Günther Kissel und seine Erben
 

Der 84jährige Bauunternehmer Günther Kissel wurde jüngst wieder für fünf Jahre zum Obermeister der Solinger Bauinnung gewählt. Offensichtlich will der steinreiche und unverbesserliche Auschwitzleugner, Volksverhetzer und rechtsextremistische Drahtzieher noch mit 89 Jahren die 82 Innungsbetriebe mit etwa tausend Mitarbeitern und einem Umsatz von 180 Millionen Mark anführen.

Noch im vorigen Jahr hatte Kissel Junior die Grünen gebeten, ihre negative Haltung gegenüber den ”Kissel-Firmen” aufzugeben, alldieweil er anstelle seines Vaters jetzt die Firma leite. Ein Blick ins Handelsregister ergab jedoch, dass ”der Alte” nach wie vor die Fäden in den Händen hielt, so dass die Grünen keinen Anlass sahen, ihre alte Position, z.B. der Nichtzustimmung bei städtischen Auftragsvergaben an die Firma Kissel, zu verändern. Wenige Monate später kapitulierte Gunnar Kissel vor seinem Übervater und verließ die Firma wieder. Dass sein Vater als 84jähriger alle Fäden in der Hand behalten wolle, habe zu Konflikten geführt.

Ziehkind A. O. Koch

Ein anderer, zumindest geistiger Erbe des ”ehrenwerten Bürgers Kissel”, ist dafür seit der letzten Kommunalwahl im September groß herausgekommen. Andreas-Oliver Koch (”Mein Vorbild ist Generalfeldmarschall Rommel”) macht seinem politischen Ziehvater alle Ehre als Fraktionsvorsitzender der CDU. Sein Hass gegen Linke, Ausländer und Minderheiten sei dem jungen ”Wilden” der CDU als ständiger Gast im Hause der Familie Kissel eingetrichtert worden, behaupteten Insider des Solinger Klüngels jüngst gegenüber der tacheles. Vor diesem Hintergrund sei auch der Mittelentzug für SOS Rassismus zu verstehen. Der Verein zur Völkerverständigung hatte es verschiedene Male gewagt, Günther Kissels rassistische Aktivitäten zu kritisieren.
 
 

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