zu ehelichen. Das war wiederum etwas, worauf wir uns in den nächsten Wochen freuen konnten.

Nach diesen Schwüren begannen die Spiele. Zwei Speere wurden im Abstand von sechs Schritt auf den Boden gelegt. Sodann stellten sich inmitten dieser zwei Kerle mit Schilden auf. Jetzt wurde geschoben und gedrückt, was das Zeug hielt, bis einer der beiden den anderen über die Begrenzung gedrückt hatte. Dies ganze geschah unter heftigen Rufen und Schreien der Umstehenden, die bald diesen bald jenen bevorzugten. Ein Spiel wie für mich gemacht, dachte ich, und griff mir den Nächststehenden. Sulvahir war zwar ein Zauberer und somit kein ernstzunehmender Gegner für mich, aber ich hatte große Mühe, ihn über die Linie zu schieben. Nicht das nicht klar gewesen wäre, wer der Stärkere ist, aber ich hatte schon ordentlich Mühe. Nach diesem ernüchternden Ergebnis sah ich von weiteren Forderungen ab.

Amonedthorr hatte Beowulf gefordert. Ein Raunen ging durch den Saal, Amonedthorr war der größte unter uns und Beowulf der stärkste Waelinger, den ich je gesehen hatte. Beowulf konnte nicht ablehnen und war hin und hergerissen dazwischen seine Stärke aufs neue zu beweisen und die Forderung als zu einfach abzulehnen. Aber der dunkelhäutige Amonedthorr war ebenfalls eine beeindruckende Erscheinung. So nahmen die beiden gegenüber Platz und rüsteten sich. Beowulf schien Amonedthorr einschätzen zu wollen kam aber wohl zu keinem klaren Ergebnis. Dann legten sie ihre Schilde aneinander und konzentrierten sich. Helgi gab das Startzeichen. Beowulf legte sich mächtig ins Zeug und die Muskeln traten klar erkennbar vor. Amonedthorr zeigte zwar weniger Schweiß und Muskeln wirkte aber stark konzentriert. Offenbar hatte er die bessere Technik. Als nach zehn Sekunden immer noch nicht feststand, wer gewinnen würde, verstummten nach und nach alle Gespräche im Saal und erwartungsvolle Stille machte sich breit.

Die Spannung im Raum war körperlich spürbar und wiederum nach einer kurzen Zeit rutschte Amonedthorr etwas und wurde einen Schritt zurückgeschoben. Wiederum war allerdings alles offen, da sich beide weder vor noch zurückschieben konnten. So ging es noch einige Minuten, bis Amonedthorr den Halt verlor und von der gewaltigen Kraft Beowulfs bis deutlich hinter den Speer geschleudert wurde. Als er sich wieder erhob, war er der Achtung Beowulfs und aller Anwesenden sicher. Noch niemand hatte Beowulf so lange widerstanden. Trixom und Sulvahir forderten Beowulfs Begleiter, hatten aber keinen so überwältigenden Erfolg.

Als nächstes maß ich mich mit Trixom beim Armdrücken. Allerdings wurde nach waelisch Sitte je eine Kerze neben den Arm gestellt, damit auch wirklich ein Anreiz besteht ...Es endete mit Brandflecken für mich.

Fröhlich wurde weiter gezecht und gelacht. Der Eber mundete hervorragend und der Met tat seine Wirkung. Da entsannen sich die Anwesenden eines populären Spiels, es hieß ,,auf die Reise schicken``. Zwei Männer stellen sich etwa einen Schritt voneinander entfernt auf. Sodann beginnt der geforderte damit, dem anderen einen Fausthieb ins Gesicht zu geben. Danach schlägt der Fordernde zu. Und so weiter, immer im Wechsel. Wer als letztes stehen bleibt, hat gewonnen.

Nun dieses mußte doch einfach wie für mich gemacht sein, nachdem bereits einige Waelinger einander unter lautem Zurufen auf die Reise geschickt hatten, forderte ich Friedjoff, den Gefährten Beowulfs. Dieser wollte zwar nicht, konnte die Forderung aber auch nicht ablehnen.

