S.O.S. Cats e.V. Wuppertal
gemeinnützige Tierschutzgruppe Wuppertal
(
Impressum , Satzungen)

 

Vermisst, gesucht, gefunden

Katzenfänger sind unterwegs - "für die BSE-Forschung"
Tierschützer: Mafiaähnliche Organisation arbeitet gezielt mit Ködern
Von Anja Pottkamp
Gevelsberg. (WP) Da schauen fremdländisch wirkende Männer mit Handy,
die Bullis mit auswärtigen Kennzeichen fahren, in Wohnaebieten in jede
Einfahrt und verschwinden wieder. "Diese Männer sind Tierfänger", ist
Tierschützerin Roswitha Herkelmann überzeugt. "Sie fangen Katzen, die
zu Forschungszwecken in Sachen BSE mißbraucht werden."
Gaby Loseries vorn Tierheim Strückerberg kann bestätigen, daß auch in
Gevelsberg und Urngebung Katzen einfach so verschwinden.
Aber: "Nicht immer, wenn ein Tier nach zwei oder drei Tagen nach Hause
zurückkehrt, werde ich dann nochmals angerufen."
Roswitha Herkelmann kennt das Problem aus dem Raum Hagen. Die Tierfänger
sind aber ein bundesweites Anliegen: "Da hat sich eine mafiaähnliche Organisation
aufgebaut",  weiß die Tierschützerin. Tausende Katzen verschwänden auf diese Weise
einfach spurlos. Ein Mann aus München habe wissen wollen, was mit den Tieren
passiere. Er habe recherchiert und sei auf die BSE·Forschung gestoßen.
Vielfach heiße es aucb: "Die Felle der Tiere werden nach Rußland verkauft".
Aber dieser Vermutung widerspricht Roswilha Herkelrnann:
"Die Russen haben selbst genug Katzen und außerdem kein Geld. Nein,
die Tiere werden lebend und hier benötigt." Gesucht würden von den Tier-
fängern vor allern gut genährte Hauskatzen, vereinzelt auch Hunde. Die
Tricks der Tierfänger seien äußerst hinterhältig. Von der Haustür, etwa an
Briefkästen, wird ein präparierter Köder mit Sexualduftstoff verteilt.
Selbst Stubentiger müßten dann nachts unbedingt vor die Tür: und  kehren
nicht mehr zuriick. Einem jungen Mann aus Hemer läuft sein Kaler weg'', kennt
Roswitha Kerkelmann eine schier unglaubliche Begebenheit: 
,,Es fällt ihm auf, weil sich das Tier sonst ausschließlich im Haus aufhält.
Er Iäuft hinterher, sieht an einem blauen Bulli fremdländisch aussehende
Männer, der eine davon nimmt den Kater auf den Arm:
Der junge Mann will sich für die vermeintliche Hilfe bedanken doch er
hört: "Das ist meine Katze!". Der junge Mann ist Karatesportler, kann
mit einigen geschickten  Bewegungen  die Katze an sich bringen und will
gehen. Da hat der Tierfänger ein Messer  in der Hand, doch der Hermeraner
rennt weg und kann mit seinem Kater entkommen.
"Was können Bürger gegen die dreisten Tierfänger machen?". Vor alllen
Dingen müssen wir sensibel sein für die verdächtigen Fahrzeuge, 
appelliert Roswitha Herkelmann: "Auf fremde Kastenwagen oder Bullis mit
auswertigen Kennzeichen zu achten, kann sehr nützlich sein; auffällge
Merkmale sind der Tierfänger-Wagen sind zugehängte oder angemalte Heck-
und Seitenfenster. Dadurch soll eine Sicht in das Fahrzeug verhindert werden,
weil dort die Käfige stehen." Und: "Trauern Sie einem verschwundenen Tier
nicht im Stillen nach! Gehen Sie zur Polizei. Wenn möglich schreiben Sie sich
verdächtige Kennzeichen auf." Ansprechpartnerinnen von Seiten der
Tierschützer sind Roswitha Herkelmann (02331/ 586101) und Christina Kühn (02339/2104).