Sein erster Schlag war zwar schmerzhaft aber nur von mittlerer Qualität. Dafür holte ihn mein erster Schlag ganz gut aus dem Gleichgewicht. Nach etwa fünf Schlägen war klar, daß ich der Sieger werden würde, da verlor Friedjoff die Beherrschung und sprang mich an. Ich nicht faul, griff ihn am Kragen und wir gingen zu Boden. Nach ganz kurzer Zeit griff Beowulf ein, zerrte seinen Gefährten hervor und ging mit ihm nach draußen. Ich war also moralisch als auch sonst der Sieger und ließ mich feiern. Die finsteren Blicke Friedjoffs warnten mich allerdings, daß er, ganz im Gegensatz zu den anderen Verlierern, sehr nachtragend war. Einige Wochen später allerdings hoffte ich, ich hätte ihn damals schon endgültig erledigt, uns wäre viel Ärger erspart geblieben.

Mord in Elgstadir

Den nächsten Tag wachten wir mit großen Kopfschmerzen auf und als wir etwas frische Luft geschnappt hatten, halfen wir mit, die Reste des Vortags aufzuräumen und dachten daran, in einigen Wochen weiterreisen zu können. Eines Tages, als wir schon berieten, wohin wir denn weiterziehen würden, da die Tage der Schneeschmelze näherkamen, wurden wir durch einen Lärm aufgeschreckt. Als wir in den Stall eilten, trafen wir Helgi an, der sich mit einer schweren Beinwunde an einem Pfosten festhielt. Neben ihm im Stroh lag seine zukünftige Frau, offenbar ohne äußere Verletzungen, aber bewußtlos. Beowulf und seine zwei Gefährten waren durch die Hintertür geflüchtet. Amonedthorr sah zuerst nach Gerdi, Trixom und Hülsum rannten sofort zur Hintertür und nahmen die Verfolgung auf. Dabei fielen sie fast über zwei erschlagene Knechte.

Unterdessen schimpfte Helgi auf das heftigste und verfluchte Beowulf und seine Gefährten. ,,Du Hund von Beowulf, die Schuld gebot mir dich aufzunehmen, aber wenn ich dich nun treffe wirst du ein Nichts für mich sein. Ich werde dich verfolgen bis an das Ende Waelands und dich vor den Thing stellen. Dort wirst du dich ob deiner Schmach vor allen versammelten rechtfertigen müssen.`` Sodann machte er sich auf, die Flüchtenden zu verfolgen, obwohl sein Bein stark blutete. Amonedthorr, der den Zustand Gerdis offenbar als unbedenklich eingestuft hatte, stürzte sich nun auf Helgi und versuchte ihn daran zu hindern, in seinen Tod zu rennen. Er wäre nach wenigen Metern am Blutverlust zusammengebrochen. Statt dessen schickte er mich und versprach Helgi, die Flüchtenden zu verfolgen, was einige von uns ja auch schon taten.

Ich machte mich also auf. Das Schwein von Friedjoff hatte offenbar zwei Knechte erschlagen, Gerdi im Stall aufgelauert und sie vergewaltigt. Danach war Beowulf mit seinen Begleitern, von denen niemand so recht verstand, weshalb er sie noch hielt, entflohen. Und dies statt dem Brauch folgend, Friedjoff unter Helgis Gericht zu stellen, bzw. ihn an Ort und Stelle selbst zu töten (wie auf dem Schiff geschehen). Nach einiger Zeit kam ich zurück, Helgis Bein war inzwischen verbunden und Gerdi war wieder bei Bewußtsein und ihrer Mutter. Ernüchtert berichtete ich, daß Beowulf eines der am Fjord liegenden Boote genommen und das andere mit einem gezielten Axthieb zerstört hatte. Eine Verfolgung ohne Boot war sinnlos. Eine Reparatur würde in etwa anderthalb Tage dauern. Helgi kochte nur noch innerlich, äußerlich war er gefaßt. Er bat uns die Verfolgung Beowulfs aufzunehmen. Er würde wohl direkt zurück zu seinem Stamm reisen. Dort müßten wir vor den Ältestenrat und die Anschuldigung vorbringen. Da Beowulf ein ehrlicher Mann sei - Helgi war davon immer noch überzeugt - müßte er sich den Vorwürfen stellen. Dies sei der einzige Weg, das Unrecht zu ahnden. Wir müßten uns allerdings unverzüglich auf den Weg machen.

Wir berieten uns kurz. Niemand hatte übergroße Lust, Beowulf hinterherzusegeln, aber da uns auch keine andere Spur einfiel, die uns weiterhelfen würde, konnten wir ja ebensogut nach Lagstadir reisen. Vielleicht würde uns in der Zwischenzeit ein Hinweis auf die weiße Feder oder die Götterfunken in die Hände fallen. Beowulf konnte auch sehr gut etwas damit zu tun haben, schließlich war er ein geachteter und gefürchteter Mann. Auch bei uns. Seine Begleiter hatten allerdings den Charme eines Schlachters. Und die Manieren ebenfalls! Auf der anderen Seite waren wir Helgi noch eine Menge schuldig, schließlich hatte er uns den Winter über beherbergt, auch wenn er dies nicht in die Diskussion einbrachte. Letztendlich hatten wir keine andere Wahl als weiterhin unserem Schicksal hinterherzurennen, das uns wie üblich durch mehr als die bekannte Welt schickte.

Rudern, rudern, rudern ...

Am Morgen des übernächsten Tages hatten wir das Boot repariert und Proviant und warme Sachen eingepackt. Voraussichtlich hatte Beowulf nicht den Weg über das offene Meer gewählt, sondern war mit dem nicht seetauglichen Boot den @der Fjord gegenüberFjord hinaufgerudert und hatte dort den Weg durch das Gebirge nach Lagstadir gesucht. Diesen Weg sollten und wollten wir auch nehmen. Dann brachen wir auf. Als wir den Fjord hinunter ein Gehöft sahen, beschlossen wir nach Beowulf zu fragen. Der Mann am Bootsteg war zwar erst nicht sonderlich aufgeschlossen, aber als wir erzählten wir wären im Auftrag von Helgi unterwegs, um sein Recht einzufordern hellte sich seine Miene auf. Fremde wie wir seien halt selten in dieser Gegend und sein Mißtrauen somit verständlich. Aber auch er hatte nichts gesehen. Wir verabschiedeten uns und ruderten weiter. Dabei waren alle sehr erstaunt, daß gerade ich und Hülsum die Sache sehr gut machten. Wie heißt es noch bei uns? Der Zwerg wächst mit seinen Aufgaben.

Als wir direkt an der Spitze, wo die drei Fjorde ineinander münden einen Hirten auf der Wiese sahen, beschlossen wir (nicht ohne mein Drängen), auch ihn zu fragen, denn ein Irrweg würde uns deutlich mehr Zeit kosten, als eine Frage zuviel. Dieser Hirte stellte sich als Ulf den Ziegenhirten und einen alten Freund von Helgi vor. Als er hörte, was sich zugetragen hatte, war er erzürnt und berichtete uns, wie er tatsächlich ein Boot mit drei Ruderern zum besagten Zeitpunkt, vom Sandalsfjord aus den @s.o.Fjord hinaufrudern sehen hatte. In der Abenddämmerung meinte er noch erkannt zu haben, daß ein leeres Boot den Fluß hinabgetrieben sei. Dann trug er uns auf, Helgi zu grüßen und wünschte uns eine erfolgreiche Reise.

So ruderten wir den @s.o.Fjord hinauf und beglückwünschten uns für diese kleine Verzögerung, die doch einen deutlichen Wissensgewinn mit sich brachte. In der Zwischenzeit überdachte ich beim Rudern, ob es sinnvoll sei, zu berichten, was exakt auf Elgstadir geschehen ist. Einerseits setzt es Beowulf deutlich unter Zugzwang, wenn sich diese Sache herumspricht und verwehrt es ihm sich so einfach wieder in dieser Gegend sehen zu lassen. Andererseits war mir noch nicht klar, inwieweit es für Helgi eine Schmach darstellen könnte, daß seine Braut kurz vor der Heirat vergewaltigt worden ist. Und das noch auf seinem eigenem Hof. Und er danach den Affront auch nicht direkt mit dem Tode ahnden konnte, sondern die Verfolgung anderen aufgetragen hat, noch dazu Ausländern. Aber er hatte mit der Aussaat ja gute Gründe - und eine Truppe wie uns (auch wenn die Waelinger nicht erkannten, wer wir wirklich waren) in seiner Schuld zu haben, ehrt Helgi auch wiederum. Nun denn ich betrachtete es als meine kleine persönliche Rache, meinem Gegner im Faustkampf Wahres und Schlechtes nachsagen zu können und den arroganten Beowulf in Verruf zu bringen.

So ruderten wir den @s.o.Fjord hinauf und am ersten Gehöft angekommen wiederholten wir unser Anliegen und ob denn jemand fragliches Boot gesehen habe. Zuerst wurde dies verneint, aber da Kethil Svenson, der Hausherr wieder ein guter Freund von Thorfinn gewesen sei, lud er uns ein, zum Abendmahl dazubleiben und Neues vom Elgstadir zu berichten. Wir wiederum konnten nach einem anstrengenden Tag voll Rudern nicht nein zu einem kühlen Bier sagen und waren schnell ausgestiegen und hatten das Angebot angenommen. Es wurde ein angenehmer Abend und wir verbrachten die Nacht wunderbar ...zumal wieder ein paar nette und neue Mädchen zu bestaunen waren. Wie auch immer, eine Magd berichtete noch, sie habe das fragliche Boot den Fjord hinuntertreiben sehen.

Frisch gestärkt (auch moralisch) ging es am nächsten Morgen weiter den Fjord hinauf, am nächsten Gehöft, hatten wir leider weniger Glück, sowohl was Informationen als auch was leibliches Wohl anbelangt. Und als der Fjord an einem Wasserfall unschiffbar wurde, fragten wir am dortigen Gehöft noch einmal nach (und verbreiteten die Kunde), allerdings ohne Erfolg. Beowulf hatte mit seinen beiden Gefährten offenbar den Weg durch das Gebirge genommen. Dieser war aber im Augenblick wohl schwierig und gefährlich, von Trollen, Steinschlag und Erdrutschen war die Rede, als auch von zu reißenden Strömen angeschwollenen Bergbächen. Wie auch immer die Gefahr ist unser alter Bekannter, und wir wollten sie mal wieder sehen. Nur wo hatte Beowulf sich mit Verpflegung eingedeckt - hatte er etwa derartiges geplant oder vorausgesehen und die Verpflegung bereits in einem Boot deponiert, oder hatte er Gönner, die wir nicht erkannt hatten, immerhin hatte uns keiner auf eine falsche Spur geschickt, und daß die Magd und der Ziegenhirt sich beide mit Beowulf abgesprochen hatten, war mehr als unwahrscheinlich.

Ins Gebirge

Nach einigen Stunden beschwerlichen Aufstiegs, das Boot hatten wir am Gehöft am Wasserfall zurückgelassen, kamen wir an einen Erdrutsch. Der Weg war so mit Sicherheit nicht mehr passierbar, und Fußspuren, die im feuchten Lehm besonders gut zu sehen sein müßten, waren nicht zu sehen. Beowulf war somit entweder vor der Lawine hier hindurch oder gar nicht hindurch. Amonedthorr datierte den Erdrutsch ungefähr vier Tage zurück, somit dürfte klar sein, daß Beowulf danach erst an dieser Stelle gestanden haben konnte. Während wir uns noch umsahen und es dann auch noch dämmrig wurde - der Abend kommt im Norden sehr schnell, entdeckten wir hinter einem Busch eine Höhle. Da ich ohnehin eine Schwäche für Unterirdisches habe und die anderen sich sagten, wo eine Höhle ist, da ist auch ein Geheimnis bzw. eine Gefahr, beschlossen wir diesem Wink des Schicksals zu folgen und mutmaßlicherweise den Weg zu nehmen, den auch schon Beowulf genommen haben müßte. Im Höhleneingang roch es noch unangenehm nach Troll, das gab sich dann allerdings und zu meiner Verwunderung stellte ich fest, daß der hintere Teil der Höhle nicht natürlichen, sondern zwergischen Ursprungs war. Oho, das war aber interessant. Alle Vorsicht außer Acht lassend - wie denn auch in einem unbekannten Höhlensystem ging ich außerhalb des Lichtscheins voran und wies den anderen den Weg, einige Abzweigungen nach rechts und links, die deutlich kleiner waren ließ ich links liegen. Mir brannte auf der Seele, was meinen Verwandten hier im Osten widerfahren war. Doch dann kam Licht von hinten, was ich erst bemerkte, als ich hinter mir Tumult hörte.

Bezeichnenderweise sagte die Trollmama zu ihren Kindern: ,,Kinder kommt, wir haben Gäste zum Essen.`` War dies nun ein für Trolle untypischer feiner Doppelsinn, oder was meinte sie damit. Ich rüstete mich, daß sie es eindeutig meinte und griff nach meinem Hammer, der zu meinem Erstaunen nicht erglühte. Waren das keine normalen Trolle?

Unter Trollen

Aber die Trolle griffen nicht an, sondern die Kinder tanzten nur munter um uns herum. Die Trollmama ging vorsichtig an uns vorbei und bat uns, ihr zu folgen. Gegenwehr zwecklos? Auch wenn ich einmal Gerüchte über selbst verheilende Wunden und übernatürliche Kräfte einmal außer Acht ließ, war dieser erwachsene Troll und die sechs Kinder eine achtbare Streitmacht, zumal ich mehr als überrascht war, daß mein Hammer nicht glühte. Entschlossen mehr herauszufinden, folgte ich. Habe ich schon von dem Gestank berichtet, der Trolle umgibt? Wir waren drauf und dran, den Grund zu erfahren.

Noch froh, einmal nicht kämpfen zu müssen, gelangten wir in eine Höhle. Diese Höhle war klar von Zwergen erbaut, in der Mitte stand ein riesiger Holztisch mit mehreren Stühlen, die nicht ganz für Trollgröße gebaut waren. Von dieser Höhle gingen drei Seitengänge ab, aus einem kam uns noch ein ausgewachsener Troll entgegen, offenbar der Vater, und begrüßte uns - sagen wir - recht freundlich. Nun wurden wir zum Essen eingeladen, die Mutter begab sich in den Nebenraum, um Essen zu bereiten, @TH wollte mißtrauisch nachsehen, was sie dort tat und kam kreideweiß zurück und sagte, er habe keinerlei Hunger. Trolle hätten eben doch ein anderes Verständnis von frischen Nahrungsmitteln. Kurz darauf verstanden wir dann auch warum. Es gab Madensalat als Appetitanreger und kurz darauf ein Hauptgericht aus halbverwestem Fleisch.

Leider mußten wir wohl oder übel Gute Miene zum Bösen Spiel machen, wollten wir uns die Gastfreundschaft nicht verscherzen - und wir hatten ja noch einige Fragen zu beantworten. Dies erinnerte mich mit Schrecken an meine Zeit der Sklaverei in den Nebelbergen, wo ich nicht viel Anderes zu Essen bekam.

Zwerg, Schlacht, Flucht, Ankunft, Genugtuung, Aufnahme, Einberufung eines Ting, Gastfreundschaft, Schlacht, Anzünden des Hauses, Abschwörung von Odin, ein Berserker getötet (?), Ting, Kampf auf der Insel, wir verlassen Richtung NO, blitzen im Stein, Mond(?), merkwürdiges Haus (Schneesturm), Bihänder und Schild an der Wand, wer ist der Gastherr?

Über dieses Dokument ...

This document was generated using the LaTeX2HTML translator Version 96.1 (Feb 5, 1996) Copyright © 1993, 1994, 1995, 1996, Nikos Drakos, Computer Based Learning Unit, University of Leeds.

The command line arguments were:
latex2html -split 0 -no_images -nolatex yulfest.

The translation was initiated by christof on Thu Jan 9 23:03:10 MET 1997


christof
Thu Jan 9 23:03:10 MET 1997